
How To Fly
Barbara Wukovits
Beschreibung
Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt von mir, entstanden aufgrund meines eigenen Veränderungsprozesses. Ich wollte wissen und auch verstehen, woher mein tiefer und recht unerwarteter Wunsch nach etwas Neuem in meinem Leben gekommen ist. Im Austausch mit anderen Frauen habe ich bemerkt, dass ich gar nicht die Einzige bin, der es so geht. Ich habe so viele spannende und motivierende Geschichten über Neuanfänge und Veränderungen gehört, dass ich darüber einen Podcast machen wollte.
Wir sprechen dabei auch über all die Ängste und Unsicherheiten, die Veränderungen mit sich bringen, über das Scheitern und das Aufstehen und Weitergehen. Also eigentlich übers ganz normale Leben. Und ehrlich gesagt: Gibt’s überhaupt etwas Spannenderes?
Ich freue mich, wenn die Gespräche euch motivieren können, eure Flügel auszuspannen und euer Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Wir hören uns!!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#9 Helene Eder - Wenn das Leben still steht
Krankheitsverlauf, Diagnose und Auswirkungen
Der Verlauf beginnt mit einer schweren EBV-Infektion, die zunächst fälschlich als gewöhnliche Erkältung abgetan wird. Nach Monaten treten extreme Erschöpfungssymptome auf, und schließlich führt eine spezialisierte Diagnostik zu ME/CFS. Die Krankheit verändert den Alltag stark: Schulpläne brechen weg, körperliche Belastung wird zum Knackpunkt, und der Blick auf die Zukunft verschiebt sich grundlegend.
Wandel von Plänen zu Gegenwärtigkeit
Früher waren klare Ziele das Lebensprinzip, doch die Erkrankung zwingt zu einer Neuorientierung. Pläne werden flexibel, Entschleunigung und Pausen sind nötig. Erst schien der Weg fix, später eröffnen sich neue Möglichkeiten jenseits der ursprünglichen Vorstellung, etwa Ausbildungen oder Auslandserfahrungen. Es wird sichtbar, dass mehrere Wege existieren und kein einziges Ziel festgelegt bleiben muss.
True-Storytelling als Sinngebung und Tagesablauf
Die Entscheidung, Geschichten anderer Menschen zu erzählen, ergibt sich aus dem Wunsch, Erfahrungen zu teilen, ohne den Fokus zu dominieren. Der Alltag wird so organisiert, dass Aufnahmephasen und Pausen einkalkuliert sind. Je nach Belastbarkeit werden Teile des Tages genutzt, um Inhalt zu produzieren, ohne Überforderung zu riskieren. Die Idee entsteht aus dem Interesse an echten Erlebnissen und individuellen Perspektiven.
Zukunftsperspektive und Be Kind als Leitgedanke
Die Zukunft wird mit mehr Gegenwärtigkeit und Zufriedenheit angegangen. Es geht weniger um perfekte Pläne, mehr um Lebensqualität im Kleinen und um akzeptierte Grenzen. Als persönliches Mantra rückt Be Kind in den Fokus, verbunden mit der Erkenntnis, freundlich zu sich und anderen zu sein. Dieser innere Zugang erleichtert den Umgang mit der Krankheit und stärkt das Vertrauen in einen selbstbestimmten Weg.

#8 Sabine Stummer - Jedes Nein zu anderen ist ein Ja zu mir selbst
Gründung und Balance als Mutter-Unternehmerin
Sabine gründete Your Austrian Home während der frühen Mutterschaft ihres Sohnes. Aus einer Teilzeit-Idee wurde eine anspruchsvolle Aufgabe, die Geduld, Organisation und Durchhaltevermögen verlangte. Der Anfang war hart: Schlafmangel, Unsicherheit und harte Lernphasen. Trotzdem entwickelte sie eine Arbeitsweise, die Familie und Firma miteinander verbindet, ohne sich dabei zu verlieren. Es zog sie zu einem selbstbestimmten Lebensstil, in dem Arbeit flexibel und nah am Alltag bleibt.
