
Mindshift – Der Montessori Bildungshaus Hannover Podcast
Katarzyna Königer
Beschreibung
In Mindshift lädt Katarzyna Königer, Geschäftsführerin des Montessori Bildungshauses Hannover, dazu ein, Bildung neu zu denken. Aus der Überzeugung heraus, dass wir ein Leben lang lernen können, spricht sprecht sie mit Menschen, die inspirieren, verändern, herausfordern und neue Perspektiven eröffnen.
Mit Mindshift möchten wir unseren Eltern – und allen Menschen, die sich für moderne Bildung interessieren – einen transparenten und unmittelbaren Einblick in unsere pädagogische Arbeit geben. Dieser Podcast bietet einen Raum, in dem wir Hintergründe erläutern, Entscheidungen nachvollziehbar machen und aktuelle Themen in Ruhe aufgreifen können.
Wir sprechen über Montessori-Pädagogik, über zeitgemäße Bildung und über Menschen, die diese lebendig gestalten. Vor allem aber widmen wir uns der zentralen Frage: Wie können wir das Staunen, die Neugier und die Freude am Lernen bewahren – und gemeinsam weiterentwickeln?
Für alle, die Kinder beim Wachsen begleiten – und dabei selbst wachsen möchten.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#6 – Bildung, Ernährung und gesellschaftlicher Wandel – mit André Jeroma
Bildung im Wandel und Transformationslogik
Der Gesprächspartner bringt Bereiche wie Schulverpflegung, Landwirtschaft und öffentliche Ausschreibungen zusammen. Er betont, dass Bildung in einer sich wandelnden Gesellschaft mehrdimensional gedacht werden muss: Lernprozesse, sensible Ausschreibungen und langfristige Nachfrage für regionale Erzeuger sind zentrale Bausteine der Transformation. Der Blick richtet sich auf eine Schule, die Lernprozesse mit Verantwortung, Zusammenarbeit und flexibler Struktur verknüpft, ohne starre Muster zu verfolgen.
Montessori, Eltern- und Lehrerpartnerschaft
Der Experte beschreibt seine persönliche Familien- und Bildungserfahrung mit Montessori als stärkend für Selbstwirksamkeit und Kooperation. Vertrauen zwischen Eltern und Lehrkräften wirkt als Schlüssel, damit Kinder sich sicher entfalten können. Wichtig ist eine partnerschaftliche Haltung, in der individuelle Bedürfnisse wahrgenommen werden und beide Seiten – Schule und Familie – gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Demokratie, Partizipation und Schule
Es wird herausgearbeitet, dass Demokratie fest in der Schule verankert sein muss. Beteiligung, Schülerrat, Mentorenstrukturen und praxisnahe Formen der Mitentscheidung sollen Schülerinnen und Schüler befähigen, mitgestalten zu können. Eine offene Gesprächskultur, Lernprozesse zur politischen Bildung und eine Fehlerkultur ermöglichen, dass Lernende kritisches Denken entwickeln und Verantwortung übernehmen.
Ernährung als Lernfeld und Praxis
Die Verbindung von Ernährung, Bildung und Gesellschaft steht im Vordergrund. Mittagessen, gemeinsames Kochen und sensorische Experimente werden als integrative Lernformen gesehen, die Aufmerksamkeit, Gemeinschaft und Gesundheitskompetenz fördern. Die Praxis in der Mensa dient als lebendiges Beispiel dafür, wie Lerninhalte in den Schulalltag integriert werden können und wie Ko-Kreation mit Pädagogik und Verpflegung gelingt.

#5 Führung in Zeiten von Transformation – mit Dr. Laurenz Aselmeier (Schule im Aufbruch)
Führung in Zeiten von Transformation
Es geht um Führung, Veränderung und das Lernen in Schulen, die sich als lernende Organisation begreifen. Transformationsbegleitung wird als Prozess verstanden, der Räume schafft, in denen Teams gemeinsam Potenziale entfalten und Lernkulturen sich weiterentwickeln können. Fokus liegt auf der Frage, wie Arbeiten, Lernen und Führung in größeren Wandel eingebettet werden können, ohne an Dynamik zu verlieren.
Transformationsansatz: Selbstentwicklung und Beziehung
Kern des Ansatzes ist die Öffnung von drei Ebenen: Selbstentwicklung, Beziehungsgestaltung und Kulturwandel. Anders als klassisches Change Management betont er, dass Verhaltensänderungen vor allem durch innere Verfassung, Haltungen und das Gelingen von Begegnungen entstehen. Klare Orientierung, iterative Erprobung und Reflexion ermöglichen Wandel mit Blick auf Sinn und Wirkung.
Praxis bei Schule im Aufbruch
Schulen erhalten individuelle Begleitung statt standardisierter Programme. Es geht um offene Lernräume, multiprofessionelle Zusammenarbeit und das Ausprobieren in Reallaboren. Entscheidungen entstehen gemeinsam, Räume werden gehalten statt kontrolliert geändert. Bereitschaft zur Selbstführung, Transparenz und regelmäßige Iterationen sichern, dass Veränderungen sinnvoll bleiben und sich schrittweise verankern.
Führungshaltung und Zukunftsbild
Effektive Führung zeigt sich in einer sinn- und menschenorientierten Haltung: Räume öffnen, Potenziale sichtbar machen und Werte klar kommunizieren. Die perfekte Schule ist nicht fertig, sondern lebt von kontinuierlicher Entwicklung und dem gemeinsamen Gestalten einer Lernkultur, die junge Menschen befähigt, die Gesellschaft von morgen verantwortungsvoll mitzugestalten.

#4.2 Schule neu denken – Meditation macht Schule
Umsetzung von Meditation macht Schule
Im Gespräch wird eine Zusammenarbeit zwischen dem Tibet-Zentrum, Ina und Kelsang beschrieben. Das Format basiert auf Freiwilligkeit, regelmäßigen Terminen und einer schrittweisen Einführung in Meditationstechniken. Ziel ist es, Meditation als langfristig etabliertes Schulformat zu verankern, das auf Beobachtung von Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler beruht.
Konkrete Abläufe und Methoden
Begonnen wurde in der Bibliothek, später Räume angepasst. Teilnehmer melden sich an, wöchentlich finden längere Meditationseinheiten statt, ergänzt durch Achtsamkeits-Formate. Techniken umfassen Atemmeditation, Bodyscan, geführte Übungen wie Loving-Kindness und Einführungen über sanfte Körperwahrnehmung, die schrittweise auf den Unterricht übertragen werden.
Auswirkungen auf Lernende
Die Kinder erleben Ruhe, Konzentration und Empathie, entwickeln Resilienz und lernen, mit Reizen und Störungen umzugehen. Regelmäßige Praxis fördert Selbstwahrnehmung, respektvolle Begegnung und das Verständnis eigener Bedürfnisse. Die Gruppe zeigt, dass Meditation als Bestandteil des Schulalltags positive Gefühle und eine friedliche Lernatmosphäre unterstützt.
Zukunftsvision und Reflektion
Es wird angeregt, Meditation täglich als festen Raum zu ermöglichen und Lehrkräfte in die Anleitung einzubeziehen. Ideen umfassen begleitete Übungen zu Prüfungen, Morgeneinheiten und anlassbezogene Anwendungen. Es bleibt Raum für Evaluation, breitere Teilnahme von Eltern und Lehrkräften sowie eine weitere Ausgestaltung des Formats, um Meditation dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren.