
Autonomobil – Podcast zur automatisierten Mobilität
Martin Späth
Beschreibung
Ich bin Martin Späth, Leiter Homologation bei der GTÜ.
Mein Arbeitsalltag ist die Frage, unter welchen Bedingungen ein Fahrzeug auf die Straße darf.
Genau da setzt dieser Podcast an: bei dem, was zwischen Prototyp und Regelbetrieb tatsächlich passiert.
Ich spreche mit Menschen aus Industrie, Forschung, Behörden und Betrieb — über Typgenehmigung und Betriebserlaubnis, über Erprobungsgenehmigungen des KBA, über AFGBV, StVG und die UN-Regelungen zu automatisierten Fahrsystemen.
Über Robotaxis, Shuttles im ÖPNV und die Frage, was Level 4 im echten Verkehr bedeutet.
Für Ingenieurinnen und Ingenieure, Produktmanager, Genehmigungs- und Regulierungsverantwortliche — und für alle, die den Unterschied zwischen Inkrafttreten und Genehmigung kennen wollen.
Ohne Marketing-Sprache. Ohne Hype. Was gesichert ist, nenne ich gesichert.
Was offen ist, nenne ich offen.
autonomobil.info
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Wer klingelt, wenn das Robotaxi vor der Tür steht?
Einführung in die autonome Mobilität
Die Diskussion dreht sich um die Integration autonomer Fahrzeuge in die bestehende Mobilitätslandschaft. Es wird erörtert, wie autonome Taxis ihre Kunden erreichen können und welche Systeme dabei helfen könnten.
Kundenakquise im Taxigeschäft
Achil, ein Experte aus der Taxibranche, beschreibt seine Erfahrungen in der Kundenakquise und betont die Wichtigkeit eines All-in-One-Systems, um Kunden effektiv zu bedienen und zu gewinnen. Telefonische Bestellungen dominieren nach wie vor, während App-Bestellungen zunehmen.
Technologische Herausforderungen
Die Taxibranche kämpft mit veralteten Technologien und unzureichenden Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen. Achil hebt hervor, dass es nicht an der Technologie selbst liegt, sondern an der Umsetzung und dem Wachstum in der Branche.
Die Rolle autonomer Fahrzeuge
Die Rolle von autonomen Fahrzeugen wird als potenziell disruptiv eingeschätzt, wobei die Akzeptanz und das Vertrauen der Kunden entscheidend sind. Es wird diskutiert, dass Nutzer möglicherweise eine Vorliebe für autonome Fahrzeuge entwickeln könnten, insbesondere in Situationen, in denen sie keinen Kontakt zu anderen Fahrgästen wünschen.
Zukunft der Mobilität
Die Mobilitätslandschaft könnte sich in den nächsten Jahren erheblich verändern, da autonome Fahrzeuge in das bestehende System integriert werden. Achil sieht eine Zukunft, in der Taxibetriebe weiterhin eine wichtige Rolle spielen, indem sie sich anpassen und innovative Technologien nutzen.

Warum es noch keine Genehmigung fürs autonome Fahren gibt – mit der BASt
Einführung in die BAST
Im Gespräch werden die beiden Gäste Patrick Seiniger und Tom Gasser von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) vorgestellt, die eine zentrale Rolle im Bereich des autonomen Fahrens in Deutschland einnehmen. Die BAST agiert als wissenschaftliche Beraterin für das Bundesverkehrsministerium und spielt eine entscheidende Rolle bei der Erstellung von Vorschriften für das autonome Fahren.
Die Rolle der BAST im Genehmigungsprozess
Die BAST ist in einen komplexen Genehmigungsprozess integriert, der das Bundesministerium für Verkehr und das Kraftfahrtbundesamt (KBA) umfasst. Sie berät die Behörden und ist an der Erstellung von Vorschriften beteiligt, die dann von technischen Diensten geprüft werden, um Genehmigungen für Fahrzeughersteller zu erleichtern.
SAE-Level und Haftungsfragen
Die Diskussion über die SAE-Level des automatisierten Fahrens zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Verantwortung und Haftung im Falle von Unfällen verbunden sind. Die Experten betonen, dass es notwendig ist, die rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen, um eine sichere Nutzung autonomer Fahrzeuge zu gewährleisten.
Technologische Entwicklungen und Zukunftsperspektiven
Die Experten werfen einen Blick auf die Entwicklungen im autonomen Fahren, insbesondere auf die Fortschritte bei der KI und den Herausforderungen, die mit der Genehmigung von Fahrzeugen verbunden sind. Sie diskutieren auch die Möglichkeit, dass Teleoperation als Brückentechnologie dienen könnte.
Abschluss und Ausblick
Das Gespräch endet mit der Erkenntnis, dass die Technik des autonomen Fahrens sich rasant entwickelt und dass die BAST eine aktive Rolle dabei spielt, die Sicherheit und rechtlichen Rahmenbedingungen voranzutreiben. Die Zuhörer werden ermutigt, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen, um ein besseres Verständnis zu entwickeln.

4.500 Robotaxis in China, 0 in Europa — Thomas Ameling erklärt warum
EU-Regelwerk und Homologation im Fokus
Der Gesprächspartner erläutert, dass Homologation der Nachweis ist, dass Fahrzeug und System den Vorschriften entsprechen. In Europa gibt es Typ- und Systemgenehmigungen, während andere Länder Selbstzertifizierungen nutzen. Ziel ist, serienreife autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, wobei Leitplanken und Risikokonzepten eine zentrale Rolle zukommen.
Aufbau der Genehmigungen und praktische Abläufe
Wichtige Themen sind die Abgrenzung von Typ- und Systemgenehmigungen sowie die Erprobungsgenehmigung gemäß § 16 AfGBV. Für Prototypen gelten strenge Nachweisanforderungen, Sicherheits- und Risikobeweise müssen vorgelegt werden. Die Erprobung dient dem sicheren Test in der Öffentlichkeit, noch ohne Serienbetrieb.
Weltweite Unterschiede und EU-Herausforderungen
Es wird die Kluft zwischen China/USA und Europa beschrieben: Tech-Provider investieren stark, während europaweite Unternehmen zögern. Die EU-Rahmenverordnung (Mother Regulation) und die Kleinserienregelung ermöglichen bis zu 1500 Fahrzeuge, verlangen aber umfassende Sicherheitsnachweise und eine klare Genehmigungsinhaberschaft.
Ausblick, Vertrauen und konkrete Schritte
Die Perspektive bis 2030 deutet an, dass erste autonome Fahrzeuge in Städten in reguliertem Betrieb sichtbar werden. Vertrauen in die Bevölkerung sowie angemessene Regulierung sind essenziell. Diskussionen drehen sich um ODD-Erweiterungen, technischer Aufsicht und wie Modelle skaliert werden, ohne überreguliert zu wirken. Der Weg hin zu effizienteren Prozessen bleibt ein zentrales Thema.