
Frauen im Fokus - Jetzt sind wir dran!
SBB Kompetenz gGmbH, IN VIA Hamburg e.V.
Beschreibung
Der Podcast „Frauen im Fokus – Jetzt sind wir dran!“ erzählt die persönlichen Geschichten von zugewanderten Frauen.
Wir teilen Erfolgserlebnisse, Herausforderungen und die Kraft der Gemeinschaft. Lassen Sie sich von unseren Gästen inspirieren und begleiten Sie uns auf dieser Reise.
Das Projekt "Jetzt bin ich dran! Zugewanderte Frauen starten beruflich durch" wird im Rahmen des Programms "MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Vom Neustart zur neuen Berufung
Hintergrund und Weg nach Deutschland
Nardos stammt aus Äthiopien und lebt seit mehreren Jahren in Deutschland. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Informatikerin. Über einen alten Flyer fand sie Kontakt zu einem Integrationsprojekt, das Begleitung beim Berufsweg bietet. Erste Treffen verliefen überwiegend positiv, auch wenn Anfahrtswege und adressbezogene Missverständnisse Hürden darstellten. Die Begegnungen gaben ihr Vertrauen und Unterstützung bei der Orientierung im neuen Umfeld.
Berufliche Erfahrungen und Mia-Kurs
In Deutschland sammelte sie unterschiedliche Erfahrungen, darunter Aufklärungsfeldarbeit zu sensiblen Themen im Plan-International-Projekt über Beschneidung, sowie Präsentationen in Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen. Die Mia-Kurs-Angebote von Migrantinnen im Alltag stellte sie als Lehrkraft vor, was ihr zeigte, wie viel Kopf- und Organisationstalent erforderlich ist und wie der direkte Umgang mit Frauen neue Berufsperspektiven eröffnet.
Sprachbarriere und Strategien zur Integration
Die Sprache stellte eine zentrale Barriere dar, besonders in telefonischen und bürokratischen Abläufen. Unterstützung kam von Kolleginnen, die beim Schreiben halfen, und durch regelmäßige Kontakte in Zentren für Familien. Durch aktive Teilhabe, Gespräche in Treffpunkten und das Erwerben von Deutschkenntnissen über Alltagsangebote baute sie Selbstvertrauen auf und gewann Orientierung im Arbeits- und Sozialleben.
Zukunftsperspektiven und Selbstverständnis
Beruflich richtet sich ihr Blick auf den Sozialbereich: eine Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz (SPA) oder ähnliche Wege. Durch Erfahrungen mit Mia-Kursen und sozialer Arbeit erkennt sie neue Stärken im Umgang mit Menschen und plant, Zukunftswege mit Ausbildung und praktischen Tätigkeiten zu verbinden. Ihre Geschichte betont den Wert von Ausdauer, Vernetzung und dem Mut, neue Rollen anzunehmen.

Unaufhaltsam nach vorn
Fluchtweg, Ankunft und Hindernisse
Zaha schildert eine lange Reise von der Türkei über Serbien nach Deutschland, begleitet von Erschöpfung, Umzügen und unsicheren Unterkünften. Trotz enormer Belastungen bleibt der Wunsch bestehen, Deutsch zu lernen, eine Wohnung zu finden und Arbeit zu sichern. In dieser Phase wird deutlich, wie Unterstützung von Menschen in Heimen und Kirchen beim Spracherwerb hilft und Orientierung bietet.
Bildung, Sprache und Selbstmotivation
Mit der Zeit beginnt Zaha Deutsch zu lernen, nutzt Gelegenheiten in Kirchen und Lernhilfen; sie minimiert Barrieren durch eigenständiges Lernen, auch beim Essen, um Sprachkenntnisse zu festigen. Rückschläge wie Wartezeiten auf Aufenthaltstitel werden überwunden. Durch persönliche Beispiele und Unterstützung kommt der Wille, formale Abschlüsse anerkennen zu lassen und sich weiterzubilden, unabhängig von familiärem Stress.
Beruflicher Neubeginn und Coaching
Angekommen in Hamburg strebt Zaha eine medizinische Ausbildung an. Dank Anerkennung des bisherigen Schulabschlusses gelingt der Weg, einen mittleren Schulabschluss zu erhalten. Ein kurzes Coaching stärkt ihr Selbstvertrauen, die B2-Unterweisung wird erfolgreich abgeschlossen, parallel zu Job und Kinderbetreuung. Die Bereitschaft, Neues zu wagen, zahlt sich aus und eröffnet Planungsspielräume für eine Teilzeitausbildung.
Praktikum, Staatsbürgerschaft und Zukunftsperspektiven
Ein Praktikum in einer Hausarztpraxis bestätigt das Berufsfeld und führt zu einem konkreten Ausbildungsziel. Nach harter Arbeit gelingt der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, wodurch sich langfristige Chancen für Studium und Beruf verbessern. Die Geschichte betont Ausdauer, Unterstützungssysteme und den Blick nach vorn als Treiber für eine stabilere Zukunft der Familie.

Die Kraft der Sprache
Hintergrund und Bedeutung der Sprache
Tatevik, aus Armenien stammend, lebte lange in der Ukraine, bevor sie nach Deutschland floh. In der neuen Umgebung war der Anfang herausfordernd, doch der Umgang mit der Sprache wurde als zentral für Integration, Arbeit und Selbstständigkeit erkannt. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren lernte sie Deutsch zügig, während ihr Sohn geboren wurde und sie sich gleichzeitig neu orientierte.
Familienleben, Unterstützung und Nachbarschaft
Die Familie fand vorübergehend Zuflucht bei einer gastfreundlichen deutschen Familie. Dort erhielten sie Unterstützung bei Behördenangelegenheiten und Alltagsanliegen, sodass Kontakte in der Umgebung entstanden. In der Nachbarschaft pflegt Tatevik Beziehungen zu drei älteren Frauen, von denen sie regelmäßig Unterstützung beim Kochen und Backen erhält, was zu einem stabilen sozialen Netz beiträgt.
Berufliche Wege und Projektunterstützung
Mit dem Ziel, beruflich Fuß zu fassen, wandte sich Tatevik an ein Beratungsprojekt. Von Anfang an wurden Unterlagen professionell aufbereitet, Bewerbungsfotos erstellt und gezielt Stellen recherchiert. Eine enge Begleitung bei Vorstellungsgesprächen sowie emotionale Unterstützung halfen, Hürden zu überwinden und erste Berufserfahrungen zu sammeln, obwohl das erste Arbeitsumfeld nicht dauerhaft passte.
Engagement, Perspektiven und Beobachtung
Neben einer Bürotätigkeit arbeitet Tatevik ehrenamtlich als Sprach- und Kulturdolmetscher, um Neuankömmlingen zu helfen. Die Erfahrungen zeigen, dass eine unterstützende Arbeitskultur und gegenseitige Hilfe entscheidend sind. Als Fazit wird betont, dass der Spracherwerb eine zentrale Rolle für Integration und Sicherheit spielt und dass frühe Sprachinvestitionen den Weg zu Abschluss, Selbstständigkeit und Zugehörigkeit erleichtern.