
Breaking Bias Berlin
Livia von Seld und Natascha Siegert
Beschreibung
- und wie man sie erkennt, verändert oder aushält. Natascha Siegert (angehende systematische Therapeutin) und Livia von Seld (Gründerin von #bloomkvist) nehmen euch mit, sprechen mit Expert:Innen und anderen Persönlichkeiten - let’s break some bias!
XOXO 💋
Produktion: unabhängig neben unseren Vollzeitberufen.
Moderiert von Livia von Seld und Natascha Siegert
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Death, what? Doula? – Was ist eine Death Doula?
Persönliche Trauererfahrung und Systemkritik
Die Erzählerin beschreibt eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlust ihrer Tochter Coco und den daraus resultierenden Enttäuschungen gegenüber bestehenden Beerdigungs- und Trauerstrukturen. Aus der Erfahrung heraus entsteht der Wunsch nach menschlicher Begleitung statt transaktionsähnlicher Abläufe. Die Geschichte hinterlässt ein Bild von Schmerz, Selbstbestimmung und dem Streben nach einer würdigen, individuellen Trauerkultur statt standardisierter Rituale.
Death Doula als neuer Berufskontext
Anne Mekas erklärt, was Death Doulas machen: Begleitung am Lebensende, Hilfe bei Ritualen, Unterstützung der Familien und Reflexion über den Tod. Sie betont, dass die Rolle in Deutschland noch neu und uneinheitlich etabliert ist, Praktika in Hospizen notwendig sind und die Nachfrage oft durch Mundpropaganda entsteht. Ziel ist, das Sterben als menschliche, nicht-medizinische Erfahrung zu verstehen.
Casa Coco und kollektive Trauerpraxis
Casa Coco wird als Ort beschrieben, an dem Trauerarbeit kollektiv gestaltet wird. Der Raum dient als Rückzugs- und Begegnungsort, der Trauer einen sinnlichen Rahmen gibt. Durch Gruppenangebote, Schreibworkshops und künstlerische Methoden entsteht eine Gemeinschaft, die das Alleinsein in der Trauer durch gegenseitiges Verständnis mildert und neue Perspektiven eröffnet.
Gesellschaftliche Rituale, Rituale der Behaltensspuren
Der Podcast thematisiert Mortality Salience und die Tendenz, Den Tod zu verdrängen, sowie die Bedeutung von Ritualen, die Spuren der Verstorbenen im Leben sichtbar halten. Tools wie die Beziehungslandkarte helfen, Verbindungen weiterzudenken und Erinnerungen zu bewahren. Die Diskussion beleuchtet, wie Rituale ästhetisch gestaltet werden können, um Trauer sichtbar, aber nicht fremd zu machen.

Trauer & Verlust: Wie Endlichkeit unser Verhalten verändert - mit Eric Wrede
Einführung in Tod, Trauer und Bias
Tod und Endlichkeit prägen das Denken und Verhalten. In Gesprächen wird ein Mortality-Silience-Bias beschrieben: Das Bewusstsein der Endlichkeit kann Werte verschieben, Ängste schüren oder zu konstruktiven Anpassungen führen. Der Podcast beleuchtet, wie Gesellschaft, Wissenschaft und persönliche Erfahrungen das Thema Endlichkeit unterschiedlich berühren und wie man darüber spricht, ohne zu verdrängen.
Trauerprozesse, Erinnerungskultur und Normalisierung
Es geht um gesunde Trauer als fortlaufenden Prozess statt linearer Phasen. Erinnern wird als zentrale Form der Verarbeitung dargestellt, nicht als Verdrängung. Familien, die aktiv erzählen und erinnern, bewältigen Verluste oft besser. Kinder und Jugendliche werden einbezogen, damit Trauer verständlich bleibt. Ob religiös geprägt oder säkular, Wertewandel und Sinnstiftung spielen eine zentrale Rolle.
Beerdigungen, Begleitung und Lebensgestaltung
Beim Ort der Trauer geht es um individuelle Bedürfnisse statt standardisierte Abläufe. Professionelle Begleitung soll Sicherheit geben, ohne den Wunsch nach Autonomie zu ersticken. Offene Kommunikation, flexible Rituale und kreative Gestaltung (z. B. Erinnerungsobjekte, Musikauswahl) helfen, Verlust zu verarbeiten. Generationsunterschiede beeinflussen Erwartungen, doch Resonanz und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt der Trauerarbeit.
Ausblick auf Umgang mit Verlust
Offene Gespräche über Tod und Trauer wirken entlastend und bauen Ängste ab. Wertschätzung, Erinnern und sinnstiftende Rituale unterstützen den Umgang mit Endlichkeit. Die Diskussion zeigt, dass Trauer individuell, aber relational erlebt wird und dass eine respektvolle, klare Kommunikation über Wünsche und Grenzen zentrale Leitplanken bietet.

Germany’s Next Topmodel oder Deutschland regieren. Beides geht nicht, oder doch? Im Studio mit Hanka Räuber
Frauen und Gender Bias
Die Diskussion beleuchtet, wie Frauen in Führungspositionen oft männlich konnotierte Eigenschaften annehmen müssen, um als kompetent wahrgenommen zu werden. Dies wird am Beispiel von Angela Merkel illustriert, die als "Mutti" wahrgenommen wird und damit eine neutrale Position einnimmt, während Frauen oft vor der Wahl stehen, entweder ihre Weiblichkeit abzulegen oder als ambitioniert und schwierig wahrgenommen zu werden.
Persönliche Erfahrungen im Bildungswesen
Die Sprecherin teilt ihre Erfahrungen als Mathematiklehrerin und beschreibt, wie Gender Bias ihre berufliche Entwicklung beeinflusste. Sie musste kämpfen, um eine Oberstufenklasse zu unterrichten, und spürt, dass ihre Kompetenz oft in Frage gestellt wird, was sich in ihrem Umgang mit Schüler:innen und Kolleg:innen widerspiegelt.
Definition und Auswirkungen des Gender Bias
Gender Bias wird als unbewusste Beurteilung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts beschrieben, die sich mit anderen Vorurteilen wie Rassismus oder Klassismus vermischt. Dies führt zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung von Männern und Frauen in ähnlichen beruflichen Situationen.
Feminismus und gesellschaftliche Erwartungen
Die Diskussion thematisiert, wie gesellschaftliche Erwartungen an Frauen, insbesondere in Bezug auf Mutterschaft und Karriere, Frauen unter Druck setzen. Es wird betont, dass Frauen oft für Care-Arbeit verantwortlich sind und dabei in finanzielle Schwierigkeiten geraten können.
Empowerment durch Musik
Musik wird als Mittel zur Stärkung von Frauen und zur Auseinandersetzung mit Genderfragen dargestellt. Drei Songs werden vorgestellt, die Empowerment und die Herausforderungen von Frauen thematisieren, darunter "Witch" von Devon Cole, "Backstage" von Nura und "Work It" von Soul Wax.