
DOG-Podcast Augenheilkunde
DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.
Beschreibung
Im DOG-Podcast sprechen Expertinnen und Experten über Themen, die die Augenheilkunde heute und morgen bewegen. In jeder Folge widmet sich ein Host gemeinsam mit einem Gast einem klar fokussierten Thema – fundiert, praxisnah und im persönlichen Gespräch.
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen aus Forschung und klinischer Versorgung, neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sowie berufliche und gesundheitspolitische Fragen. Der Podcast macht die Vielfalt der Augenheilkunde hörbar und zeigt, warum das Fach so spannend und zukunftsweisend ist.
Der DOG-Podcast richtet sich an Augenärztinnen und Augenärzte in Klinik und Praxis, an Forschende sowie an Studierende und junge Kolleginnen und Kollegen, die mehr über die unterschiedlichen Perspektiven und Karrierewege in der Augenheilkunde erfahren möchten.
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*Wichtiger Hinweis - Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen!
Die Medizin und ihre wissenschaftlichen Grundlagen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Forschung und klinische Erfahrungen erweitern fortlaufend die Erkenntnisse zu Diagnostik, Behandlung und medikamentöser Therapie. Soweit im Podcast Dosierungen, Applikationsformen oder Behandlungsverfahren genannt werden, wurde mit großer Sorgfalt darauf geachtet, dass die Angaben dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Aufzeichnung entsprechen.
Für Angaben zu Dosierungen, Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Benutzende sind angehalten, die Fach- und Gebrauchsinformationen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls ärztlichen oder fachlichen Rat einzuholen. Dies gilt insbesondere für selten eingesetzte oder neu eingeführte Präparate und Behandlungsverfahren. Jede Anwendung erfolgt in eigener Verantwortung.
Hinweise auf mögliche Ungenauigkeiten können gerne an die DOG oder die Redaktion gerichtet werden.
Impressum:
DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.
Geschäftsführer: Dr. Dipl.-Kfm. Philip Gass
Geschäftsstelle: Platenstraße 1, 80336 München
Tel.: + 49 89 – 5505 7680
Fax: + 49 89 – 5505 76811
Email: geschaeftsstelle@dog.org
Redaktionell verantwortlich:
Thieme Communications
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50 • 70469 Stuttgart
Telefon: +49 711 8931-0
Mail: Podcasts@medizinkommunikation.org
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Kinderaugenheilkunde: Wenn Fortschritt auf Versorgungslücken trifft
Einleitung zur Kinderophthalmologie
Die Kinderophthalmologie in Deutschland zeigt große Fortschritte in der Wissenschaft, steht jedoch vor Herausforderungen in der Patientenversorgung. Es gibt lange Wartezeiten und einen Mangel an Fachkräften, was bedeutet, dass viele Familien Schwierigkeiten haben, zeitnah Termine zu bekommen.
Fortschritte in der Myopieforschung
Professor Lagrees erläutert die Entwicklungen in der Myopieforschung, darunter neue Therapien wie niedrig dosiertes Atropin und Defokusgläser. Trotz dieser Fortschritte bleibt das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen lückenhaft, und es besteht der Wunsch nach effektiveren Behandlungsmethoden.
Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Versorgung
Die Kluft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der praktischen Umsetzung in der Versorgung ist signifikant. Während einige Therapien schon seit Jahren existieren, verzögert sich deren Einsatz in der klinischen Praxis oft erheblich. Dies ist auf verschiedene Faktoren wie lange Studienzeiten und regulatorische Hürden zurückzuführen.
Herausforderungen in der Versorgung
Die Behandlung von Kindern erfordert spezielle Kenntnisse und zeitaufwendige Verfahren, die nicht angemessen vergütet werden. Dies führt dazu, dass viele Praxen keine ausreichenden Ressourcen für die Behandlung von Kindern bereitstellen können, wodurch die Versorgungslücken weiter wachsen.
Rolle der Orthoptisten
Orthoptisten spielen eine zentrale Rolle in der Kinderophthalmologie. Ihre Ausbildung und Fachkenntnis sind entscheidend für die Diagnostik und Behandlung. Praxen ohne Orthoptisten sind oft nicht in der Lage, eine qualitativ hochwertige Versorgung für Kinder anzubieten.
Ausbildung und Sichtbarkeit des Fachs
Die Sichtbarkeit der Kinderophthalmologie hat abgenommen, und es gibt einen Mangel an Ausbildungsstrukturen. Professor Lagrees betont die Notwendigkeit, die Ausbildung in diesem Bereich zu fördern, um zukünftige Fachkräfte für die Kinderophthalmologie zu gewinnen.
