Archive Gossip
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Beschreibung

Archive Gossip geht mit Euch auf Erkundung in eines der größten Architekturarchive in Deutschland, dem saai in Karlsruhe. Als Audioplattform arbeiten wir in zwei Richtungen: Im Podcast bringt Archive Gossip die Geschichten, die man in Dingen entdecken und anhand von ihnen erzählen kann, als Stimmen aus dem Archiv heraus. In Oral Histories und Interviews suchen und sammeln wir die Stimmen, die das Archiv für eine inklusivere und diversere Zukunft braucht aber noch nicht hat, um unsere Bestände zu ergänzen.Das Archive Gossip Team trifft sich mit Mitarbeitenden, Forschenden und Archiv Expert:innen um tief in die Boxen und Schränke, Rollen und Schubladen, Skizzen, Fotos, Karteikarten und Notizen im saai einzutauchen. Zusammen wollen wir uns bekannten und vergessenen Geschichten und Gegenständen widmen und darüber hinaus das Archiv als Wissensort und Institution befragen.Idee und Umsetzung: Sina Brückner-Amin Produktion und Assistenz: Cheryl Kwarteng Ehemalige Mitarbeitende: Simon Rieß und Isabel WinterAuf Social Media findet ihr uns unter: @saai_archive https://www.instagram.com/saai_archive/

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Archive Gossip #05 Brigitte Feyerabendt aus dem Schatten Egon Eiermanns | Fellow Episode mit Daniela Fabricius

03.04.2026

Archivische Perspektiven und Frauen im Fokus

Die Folge beleuchtet die Darstellung von Frauen im archivarischen Kontext und fragt danach, wie Biographien und Arbeiten von Architektinnen im SAI Archiv sichtbar werden. Im Mittelpunkt steht Brigitte Feierabend, Architektin und Witwe von Egon Eiermann, deren Lebensweg durch Fotosammlungen und Dokumente sichtbar wird. Die Aufnahme zeigt, wie Archive Geschichten jenseits bekannter Namen strukturieren und welche Lücken dennoch bestehen.

Objekte und Quellen als Erzählung

Besonders spannend sind zwei Fotoalben, die unterschiedliche Lebensphasen und Perspektiven dokumentieren. Die Alben verbinden private Familienmomente mit professionellen Bezügen, darunter Arbeitsräume, Reisen und Studienwege. Die Form der Alben – ein Mix aus Privat- und Dokumentationsmaterial – eröffnet Einblicke in Lebenswelten, die archivarische Sammlungen oft übersehen.

Netzwerke, Rollen und Wandel

Die Gesprächspartnerin reflektiert, wie Netzwerke hinter bekannten Architekturanalysen wirken. Ehefrauen, Töchter und Freundinnen erscheinen als unsichtbare Rahmenfiguren, die Karrieren erst ermöglichen oder begleiten. Die Darstellung von Binomialbeziehungen zwischen Brigitte Feierabend und Egon Eiermann illustriert, wie persönliche Partnerschaften archivarische Erzählungen prägen und welche Perspektiven dadurch verengt oder erweitert werden.

Archivarische Deutung und Zukunft der Geschichte

Die Folge regt an, Archive als lebendige Wissensorte zu sehen, in denen Geschichten von Frauen, Alltagsdokumenten und privaten Blickwinkeln neue Deutungsmöglichkeiten eröffnen. Es wird deutlich, dass das Sichtbarmachen solcher Lebenswege eine fortlaufende Aufgabe bleibt, die über einzelne Objekte hinausgeht und die Vielstimmigkeit von Archiven betont.

Archivische Perspektiven und Frauen im Fokus

Die Folge beleuchtet die Darstellung von Frauen im archivarischen Kontext und fragt danach, wie Biographien und Arbeiten von Architektinnen im SAI Archiv sichtbar werden. Im Mittelpunkt steht Brigitte Feierabend, Architektin und Witwe von Egon Eiermann, deren Lebensweg durch Fotosammlungen und Dokumente sichtbar wird. Die Aufnahme zeigt, wie Archive Geschichten jenseits bekannter Namen strukturieren und welche Lücken dennoch bestehen.

Objekte und Quellen als Erzählung

Besonders spannend sind zwei Fotoalben, die unterschiedliche Lebensphasen und Perspektiven dokumentieren. Die Alben verbinden private Familienmomente mit professionellen Bezügen, darunter Arbeitsräume, Reisen und Studienwege. Die Form der Alben – ein Mix aus Privat- und Dokumentationsmaterial – eröffnet Einblicke in Lebenswelten, die archivarische Sammlungen oft übersehen.

