
INTERKRIM - Kriminologie im Gespräch
Bärbel Bongartz
Beschreibung
Wir klären unter anderem, wie lange lebenslänglich tatsächlich dauert. Wir diskutieren, ob Strafen notwendig sind und welche Wirkung sie entfalten. Außerdem werfen wir einen Blick hinter die Mauern: Wie sieht der Alltag in einer Justizvollzugsanstalt wirklich aus? Wir sprechen über den Mythos Profiler. Was wirklich hinter diesem Begriff steckt und wie die Arbeit in der Praxis aussieht. Und wir beleuchten das Verhandeln mit Geiselnehmern. Und ich lasse mir erklären, wer diese "Grauen Wölfe" eigentlich sind.
INTERKRIM - Kriminologie im Gespräch. Ein Podcast für alle, die genauer hinschauen wollen. Alle 14 Tage, donnerstags, überall wo es Podcasts gibt.
Musik: Salty Saints
Produktion: MUTTERSTERN* – Podcasts & Wissensformate
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Linksextremismus? Ein Gespräch aus drei Perspektiven.
Einführung in den Extremismus
Eckhard Jesse erklärt, dass politischer Extremismus den demokratischen Verfassungsstaat ablehnt und beseitigen möchte. Merkmale des Extremismus beinhalten ideologischen Dogmatismus und Freund-Feind-Stereotypen, die auch auf linksextremistische Strömungen anwendbar sind.
Die Rolle des Linksextremismus
Die Diskussionsrunde mit Isabel Holz und Hartmut Licht thematisiert die Rolle des Linksextremismus für die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Während Licht betont, dass nicht jede verfassungsfeindliche Ideologie eine Bedrohung darstellt, sieht Holz eine Gefährdung durch die Heterogenität der linksextremen Szene und deren unterschiedliche Ansätze.
Gefahr durch linksextremistische Gruppen
Die Gesprächspartner analysieren die Bedrohung durch linksextreme Gruppierungen, insbesondere in Bezug auf die kritische Infrastruktur und die Legitimität von Gewalt. Sie diskutieren die Gefahr, die von Jugendorganisationen ausgeht, die wieder vermehrt kommunistische Ideale propagieren.
Wissenschaftliche Perspektiven und Forschungslücken
Der Mangel an Forschung zu linksextremistischen Gruppen und deren Ideologien wird hervorgehoben. Es besteht ein Bedarf an interdisziplinären Ansätzen, um das Phänomen besser zu verstehen und die gesellschaftlichen Entwicklungen zu analysieren.
Abschluss und Ausblick
Die Diskussion schließt mit dem Aufruf zur weiteren Forschung und dem Verständnis der unterschiedlichen Facetten des Linksextremismus sowie der Notwendigkeit, diese Phänomene differenziert zu betrachten.

Kriminalistische Serendipity: Kommissar Zufall oder die Fähigkeit, entscheidende Hinweise zu erkennen?
Kriminalistische Serendipity
Im Podcast wird das Konzept der kriminalistischen Serendipity erläutert, das beschreibt, wie Kriminalbeamte unerwartete, wertvolle Hinweise entdecken können, die einen Fall aufklären. Diese Entdeckungen erfordern Erfahrung und die Fähigkeit, solche Zufallsfunde zu erkennen und zu nutzen.
Zufall und Erfahrung
Dr. Hedda Holzhauer diskutiert die subjektive Natur des Zufalls in der Kriminalistik und erklärt, dass polizeilicher Erfolg oft als "Kommissar Zufall" bezeichnet wird, was jedoch nicht die harte Arbeit der Ermittler widerspiegelt. Zufällige Funde müssen erkannt und in den Ermittlungsprozess integriert werden.
Die Rolle der Intuition
Erfahrene Ermittler verlassen sich auf ihre Intuition und Erfahrung, um Entscheidungen in unstrukturierten Situationen zu treffen. Diese Intuition wird im Laufe der Zeit entwickelt und ermöglicht es ihnen, auf subtile Hinweise zu reagieren, die anderen möglicherweise entgehen.
Unstrukturierte Problembereiche
Holzhauer beschreibt, dass Kriminalfälle oft unstrukturierte Problembereiche darstellen, in denen nicht alle Informationen vorliegen und daher nicht einfach auf mathematische Logik zurückgegriffen werden kann. Die Ermittler müssen flexibel auf neue Informationen reagieren und ihre Strategien anpassen.
Kriminalistisches Denken
Das kriminalistische Denken umfasst nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrung und Intuition. Es ist entscheidend, dass Ermittler in der Lage sind, Hypothesen aufzustellen und flexibel zu handeln, um die Wahrheit zu entdecken.

Die Logik des Betruges: Einblicke in Täuschung und Manipulation
Einführung in das Thema Betrug
Der Podcast thematisiert die verschiedenen Facetten des Betrugs, der auf Täuschung beruht, um eigene Vorteile zu erlangen. Prof. Dr. Georg Schürgers, ein Experte für Psychiatrie, diskutiert die psychologischen Aspekte und Merkmale von Betrügern.
Merkmale der Betrügerpersönlichkeit
Ein zentrales Merkmal von Betrügern ist eine gestörte Gewissensbildung. Gewissen und Schuldgefühle spielen eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung von betrügerischem Verhalten. Schürgers erklärt, dass viele Menschen durch ihr Gewissen davon abhalten, zu betrügen, während Betrüger oft keine solchen inneren Konflikte verspüren.
Psychologische Aspekte von Betrügern
Das Gespräch beleuchtet, dass Betrüger häufig über hohe Intelligenz und manipulative Fähigkeiten verfügen. Sie nutzen zwischenmenschliche Fähigkeiten, um Vertrauen zu erschleichen und andere zu manipulieren. Schürgers betont, dass die Fähigkeit, empathisch zu erscheinen, oft nur vorgetäuscht ist.
Statistische Erkenntnisse zu Betrügern
Es wird aufgezeigt, dass der Großteil der Betrüger zwischen 18 und 40 Jahren alt und überwiegend männlich ist. Schürgers diskutiert die Rolle von Geschlechterunterschieden in der Kriminalität, wobei Männer tendenziell destruktiveres Verhalten zeigen.
Manipulative Psychopathen
Der Podcast führt auch in die Thematik der manipulativen Psychopathen ein, die charmant und verantwortungsvoll erscheinen, jedoch keine echte Empathie empfinden. Diese Art von Betrüger nutzt seine Fähigkeiten, um andere zu manipulieren und für eigene Vorteile zu nutzen.
Choreografie des Betrugs
Schürgers beschreibt die „Choreografie des Betrugs“, die zeigt, wie Betrüger strategisch vorgehen, um ihre Opfer zu täuschen. Die Dynamik zwischen Betrüger und Opfer wird als komplexes Wechselspiel von Kommunikation und Manipulation dargestellt.