Faszination für das Fach
Trotz der Herausforderungen beschreibt Professor Lagrees die Kinderophthalmologie als faszinierendes und abwechslungsreiches Fach, das jungen Ärzten die Möglichkeit bietet, bedeutende Veränderungen im Leben von Kindern zu bewirken.

Wenn der Blick schwer wird – Ptosis und Lidchirurgie zwischen Funktion und Ästhetik
Ptosis und Hautfalten: Kernbegriffe und Alltagsrelevanz
Ptosis beschreibt eine tiefer stehende Oberlidkante in aufrechter Blickrichtung, oft als hängendes Oberlid wahrgenommen. Unterschiede zur Dermatokalasis liegen in der Gewebeverteilung statt bloßer Hautschicht: Bei Ptosis kann auch tiefer liegendes Gewebe betroffen sein, während die Augenlider dennoch eine kompensierte Position haben können. Funktionelle Einschränkungen sowie ästhetische Wahrnehmungen treten separat oder gemeinsam auf, wobei Belastungen im Alltag wie Seheinschränkungen oder Müdigkeitsgefühle beschrieben werden.
Diagnostische Kernparameter
Wesentliche Messwerte umfassen die palpebrale Apertur (Innenseite Unter- bis Oberlidkante), die Margin Reflex Distance (Abstand von zentraler Hornhautreflexlinie zur Oberlidkante) sowie die Oberlidfalte (Skin Crease). Die Levatorfunktion wird durch Lidexkursion gemessen. Werte geben Hinweise auf Ptose oder involutive Veränderungen; Abweichungen unter bestimmten Grenzwerten unterstützen die Einordnung in eine mögliche Indikation für eine OP.
Indikationen und Unterschiede zu kosmetischer Chirurgie
Eine Behandlungsentscheidung orientiert sich an funktioneller Beeinträchtigung oder ästhetischer Belastung. Notwendig ist eine klare Abgrenzung von Ptosis versus Dermatokalasis. Die Blepharoplastik behandelt überwiegend Schlupflid-Ästhetik oder Kombinationen, kann aber bei Ptosis Teil einer OP sein. Studien zeigen, dass korrigierende Eingriffe Lebensqualität steigern können, während eine rein kosmetische Indikation individuell bewertet wird.
Praxisblick und Zukunftstrends
Für gute Ergebnisse sind Fundiertes Verständnis der Lid- und Lidhe-structures sowie fundierte OP-Techniken essenziell. Der Blick richtet sich auf natürliche Erscheinung statt übermäßiger Gewebesenkung. Trends gehen zu schonendem Volumenaufbau und Verwendung körpereigenen Gewebes, begleitet von verstärkter Ausbildungs- und Qualitätsicherung im Fachgebiet, um Kompetenzen in der Lidchirurgie nachhaltig zu sichern.

Clinician Scientists – Wie Forschung die Augenheilkunde voranbringt
Was ist der Clinical Scientist?
Der Clinical Scientist wird als moderner Forschungsweg an Universitätskliniken beschrieben. Er ermöglicht eine geschützte Zeit für Forschung innerhalb der Weiterbildungszeit, ergänzt die klinische Ausbildung und schafft eine strukturierte Orientierung für Projekte. Es handelt sich nicht um eine formale Ausbildung, sondern um ein Programmsystem, das wissenschaftliches Arbeiten fest verankert.
Synergie von Klinik und Forschung
Die Kombination aus klinischer Praxis und Forschung wird als Gewinn für Diagnostik und Therapie dargestellt. Durch gezielte Forschungsaktivitäten entstehen differenzierte Sichtweisen auf Krankheitsbilder, konkrete Diagnosen können unterstützt oder bestätigt werden, und Forschungsthemen wie entzündliche Augenerkrankungen oder Fibrose am Auge gewinnen an Relevanz.
Anforderungen und Passung
Geeignet sind Personen mit ausgeprägtem Forschungsinteresse, bestehenden Projektskizzen und Publikationsnachweisen. Eine intrinsische Motivation, Durchhaltevermögen und Zeitplanung sind zentrale Faktoren, da der Weg oft nicht linear verläuft und Geduld erfordert. Die Programme unterscheiden zwischen Junior- und regulärem Clinician Scientist, mit geforderter Pilotarbeit und komplexen Projektvorhaben.
Vorteile und Karriereperspektiven
Zu den Vorteilen zählen ein strukturierter Forschungsprozess, erweiterte Netzwerke und transaktive Projekte, die Wissenschaft mit klinischer Versorgung verbinden. Die Fähigkeit, neue Therapien kritisch zu bewerten und Forschungs- und Behandlungskonzepte zu verknüpfen, wird betont. Letztlich kann der Weg neue Türen öffnen, ohne dass er als zwingende Voraussetzung für den Aufstieg gilt.