
NUFAM – der Nutzfahrzeugpodcast der Messe Karlsruhe
Messe Karlsruhe
Beschreibung
Alle Infos zur NUFAM finden Sie hier: www.nufam.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

LIVE-Aufnahme aus dem Fachforum der NUFAM 2025: Elektrifizierung in der Gesamtkombination
Konzept und Zielsetzung
Der Vortrag erläutert einen elektrifizierten Sattelauflieger, der Trail Tracks genannt wird. Ziel ist es, CO2-Emissionen zu senken und Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, um Betriebskosten zu verringern. Regulativ getriebene Vorgaben der EU werden als Treiber erkannt, wobei der Trailer als eigenständige, smarte Lösung neben der Zugmaschine positioniert ist. Der Fokus liegt auf einer zukunftsfähigen, modularen Antriebslösung innerhalb eines Ökosystems aus Truck und Trailer.
Technische Merkmale
Die zentrale Achse liefert 210 Kilowatt Dauerleistung und bis zu 250 Kilowatt Peak. In einer Batterybox integriert, ermöglicht ein intelligentes Bremssystem Rekuperation, statt eines reinen Kingpin-Sensors. Die Baugruppe nutzt eine kompakte Traktionsachse, sorgt für Allrad-Antriebe, kühlte Systeme und die Versorgung von Auxiliaries. Produktionsteile stammen größtenteils aus eigenem Haus; Batterien werden zugeliefert.
Marktstatus und Regulierung
Aktuell existieren Hemmnisse bei Typengenehmigungen, da gesetzliche Anforderungen ein Lenkrad bei Antriebsachsen vorsehen. ZF betont die Notwendigkeit, neue Zulassungsverfahren zu ermöglichen. Ein Forschungsprojekt namens CEFIS zielt auf Zero-Emission-Fernverkehre ab und soll realen Praxiseinsatz zeigen. Partnerschaften, etwa mit BPW, unterstützen Integration und Marktreife der Technologie.
Anwendungsfälle und Ausblick
Einsatzgebiete umfassen Regional- und Verkehre mit regelmäßigen Stop-and-Go-, aber auch längere Strecken, wobei Depotaufladung und Rekuperation genutzt werden. Die Reichweite wird mit einem ganzen Betriebstag von rund 400 Kilometern angegeben, abhängig von Depot- und Verkehrsbedingungen. Das System wird als Teil eines Ökosystems gesehen, in dem Trailer und Zugmaschine gemeinsam Effizienzpotenziale realisieren.

LIVE-Aufnahme aus dem Fachforum der NUFAM 2025: Innovative Wege in der Transportlogistik
Förderprogramme und Innovationsnetzwerke
Im Vortrag wird erläutert, wie kleine und mittlere Unternehmen mithilfe des ZIM-Programms und Innovationsnetzwerken Fördermittel erhalten. Das ZIM-Programm unterstützt Projekte, Kooperationen und Netzwerke, fördert Netzwerkmanagement und reduziert Risikofaktoren bei Vorhaben in der Transportlogistik. Partner stammen aus KMU, Forschungseinrichtungen und weiteren Organisationen, wodurch gemeinschaftlich Projektideen entwickelt und Anträge vorbereitet werden.
Fallbeispiel: Automatisierte Entsorgungslogistik
Anhand eines Praxisfalls wird gezeigt, wie Seitenlader durch 3D-Time-of-Flight-Kameras unterstützt werden. Fahrer erhalten automatische Hinweise auf Haltepunkte, Hindernisse und Sicherheit werden verifiziert. Ziel ist eine automatisierte Entleerung, die zugleich das Fahrpersonal entlastet und die Abläufe effizienter macht. Das Projekt lernt aus jeder Fahrt und verbessert sich durch KI-gestützte Optimierung.
Netzwerkmanagement und Projektkoordination
Das Institut fungiert als Anwendungszentrum für digitale Produktion, Infrastruktur und Mobilität. Hauptaufgaben sind Kommunikationssteuerung, Anträge, Partnerakquise und Organisation von Meetings. Das Netzwerk umfasst Telematik-Anbieter, Hochschulen, Startups und auch Großunternehmen, die nicht direkt Fördermittel erhalten, aber vom Netzwerk profitieren können.
Ausblick auf weitere Initiativen
Weitere Projekte betreffen globale Transport-IDs, hybrides Behältermanagement, Ladungssicherung, Fahrerzufriedenheit und Dokumentenauslese. Das Zusammenspiel von Partnern im Netzwerk ermöglicht neue Lösungen, die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Transportlogistik fördern, ohne aktuelle Förderzusagen als ausschließliches Verhalten zu verankern.

LIVE-Aufnahme aus dem Fachforum der NUFAM 2025: 7 Schritte zur Optimierung
Ist-Zustand und Ausgangspunkt
Der Vortrag beschreibt den Verteilerverkehr als regelmäßigen Betrieb mit festem Depotstart und -ende. Häufig fehlen klare Kosten pro Lieferung, da Buchhaltung Wagen unterschiedlich erfasst und Datenquellen wie Excel-Listen oder unterschiedliche Systeme vorhanden sind. Ziel ist, Kosten, Zeiten und Mengen besser abzubilden, um die wirtschaftliche Basis für Optimierungen zu schaffen.
Verbesserungsprozess: Messung und Datenflüsse
Wesentliche Schritte fokussieren darauf, den Ist-Zustand zu erfassen, Ziele zu definieren und Sollwerte festzulegen. Fahrerinnen und Fahrer werden als zentrale Informationsquelle eingebunden. Daten aus GPS, Auftragslisten oder ERP-Systemen sollen automatisiert erfasst und in ein System überführt werden, um belastbare Verbesserungsparameter zu schaffen.
Praktische Umsetzung: Disposition und Via-Punkte
Aus Ist- und Sollwerten ergeben sich Dispositionsmöglichkeiten, einschließlich Zeit- und Wegführung. Die Einführung von Via-Punkten ermöglicht vorbestimmte Routen. Die vollständige Optimierung berücksichtigt Kapazitäten, erzeugt Vorschläge und zeigt Einsparungen bei Kilometern und Zeiten an, um die Planung zu unterstützen.
Digitalisierung, Fahrer-Feedback und neue Transparenz
Tablets im Fahrzeug ermöglichen digitale Lieferscheine, Unterschriften und Kundennoten. Fahrer bringen wertvolles Feedback ein, etwa zu Platzierungen oder Abläufen. Dazu gehört auch eine modernisierte Navigationsfunktion, die Parkplatzreservierung und Echtzeit-Informationen für Kunden bereitstellt, um Sicherheit und Kundenzufriedenheit zu steigern.