
Kluntje & Krisen
Ostfriesische Gesellschaft gGmbH
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 23 - Offen gesagt: AT (Ambulante Teilhabeassistenz)
Einführung in die Ambulante Teilhabeassistenz
Der Podcast eröffnet mit einem herzlichen Willkommen aus Ostfriesland, wo Matthias, Chris und Julia Steffi Schlegel, die Leiterin des AT-Teams, begrüßen. Steffi, eine erfahrene Ergotherapeutin, erklärt, dass die Ambulante Teilhabeassistenz (AT) in der Region eine bedeutende Rolle spielt, da sie die Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Alltag fördert.
Beruflicher Werdegang von Steffi Schlegel
Steffi berichtet von ihrem beruflichen Weg, der sie von der Ergotherapie über eine Fachweiterbildung in Psychiatrie bis zu ihrem Bachelor in Betätigungstherapie führte. Diese Qualifikationen ermöglichen es ihr, die AT effektiv zu leiten und individuell auf die Bedürfnisse ihrer Klienten einzugehen.
Die Bedeutung von Teilhabe
Die Diskussion dreht sich um die Bedeutung von Teilhabe, die sowohl aktiv als auch passiv erfolgt. Steffi betont, dass Teilhabe den Kontakt zu anderen Menschen erfordert und dass das Trinken von Tee als Symbol für diesen Austausch steht. Durch die AT werden Klienten unterstützt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, trotz ihrer psychischen Einschränkungen.
Zielgruppe der Ambulanten Teilhabeassistenz
Die AT richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die im Alltag Unterstützung benötigen. Steffi erläutert, dass die AT ein Nachteilsausgleich ist, um den Klienten zu helfen, trotz ihrer Erkrankungen am Leben teilzuhaben.
Typischer Arbeitsalltag und Flexibilität
Steffi gibt Einblicke in ihren abwechslungsreichen Arbeitsalltag, der Flexibilität erfordert. Sie betreut derzeit zwölf Klienten und ist gleichzeitig für die Organisation und Leitung des AT-Teams verantwortlich. Die Arbeit ist dynamisch, und kein Tag verläuft nach einem festen Schema.
Bürokratische Hürden und Anträge
Ein zentraler Teil der Diskussion betrifft die bürokratischen Hürden, die Klienten überwinden müssen, um AT zu beantragen. Steffi erklärt den Ablauf von Hilfeplangesprächen und die Notwendigkeit, die individuellen Bedürfnisse der Klienten zu ermitteln.
Ziele und Meilensteine
Steffi hebt hervor, dass die Zielsetzungen in der AT individuell und oft kleinschrittig sind. Meilensteine sind nicht nur große Erfolge, sondern auch kleine Fortschritte, wie das Anziehen oder das Suchen von Sozialkontakten. Jeder Schritt zählt und wird gefeiert.
Kulturelle Aspekte der ostfriesischen Gesellschaft
Abschließend reflektiert Steffi über die ostfriesische Kultur und die Unterstützung untereinander. Sie ermutigt Menschen, Hilfe zu suchen und zu akzeptieren, da dies eine Stärke und kein Zeichen von Schwäche ist. Der Podcast schließt mit der Botschaft, dass Teilhabe ein Grundrecht ist und viele Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Folge 22 - Ostfriesengeflüster: Multiple Sklerose Teil 2
Einführung
Der Podcast bietet einen tiefen Einblick in das Leben von Julia, die mit Multiple Sklerose (MS) lebt. In einer entspannten Atmosphäre erzählen Matthias, Chris und Julia von ihren Erfahrungen und Herausforderungen im Alltag.
Erste Anzeichen und Diagnose
Julia beschreibt den Moment, als sie mit 17 Jahren bemerkte, dass etwas mit ihrem Körper nicht stimmte. Anfänglich konnte sie ihre Symptome nicht einordnen und fiel schließlich während einer Feier um, was zu ihrer Diagnose führte. Der Weg zur Diagnose war lang und komplex, mit vielen Tests und Unsicherheiten.
Umgang mit der Diagnose
Julia schildert, wie sie die Diagnose MS verarbeitete. Zu Beginn hatte sie keine Kenntnisse über die Krankheit und kämpfte mit Ängsten um ihre Zukunft. Sie spricht auch über den Umgang mit Mitleid von anderen und den Wunsch, einfach normal behandelt zu werden.
Unsichtbare Symptome und deren Auswirkungen
Ein zentrales Thema sind die unsichtbaren Symptome von MS, wie Fatigue und Sprachstörungen, die Julia im Alltag stark einschränken. Sie wünscht sich mehr Verständnis von anderen und betont die Wichtigkeit von Aufklärung über die Krankheit.
Strategien im Alltag
Julia spricht über Strategien, um mit ihrer Erkrankung umzugehen, wie das Annehmen ihrer Situation und das Setzen von Grenzen. Sie betont die Bedeutung von Ruhe und Akzeptanz in akuten Phasen.
Ratschläge für andere Betroffene
Julia ermutigt andere, die frisch mit MS diagnostiziert wurden, Hilfe in Anspruch zu nehmen und offen über ihre Ängste zu sprechen. Sie warnt vor der Verwendung von Alkohol als Bewältigungsmechanismus und hebt die Wichtigkeit von Therapie hervor.
Persönliche Entwicklung
Die Erkrankung hat Julias Leben verändert, jedoch sieht sie auch positive Aspekte, die sie zu einem stärkeren Menschen gemacht haben. Sie betont, dass MS sie nicht definiert und dass sie weiterhin ein aktives und erfülltes Leben führen möchte.

Folge 21 - sOGenannt Krank: Multiple Sklerose Teil 1
Einführung in Multiple Sklerose
In dieser Episode wird die Erkrankung Multiple Sklerose (MS) erläutert, die als chronische entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems gilt. Das Immunsystem greift die Myelinscheiden der Nerven an, was zu einer Störung der Signalübertragung zwischen Gehirn und Körper führt.
Symptome und Krankheitsverlauf
MS zeigt sich in einer Vielzahl von Symptomen, die in körperliche und unsichtbare Symptome unterteilt werden. Zu den körperlichen Symptomen zählen Sehstörungen, Taubheitsgefühle und Muskelschwäche, während unsichtbare Symptome wie extreme Erschöpfung und Konzentrationsprobleme die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken können. Es gibt drei Hauptverlaufformen von MS: schubförmig remittierende, sekundär progrediente und primär progrediente MS.
Ursachen und Diagnose
Die genauen Ursachen von MS sind noch unklar, es wird jedoch von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren ausgegangen. Die Diagnose erfolgt durch neurologische Untersuchungen, MRTs und Liquor-Punktionen.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung umfasst sowohl akute als auch langfristige Therapien, darunter Kortison bei Schüben und Immuntherapien zur Verhinderung neuer Schübe. Symptomatische Behandlungen wie Physiotherapie und psychologische Unterstützung sind ebenfalls wichtig, da psychische Begleiterkrankungen häufig auftreten.
Mythen über Multiple Sklerose
Das Gespräch beleuchtet auch verbreitete Mythen über MS, wie die Annahme, die Krankheit sei ansteckend oder dass alle Betroffenen im Rollstuhl landen. Diese Mythen werden als falsch bezeichnet und es wird betont, dass der Verlauf der Erkrankung individuell ist.