
"gerührt und geschüttelt" - Der Podcast der EKM
Solveig Grahl
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Gespräch mit Adrian Papenhagen, Beauftragter der EKM für Migration und Interreligiösen Dialog
Einführung in das Thema Migration
Im Gespräch mit Adrian Papenhagen, dem Migrationsbeauftragten der EKM, wird die Entwicklung des Themas Migration seit 2015 thematisiert. Papenhagen betont die unterschiedlichen Perspektiven und Reaktionen der Gesellschaft und seinen eigenen Antrieb, sich wissenschaftlich und politisch mit Migration auseinanderzusetzen.
Persönliche Motivation und theologische Perspektive
Papenhagen schildert seine persönliche Motivation, die aus einer Kombination von wissenschaftlichem Interesse und einer christlichen sozialen Prägung stammt. Er verweist auf biblische Geschichten, die das Thema Flucht und den Umgang mit Fremden thematisieren, und unterstreicht die Wichtigkeit von Empathie und Gerechtigkeit in der Migrationspolitik.
Die Rolle der EKM und Kirchenasyl
Als Migrationsbeauftragter arbeitet Papenhagen eng mit Kirchengemeinden zusammen, um Flüchtlingen zu helfen und Kirchenasyl zu gewähren. Er erklärt, dass Kirchenasyl eine temporäre Schutzmaßnahme darstellt, um Menschen vor Abschiebung zu bewahren und eine legale Aufenthaltslösung zu finden.
Herausforderungen und gesellschaftliche Spannungen
Papenhagen spricht über die Spannungen innerhalb der Gemeinden bezüglich der Themen Migration und Kirchenasyl, sowie über die Herausforderungen, die durch politische Strömungen, wie die AfD, entstehen. Er betont die Notwendigkeit, offen über Ängste und Vorurteile zu sprechen, um einen respektvollen Umgang zu fördern.
Ausblick auf die Asylpolitik
Abschließend wird die europäische Asylpolitik, insbesondere die GEAS-Reform, kritisch betrachtet. Papenhagen äußert Bedenken über die verschärften Bedingungen an den Außengrenzen und die möglichen Auswirkungen auf schutzbedürftige Menschen. Er appelliert für eine humanitäre und gerechte Behandlung aller Flüchtlinge.

Gespräch mit Lydia Reinwarth, Leiterin des Projekts "Demokratie gewinnt" bei der Diakonie Mitteldeutschland
Einführung in das Projekt Demokratie gewinnt
In dieser Episode spricht Solveig Grahl mit Lydia Reinwart, der Leiterin des Projekts "Demokratie gewinnt" bei der Diakonie Mitteldeutschland. Das Projekt zielt darauf ab, Mitarbeitende zu beraten, die Diskriminierung erfahren, und bietet Fortbildungen für Demokratieberater an.
Bedeutung der Demokratie
Lydia betont die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung der Demokratie. Sie schätzt die Möglichkeit, ihre Meinung frei zu äußern und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Demokratie versteht sie als eine Lebensform, die für alle zugänglich sein sollte.
Beruflicher Werdegang
Ihre berufliche Laufbahn war von Beginn an von einem Fokus auf Demokratiebildung geprägt, einschließlich ihrer Studienrichtung in sozialer Arbeit mit einem Schwerpunkt auf demokratischen Themen und politischer Bildung.
Demokratieberatung und Mediation
Lydia erläutert, dass die Demokratieberatung sowohl Einzelfallanfragen von Mitarbeitenden als auch Schulungen für Demokratieberater umfasst. Sie arbeitet häufig mit konkreten Fällen, um individuelle Lösungen für Diskriminierung und Unsicherheiten zu finden.
Ausbildung von Demokratieberatern
Das Projekt umfasst auch die Ausbildung von Demokratieberatern, die aus diakonischen und kirchlichen Einrichtungen kommen. Diese Fortbildung vermittelt Wissen über Diskriminierungsformen, Konfliktbewältigung und Methoden zur Stärkung demokratischer Prozesse.
Gesellschaftliche Herausforderungen und Wahlen
Im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt äußert Lydia Besorgnis über die Umfragewerte der AfD und die potenziellen Auswirkungen auf demokratische Initiativen. Sie betont die Notwendigkeit, Räume für Diskussionen und Teilhabe zu erhalten.
Persönliche Reflexionen
Lydia teilt ihre Erfahrungen und die Herausforderungen, die Menschen im Umgang mit rechten Äußerungen begegnen. Sie hebt die Wichtigkeit von Netzwerken hervor, die den Demokratieberatern Rückhalt bieten.
Schlussfolgerung und Ausblick
Abschließend betont Lydia die Hoffnung und den Willen vieler Menschen, sich für eine demokratische Gesellschaft stark zu machen, und sieht die fortlaufende Arbeit des Projekts als essenziell für die Zukunft.

Gespräch mit Silke Boß, Präses der Kreissynode Halle-Saalkreis
Einführung und Vorstellung
Im Podcast begrüßt Soray Grahl Silke Boss, die neu als Präses der Kreissynode Halle-Saalkreis gewählt wurde. Das Gespräch dreht sich um ihre Rückkehr zu diesem Ehrenamt nach einer zwölfjährigen Pause und die Herausforderungen, die mit der Rolle verbunden sind.
Die Rolle der Synode
Silke Boss erklärt, dass die Synode eine Art Parlament der Kirche ist, das operative Entscheidungen für den Kirchenkreis trifft. Als Präses leitet sie die Sitzungen und ist in viele Themen des Kirchenlebens eingebunden, etwa in die Stellenplanung für Pfarrer und andere Mitarbeitende.
Herausforderungen und Themen der Synode
Ein zentrales Thema ist die Stellenplanung, die oft konfliktbeladen ist. Die Synode hat auch die Verantwortung für Gebäudekonzeptionen, was die Nutzung und den Erhalt von Kirchen und Pfarrhäusern betrifft. Diese Entscheidungen haben direkte Auswirkungen auf das Gemeindeleben.
Umgang mit Konflikten und Kommunikation
Boss betont die Wichtigkeit von Kommunikation und Geduld im Umgang mit Konflikten innerhalb der Gemeinden. Sie versucht, die Bedürfnisse der Gemeinden zu verstehen und in die Arbeit der Synode einzubringen.
Politische Dimensionen und bevorstehende Wahlen
Das Gespräch behandelt auch die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und die Sorgen über den Einfluss der AfD. Boss betont die Notwendigkeit, die Werte der Kirche zu verteidigen und den Dialog mit den Menschen zu suchen, auch wenn deren Ansichten von denen der Kirche abweichen.
Persönliche Reflexionen
Silke Boss reflektiert über die gesellschaftliche Stimmung und die Herausforderungen, denen die Kirche gegenübersteht. Sie spricht über die Bedeutung von Zivilcourage und der Verantwortung jedes Einzelnen, im Alltag für christliche Werte einzustehen.