
FREIRÄUME
Mario Rieder
Beschreibung
- Wie können wir Bildung so gestalten, dass sie Menschen in ihrer Selbstbestimmung stärkt, Räume für Diversität und Mehrsprachigkeit öffnet und Teilhabe fördert?
- Wie können wir gute Bildungszugänge und Bildungswege für alle möglich machen und damit sozialen Ungleichheiten entgegenwirken?
- Und wie ermöglichen wir die FREIRÄUME, die es dafür braucht?
Mein Name ist Mario Rieder und ich beschäftige mich seit etwa vierzig Jahren in meiner beruflichen und politischen Arbeit damit, wie wir wirksame Antworten auf diese Fragen geben können.
Antworten, von denen ich in diesem Podcast erzähle, auf der Basis meiner Erfahrungen ebenso wie jener Antworten, die Wissenschaft und Praxis uns darauf geben. Auch im Austausch mit spannenden Expert:innen.
Um mit all dem Orientierungen und Argumente bereit zu stellen, anzuregen und zu ermutigen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#14 Vom Verein Wiener Kinder- und Jugendbetreuung zur BiM GmbH
Einführung in die Freizeitpädagogik
Der Podcast behandelt die Entwicklung der Freizeitpädagogik an Wiener Ganztagsschulen. Der Sprecher reflektiert über seinen Wechsel von der VHS zur BIM GmbH und die Herausforderungen, die damit verbunden waren.
Der Weg zur BIM GmbH
Der Sprecher beschreibt seine persönlichen Beweggründe sowie die strategischen Überlegungen, die zu seiner Entscheidung führten, die Leitung des Vereins Wiener Kinder- und Jugendbetreuung zu übernehmen. Er betont die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit und die Notwendigkeit, die Rolle der Freizeitpädagoginnen zu stärken.
Stärkung der Freizeitpädagogik
Ein zentrales Anliegen war es, die Freizeitpädagoginnen nicht nur als betreuende Hilfskräfte, sondern als qualifizierte Pädagoginnen wahrzunehmen. Der Sprecher hebt hervor, dass deren Diversität und Mehrsprachigkeit eine wertvolle Bereicherung für die Schulen darstellen.
Kulturelle Diversität und Herausforderungen
Der Sprecher thematisiert die Herausforderungen, die mit der Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit und kultureller Diversität in Schulen verbunden sind, und betont die Notwendigkeit, Vorurteile abzubauen.
Organisatorische Veränderungen
Der Podcast beschreibt die organisatorischen Veränderungen, die im Verein durchgeführt wurden, um Transparenz und Professionalität zu erhöhen. Die Gründung der BIM GmbH wurde als entscheidender Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Wahrnehmung der Freizeitpädagogik angesehen.
Abschluss und Ausblick
Der Sprecher schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Projekte der BIM GmbH, wie die Entwicklung von Ferienprogrammen, und bedankt sich bei den Zuhörern.

#13 Was die Bildungspolitik von einem Berliner Schulleiter lernen kann
Einführung in die Bildungsdiskussion
In dieser Episode wird die Bedeutung einer Bildung hervorgehoben, die Selbstbestimmtheit fördert und sozialen Ungleichheiten entgegenwirkt. Mario Rieder thematisiert die Arbeit des Schulleiters Engin Çatak, der erfolgreiche Bildungsarbeit unter schwierigen Bedingungen leistet.
Engin Çatak und seine Ansätze
Engin Çatak hat die Friedrich-Bergius-Schule, die zuvor als "schlimmste Schule Deutschlands" galt, in kurzer Zeit positiv umgestaltet. Er betont die Notwendigkeit von Dialog und Empathie in Schulen, um Schüler als Subjekte des Lernens zu stärken und ihnen Verantwortung zu übertragen.
Kritik an der Bildungspolitik
Rieder kritisiert die aktuelle Bildungspolitik, die sich auf externe Interessen konzentriert und den Fokus auf Leistung und Anpassung legt, anstatt kritisches Denken und selbstbestimmtes Handeln zu fördern. Er fordert eine Abkehr von einem rein utilitaristischen Ansatz und mehr Raum für individuelle Entwicklung.
Die Würde der Schüler
Ein zentraler Punkt ist die Würde der Kinder und Jugendlichen, die in der Bildungspolitik oft ignoriert wird. Rieder hebt hervor, dass die bestehenden Strukturen und politischen Maßnahmen viele Schüler diskriminieren und stigmatisieren, was negative Auswirkungen auf ihr Vertrauen in die Gesellschaft hat.
Ausblick und Optimismus
Engin Çatak hat seine Arbeit an der Bergius-Schule beendet und wechselt in die Berliner Schulverwaltung, um dort weitere Veränderungen zu bewirken. Rieder schließt mit optimistischen Gedanken, dass Veränderungen möglich sind, wenn Pädagogen und Schüler gemeinsam an einem Strang ziehen.

#12 Der Weg der VHS Wien von der Strukturreform zu innovativen Leuchtturmprojekten
Hintergrund der Strukturreform
Die bisherigen 18 VHS-Vereine wurden zu einem gemeinsamen, wienweit agierenden Unternehmen zusammengeführt. Ein plötzlicher Todesfall verursachte ein formales Vakuum, wodurch der Betrieb vorübergehend über Fördervereine lief. Verträge, Bankkonten und Finanzierungsvereinbarungen konnten zunächst nicht abgeschlossen werden. Eine erhebliche Rückstauphase verlangte schnelles Handeln, damit der Reformprozess wieder in Fahrt kommt und die organisatorische Grundlage konkret gefüllt wird.
Neue Orientierung und Öffnung
Der Fokus verlagert sich vom reinen Kursangebot auf den Kernauftrag der Bildung. Zielgruppenspezifische Angebote, interkulturelle Öffnung und verstärkte Vernetzung mit Stadt, NGOs und Kooperationspartnern werden betont. Öffentliche Bildung wird als gemeinschaftlicher Auftrag gesehen, der Zugänge erleichtert, Diversität fördert und durch offene, niedrigschwellige Bildungswege sichtbar wird.
Leuchtturmprojekte und Infrastruktur
Wichtige Initiativen umfassen Beratungs- und Betreuungseinrichtungen Deutsch, Gratis-Lernhilfe, Jugendcollege sowie den Lernraum Wien. Kooperative Leitungen und Partnerschaften stärken die Bildung vor Ort, insbesondere durch integrative Zentren, Forschung und pädagogische Netzwerke. Die Zusammenarbeit mit Expertinnen wie Werner Gruber zeigt neue Formen der populär bildenden Wissenschaft.
Reflexion und Weg nach vorn
Die Strukturreform ist verankert, die VHS erweist sich als gemeinsames Unternehmen mit breiter aufgestellter Bildungsarbeit. Widerstände und diplomatische Verhandlungen gehören zum Veränderungsprozess, doch Persistenz zahlt sich aus. Die volksbildnerische Mission bleibt Kernbotschaft: Bildung als offenes, beteiligendes und demokratisches Impulszentrum für die Stadt.