Führungskultur: Vertrauen, Homeoffice und Grenzen
In den Jahren etablierte Sabine eine teamorientierte Kultur mit flexibel gestalteten Arbeitsplänen. Vier Mütter arbeiten im Team, Arbeiten erfolgt oft im Homeoffice, dennoch bleiben klare Strukturen und Erreichbarkeiten gewahrt. Offene Kommunikation, Respekt vor persönlichen Bedürfnissen und feste Ruhezeiten verbessern Produktivität und Zufriedenheit. So wird Arbeit zum integrierten Lebensbereich statt zur ständigen Belastung.
Selbstfürsorge, Werte und Nein-Sagen
Wichtige Wendepunkte waren Psychologin-Unterstützung, Selbstwertarbeit und das Prinzip: Jedes Nein zu anderen bedeutet Ja zu mir selbst. Regelmäßige Rituale, Morgenrituale und sportliche Aktivitäten helfen, Balance zu halten. Transparente Öffnungszeiten und Abgrenzungen reduzieren Stress, ermöglichen Konzentration und stärken das Vertrauen im Team. Sabine betont, dass Selbstfürsorge keine Ego-Sache ist, sondern Grundlage für nachhaltige Leistungsfähigkeit.
Strategie, Fokus und Empowerment
Sabine entwickelte einen klaren Fokus auf exklusive Unterkünfte und einen nordsternartigen Sinn für Qualitätsstandard. Preisstrukturen wurden angepasst, um Stabilität zu schaffen, und Wachstum erfolgt durch gezieltes Personal, klare Aufgabenverteilung sowie Weitergabe von Verantwortung. Durch diesen Rahmen können drei bis vier Mütter im Team arbeiten, eigene Stärken entfalten und gemeinsam etwas Sinnvolles schaffen.

#7 Gertraud Auinger-Oberzaucher - Geht nicht, gibt´s nicht
Neuanfang in der Politik mit über 40
Gertraud Auinger-Oberzaucher erzählt von einem Motiv, etwas zu bewegen, statt sich auf ein bewährtes Berufsfeld zu verlassen. Aus langjähriger Unternehmerin wird sie durch den Wunsch, Österreich mitzugestalten, politisch aktiv. Die Entscheidung kam nicht abrupt, sondern entfaltete sich aus Erfahrung, Beobachtung und dem Glauben, dass andere Köpfe bessere Impulse setzen könnten. Ein Mandat entstand aus der Bereitschaft, zuzuhören, zu handeln und Inhalte sichtbar zu machen.
Welt zwischen Wirtschaft und Politik
Der Übergang bedeutet, Welten zu verbinden: Die Praxis der Führung in Unternehmen mit der Verantwortung politischer Aufgaben. Rückhalt kommt vom Umfeld; Reaktionen waren überwiegend positiv. Die Herausforderung liegt darin, Werte und Ziele konsistent zu vertreten, ohne in eine reine Privat- oder Berufswelt zu drifteten. Durch Netzwerke, Sparring-Partnerinnen und kollegiale Unterstützung findet sie Balance und bleibt ihrer Innenseite treu.
Erste Rede und politischer Stil
Die erste Rede im Parlament war geprägt von Nervosität, aber auch vom Wunsch, Politik greifbar zu machen. Relevanz stand im Vordergrund: nicht nur persönliche Perspektiven, sondern konkrete Auswirkungen auf Gesellschaft. Ein wichtiger Aspekt war der Stilwechsel zu mehr greifbarer Politik. Selbstreflexion bleibt zentral; konstruktives Feedback hilft beim Weiterentwickeln. Wichtig ist, mit einer klaren Haltung vorzutreten, ohne sich von Zweifeln lähmen zu lassen.
Chancen für Frauen ab 40 im Arbeitsleben
Es geht um Sichtbarkeit und echte Chancen statt Vorurteile. Alter wird als Ressource gesehen, nicht als Hindernis. Bedeutend ist das Zusammenführen von Erfahrungen, Netzwerken und Mut. Role Models und gemeinsamer Austausch helfen, Barrieren zu überwinden. Freiwillige Verantwortung, Eigenverantwortung und ein offenes Umfeld schaffen Raum, damit Frauen ab 40 oder 50 neue Wege gehen können, ohne starren Erwartungen zu folgen.