Euskirchen inside - Innenansichten aus der Kommunalpolitik
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Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Highlights vor der Sommerpause: Fußverkehrscheck, Radverkehr, Reallabor im Klostergarten
Einführung und Themenüberblick
In dieser Episode werden drei wesentliche Themen behandelt, die den Stadtrat Euskirchen vor der Sommerpause beschäftigt haben: der Fußverkehrscheck 2026, die Stärkung des Radverkehrs und das Reallabor im Klostergarten. Diese Themen verdeutlichen den Gestaltungsspielraum der Stadt, der trotz finanzieller Herausforderungen in vielen Kommunen gegeben ist.
Fußverkehrscheck 2026
Euskirchen wurde als eine von zwölf Kommunen für den Fußverkehrscheck ausgewählt, um die Fußgängerfreundlichkeit zu verbessern. Ein Auftaktworkshop hat bereits stattgefunden, bei dem Bürgerinnen und Bürger sowie Planer die Ziele des Projekts diskutiert haben. Ziel ist es, die Sicherheit und Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu erhöhen, unter anderem durch Begehungen und die Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Planungsprozess.
Förderung des Radverkehrs
Die Stadt hat zwei wichtige Projekte für den Radverkehr beschlossen: die Einrichtung eines innerstädtischen Radbogens sowie die Fortführung des E-Bike-Systems. Der Radbogen soll eine sichere Alternative zum stark befahrenen Ring bieten, während das E-Bike-System aufgrund der hohen Nachfrage in Euskirchen weiter ausgebaut wird. Diese Maßnahmen fördern eine klimafreundliche Mobilität und verbessern die Verkehrssituation für Radfahrer.
Reallabor im Klostergarten
Im Klostergarten, der nach dem Abriss des Cityforums entstanden ist, wurde ein Reallabor eingerichtet, um die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger für die Nutzung dieser Fläche zu ermitteln. Workshops und Beobachtungen haben gezeigt, dass die Fläche durch gemeinschaftliche Aktivitäten und Beteiligung eine positive Entwicklung erlebt hat. Die Ergebnisse werden in die zukünftige Planung einfließen.
Vorschau auf die nächste Episode
In der nächsten Episode wird Dr. Thomas Kesseler zu Gast sein, um über die Flutnacht vor fünf Jahren in Wiskirchen zu sprechen und seine Erlebnisse zu teilen.

Euskirchen ist regenbogenbunt. Im Gespräch mit Winfried Kubitza-Simons
Engagement für Vielfalt und Toleranz
Winfried Kubitza-Simons teilt seine Erfahrungen und Motivation für sein Engagement in der queeren Community und für Menschenrechte. Der Anstoß kam vor sechs Jahren während einer AfD-Kundgebung, bei der er mit seinem Sohn aktiv wurde und sich mit anderen gegen rechte Hetze und für Vielfalt einsetzte. Dies führte zur Gründung eines Stammtisches, der mittlerweile regelmäßig viele Teilnehmer anzieht.
Simons Glück als Begegnungsort
Der Raum "Simons Glück" dient als sicherer Ort für queere Menschen und als Plattform für Ausstellungen sowie Workshops. Hier finden auch regelmäßige Treffen wie der queere Jugendtreff statt, die zur Vernetzung und Stärkung der Community beitragen.
Aktionen gegen Rechts und CSD
Das Event "Jeck gegen Rechts" wurde ins Leben gerufen, um ein Zeichen gegen rechte Ideologien zu setzen. Die Veranstaltung hat sich stark entwickelt und wird von vielen in der Region unterstützt. Zudem wurde ein CSD in Euskirchen ins Leben gerufen, der ein starkes Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt setzt.
Herausforderungen und Solidarität
Kubitza-Simons beschreibt die Herausforderungen, mit denen die Community konfrontiert ist, einschließlich Drohungen und Vandalismus. Trotz dieser Schwierigkeiten erfährt das Team große Solidarität von der Stadt und anderen Organisationen, was als Grundlage für das fortwährende Engagement dient.
Wünsche für die Zukunft
Kubitza-Simons äußert den Wunsch nach mehr Unterstützung von der Stadt, insbesondere im Hinblick auf die Sichtbarkeit queerer Themen. Er hofft auf eine offene Gesellschaft, die respektvollen Dialog fördert und den Austausch zwischen unterschiedlichen Meinungen ermöglicht.

Im Gespräch mit Bürgermeister Sacha Reichelt
Neubau, Reaktionen und Öffentlicher Eindruck
Der Gast beschreibt den Abschluss des Rathausbaus, den Umzug der Verwaltung und positive Resonanz von Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besuchern. Der Tag der offenen Tür wird als voller Erfolg beschrieben, Stimmung und Interesse am Gebäude werden als deutlich spürbar charakterisiert. Das neue Rathaus wirkt einladend, Aufenthaltsbereiche schaffen Orientierung und motivieren die Mitarbeitenden zu einem engagierten Arbeitsklima.
Arbeitsbelastung, Rolle und Teamarbeit
Auf dem Amt vereint der Bürgermeister drei Funktionen: repräsentierende Aufgaben, Verwaltungsleitung und Vorsitz des Rates. Die Zusammenarbeit mit einem ca. 900 starken Team ist essenziell, zentrale Entscheidungen erfolgen gemeinsam mit dem Stadtrat. Die Tätigkeit erfordert Flexibilität, da Tage selten planbar sind und Wochen oft über die übliche Arbeitszeit hinausgehen.
Weg ins Amt, Motivation und Politische Haltung
Der Schritt in das Amt entstand aus Heimatliebe, Unterstützung aus Verwaltung und Vereinen sowie dem Wunsch, Euskirchen zu repräsentieren. Eine Unabhängigkeit in der Politik soll erhalten bleiben, weshalb eine Parteimitgliedschaft eingeführt wurde. Der Schritt erzeugte Irritationen, doch gilt der Fokus weiterhin der sachlichen, parteiübergreifenden Stadtsicherung und guter Zusammenarbeit.
Ausblick, Ziele und persönliche Motivation
Zukünftiges Engagement zielt auf Fortführung stabiler Strukturen, Mut zur Veränderung und weitere gestaltende Impulse in der Stadt ab. Neben dem Amt bleibt persönliches Wohlbefinden wichtig, etwa Disziplin beim Sport. Der Wunsch richtet sich darauf, Euskirchen weiterhin stark aufzustellen und gemeinsam mit Verwaltung sowie Politik positive Entwicklungen voranzutreiben.