Netzwerke, Rollen und Wandel

Die Gesprächspartnerin reflektiert, wie Netzwerke hinter bekannten Architekturanalysen wirken. Ehefrauen, Töchter und Freundinnen erscheinen als unsichtbare Rahmenfiguren, die Karrieren erst ermöglichen oder begleiten. Die Darstellung von Binomialbeziehungen zwischen Brigitte Feierabend und Egon Eiermann illustriert, wie persönliche Partnerschaften archivarische Erzählungen prägen und welche Perspektiven dadurch verengt oder erweitert werden.

Archivarische Deutung und Zukunft der Geschichte

Die Folge regt an, Archive als lebendige Wissensorte zu sehen, in denen Geschichten von Frauen, Alltagsdokumenten und privaten Blickwinkeln neue Deutungsmöglichkeiten eröffnen. Es wird deutlich, dass das Sichtbarmachen solcher Lebenswege eine fortlaufende Aufgabe bleibt, die über einzelne Objekte hinausgeht und die Vielstimmigkeit von Archiven betont.

Archive Gossip #04 Archiv Myra Warhaftig | Fellow Episode mit Nuno Grancho

02.02.2026

Fokus der Folge und Hintergrund

Die Episode erkundet ein Archivprojekt im SAI Karlsruhe, in dem Forschende und Archivexpertinnen in einer Fellow-Serie Ergebnisse zu vergessenen Stimmen in der Architektur erforschen. Im Zentrum stehen Forschende, die sich mit Kolonialismus, Privatsphäre in Architektur und der Dekolonisierung von Archiven befassen. Vier Fellowinnen und Fellows arbeiten im Archiv, um Schriften, Objekte und correspondences zu analysieren und die Archivpraxis zu hinterfragen.

Die Begegnung mit Mira Vahavdig und der Archivraum

Besonderes Interesse gilt der Archivpersönlichkeit Mira Vahavdig. Der Arbeitsraum wirkt stark persönlich und ist umfangreich gefüllt mit Bibliothek, Korrespondenzen, Modellen und Zeitdokumenten. Die Sammlungen ermöglichen Einblicke in biografische Wege, Fluchtwege und die Rolle deutscher jüdischer Architektinnen, die im Verlauf der Geschichte oft in Vergessenheit gerieten.

Forschungsfragen, Dekolonisierung und Relevante Befunde

Die Gespräche beleuchten, wie Dekolonisierung in der Archivpraxis aussieht: Sichtbarmachung vergessener Akteurinnen, Verbindungen zwischen persönlichen Schriften und institutioneller Geschichte sowie die Bedeutung emancipativer Ideen in der Architektur. Mira W. wird als Beispiel diskutiert, deren Arbeiten und Schriften Erweiterungen der kanonischen Architekturgeschichte nahelegen und neue Perspektiven eröffnen.

Ausblick auf Forschungswege und Relevanz

Die Forscherinnen und Forscher planen Artikel und vertiefende Monografien, die über deutsche jüdische Architekten hinausgehen. Offene Zugänge zu Materialen erleichtern den Einstieg, während der Austausch zwischen Archiv, Forschenden und Institution neue Fragestellungen zur Geschichte, Migration und zur Gestaltung sozialer Räume anstößt. Die Serie zeigt, wie Archive als Wissensorte neue Geschichten sichtbar machen können.

Fokus der Folge und Hintergrund

Die Episode erkundet ein Archivprojekt im SAI Karlsruhe, in dem Forschende und Archivexpertinnen in einer Fellow-Serie Ergebnisse zu vergessenen Stimmen in der Architektur erforschen. Im Zentrum stehen Forschende, die sich mit Kolonialismus, Privatsphäre in Architektur und der Dekolonisierung von Archiven befassen. Vier Fellowinnen und Fellows arbeiten im Archiv, um Schriften, Objekte und correspondences zu analysieren und die Archivpraxis zu hinterfragen.

Die Begegnung mit Mira Vahavdig und der Archivraum

Besonderes Interesse gilt der Archivpersönlichkeit Mira Vahavdig. Der Arbeitsraum wirkt stark persönlich und ist umfangreich gefüllt mit Bibliothek, Korrespondenzen, Modellen und Zeitdokumenten. Die Sammlungen ermöglichen Einblicke in biografische Wege, Fluchtwege und die Rolle deutscher jüdischer Architektinnen, die im Verlauf der Geschichte oft in Vergessenheit gerieten.

