Stubengeschichten
Kulturlandbüro
Beschreibung
Ein Podcast für alle, die ihre Heimat bzw. die Urlaubsregion Vorpommern-Greifswald und dessen Kulturerbe neu entdecken möchten – authentisch, anschaulich und kompakt in jeweils rund 5 Minuten.
#stubengeschichten ist ein Projekt von Anne Göhring / LAND-LAB (www.land-lab.de) im Auftrag des Kulturlandbüros (www.kulturlandbuero.de)
Informationen zu den Heimatstuben gibt es auf www.kulturlandbuero.de/netzwerk/stubengeschichten
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Stolzenburger Stubengeschichten
Milchproduktion und Abgabe
Auf einem Bauernhof in Blankensee wurden Kühe gehalten, deren Milch in verschiedenen Kannen abgegeben werden musste. Die 10-Liter-Kannen waren tragbar, die 20-Liter-Kannen jedoch sehr schwer. Der Staat verlangte eine bestimmte Menge an Milchabgabe, was für die Bauern eine erhebliche Belastung darstellte.
Übergang zur LPG
Nach dem Krieg stellte der Beitritt zur LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) für viele Bauern eine Erleichterung dar, da sie die Verpflichtungen zur Milchabgabe nicht mehr alleine tragen mussten. Einige Eltern wollten jedoch nicht in die LPG eintreten und waren bis zuletzt eigenständig.
Milchabholung und Verarbeitung
Die Milch wurde morgens gemolken und auf einem sogenannten Milchbock abgestellt, um sie rechtzeitig an die Molkerei abzugeben. Die Kannen waren nummeriert, damit die Molkerei die Herkunft der Milch nachverfolgen konnte. Nach der Prüfung erhielten die Bauern Geld oder Naturalien.
Milchprodukte im Dorf
Im Dorf gab es einen kleinen Laden, in dem man Milchprodukte wie Butter und Buttermilch kaufen konnte. Der Milchmann lieferte frische Produkte und die Butter wurde in großen Blöcken verkauft. Die Verarbeitung der Milch umfasste das Durchseihen und die Herstellung von Butter mithilfe eines speziellen Butterfasses.
Heimatstube und Ausstellungen
In der Heimatstube sind verschiedene historische Geräte zur Milchverarbeitung ausgestellt. Besucher können nicht nur die Ausstellungen ansehen, sondern auch übernachten und mehr über das frühere Leben und Arbeiten erfahren.

Blankenseer Stubengeschichten
Milchkannen und Milchproduktion
Im Gespräch wird die Bedeutung von Milchkannen in der Landwirtschaft thematisiert, insbesondere die Unterschiede zwischen 10 und 20 Liter Kannen. Während die 10-Liter-Kannen tragbar sind, sind die 20-Liter-Kannen aufgrund ihres Gewichts eine Herausforderung. Nach dem Krieg war die Abgabe von Milch an den Staat verpflichtend, was zu finanziellen Sorgen führte.
Übergang zur LPG
Der Wechsel zur Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) stellte für viele Bauern, inklusive der Eltern des Sprechers, eine Erleichterung dar, da die Abgaben und damit verbundene Sorgen entfielen. Trotz anfänglicher Ablehnung mussten viele in die LPG eintreten.
Milchlieferung und Verwertung
Der Milchproduktionsprozess wird detailliert beschrieben: Kühe wurden früh gemolken, und die Milch musste rechtzeitig für die Abholung durch den Milchwagen bereitgestellt werden. Die Milchkanister waren nummeriert, um die Herkunft zu identifizieren, und die Qualität wurde in der Molkerei geprüft. Die Bauern erhielten Geld oder Naturalien als Vergütung.
Lokale Lebensmittelversorgung
Im Dorf gab es einen kleinen Laden, wo Butter und Milchprodukte erhältlich waren. Der Milchmann lieferte frische Produkte, und die Erwähnung von Buttermilch und Quark verdeutlicht die lokale Lebensmittelversorgung. Der Milchproduktionsprozess umfasste auch das Sieben und die Herstellung von Butter, die eine zentrale Rolle im Alltag spielte.
Heimatstube und Tradition
Die Heimatstube wird als Ort beschrieben, wo historische landwirtschaftliche Geräte ausgestellt sind und wo Besucher übernachten können. Dies bietet die Möglichkeit, einen Einblick in die traditionelle Lebensweise und die Arbeit der Vergangenheit zu erhalten.

Riether Stubengeschichten
Traditionelle Fischerstiefel
Die Fischerstiefel aus Leder, die bis 1945 getragen wurden, sind ein zentrales Thema. Diese Stiefel waren bis zur Hüfte hoch und mussten regelmäßig gefettet werden, um wasserdicht zu bleiben.
Erinnerungen an das Fischen
Der Erzähler spricht von seiner Großmutter, die Aalfett sammelte, und beschreibt die Tradition des Fischfangs, insbesondere den Fang des Aals, der in verschiedenen Zubereitungen verkauft wurde. Ölhemden, die mit Firmus behandelt wurden, waren ebenfalls Teil der Ausrüstung der Fischer.
Gefahren beim Fischen
Die schweren Stiefel stellten eine Gefahr dar, da sie dazu führen konnten, dass Fischer bei einem Sturz über Bord ertranken. Eine Anekdote über den Bruder des Erzählers verdeutlicht diese Gefahren.
Der Stäfelcheater
Eine humorvolle Geschichte über einen alten Fischer, der sich in seinen Stiefeln unvorteilhaft verhielt, führte dazu, dass er und seine Nachkommen den Spitznamen „Stäfelcheater“ erhielten.