Forschungsfragen, Dekolonisierung und Relevante Befunde

Die Gespräche beleuchten, wie Dekolonisierung in der Archivpraxis aussieht: Sichtbarmachung vergessener Akteurinnen, Verbindungen zwischen persönlichen Schriften und institutioneller Geschichte sowie die Bedeutung emancipativer Ideen in der Architektur. Mira W. wird als Beispiel diskutiert, deren Arbeiten und Schriften Erweiterungen der kanonischen Architekturgeschichte nahelegen und neue Perspektiven eröffnen.

Ausblick auf Forschungswege und Relevanz

Die Forscherinnen und Forscher planen Artikel und vertiefende Monografien, die über deutsche jüdische Architekten hinausgehen. Offene Zugänge zu Materialen erleichtern den Einstieg, während der Austausch zwischen Archiv, Forschenden und Institution neue Fragestellungen zur Geschichte, Migration und zur Gestaltung sozialer Räume anstößt. Die Serie zeigt, wie Archive als Wissensorte neue Geschichten sichtbar machen können.

Archive Gossip #03 Eda Schauer in Indien | Fellow Episode mit Frederike Lausch

02.02.2026

Archivische Spurensuche und Akteurinnen

In Archive Gossip wird die Arbeit von Architekturin Eda Schauer im Kontext des Archiven related to Frei Otto und der indischen School of Architecture beleuchtet. Die Gesprächspartnerin Friederike Lausch rekonstruiert mittels Briefen, Skizzen und Modellen den Weg Schauers nach Ahmedabad, ihre Rolle im IL sowie die Kooperationslinien zwischen Stuttgart, Ahmedabad und dem Archivumfeld. Im Fokus stehen Spurensuche, Kontextualisierung und die Darstellung von Frauen als eigenständige Gestalterinnen.

Objekte als Zugang zu Geschichten

Zwei Gegenstände fungieren als narrative Katalysatoren: ein Briefwechsel und ein Ornamententwurf für ein Zeltprojekt. Der Brief offenbart Beratung, Lehre und eine Zusammenarbeit, während der Ornamententwurf die ästhetische Dimension der Indikulturen und die Verbindung von Handwerk, Materialität und Produktion sichtbar macht. Beide Objekte zeigen, wie Archivmaterialien Erzählungen illustrieren.

Architekturpraxis, Ökonomie und Globalisierung

Die Recherchen decken komplexe Verflechtungen auf: wissenschaftliche Zusammenarbeit, kommerzielle Überlegungen und grenzüberschreitende Produktionswege. Briefe zur Serienproduktion, Kostenfragen und Produzenten in Europa und Indien verdeutlichen, wie ästhetische Entwürfe wirtschaftliche Rahmensatzungen treffen. Der Befund zeigt Relationen jenseits des Kanons rund um Frei Otto und eröffnet neue Perspektiven auf transkulturelle Architekturbildungen.

Archivische Spurensuche und Akteurinnen

In Archive Gossip wird die Arbeit von Architekturin Eda Schauer im Kontext des Archiven related to Frei Otto und der indischen School of Architecture beleuchtet. Die Gesprächspartnerin Friederike Lausch rekonstruiert mittels Briefen, Skizzen und Modellen den Weg Schauers nach Ahmedabad, ihre Rolle im IL sowie die Kooperationslinien zwischen Stuttgart, Ahmedabad und dem Archivumfeld. Im Fokus stehen Spurensuche, Kontextualisierung und die Darstellung von Frauen als eigenständige Gestalterinnen.

Objekte als Zugang zu Geschichten

Zwei Gegenstände fungieren als narrative Katalysatoren: ein Briefwechsel und ein Ornamententwurf für ein Zeltprojekt. Der Brief offenbart Beratung, Lehre und eine Zusammenarbeit, während der Ornamententwurf die ästhetische Dimension der Indikulturen und die Verbindung von Handwerk, Materialität und Produktion sichtbar macht. Beide Objekte zeigen, wie Archivmaterialien Erzählungen illustrieren.

Architekturpraxis, Ökonomie und Globalisierung

Die Recherchen decken komplexe Verflechtungen auf: wissenschaftliche Zusammenarbeit, kommerzielle Überlegungen und grenzüberschreitende Produktionswege. Briefe zur Serienproduktion, Kostenfragen und Produzenten in Europa und Indien verdeutlichen, wie ästhetische Entwürfe wirtschaftliche Rahmensatzungen treffen. Der Befund zeigt Relationen jenseits des Kanons rund um Frei Otto und eröffnet neue Perspektiven auf transkulturelle Architekturbildungen.