
Grüne Stimmen für Bamberg - Menschen. Ideen. Zukunft.
Markus Raupach
Beschreibung
Hier sprechen wir mit den Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Bamberg über das, was sie bewegt: Ihre Ideen, ihre Lieblingsorte und ihre Visionen für unsere Stadt.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 1 (Juni 2026) - Jonas Glüsenkamp
Wahlen und deren Auswirkungen
Jonas Glüsenkamp, der zweite Bürgermeister von Bamberg, reflektiert über die kürzlich stattgefundenen Kommunal- und Oberbürgermeisterwahlen. Er beschreibt die Spannungen und die knappen Ergebnisse, die im Vorfeld zu intensiven Gesprächen führten. Trotz seines Ziels, die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen, musste er akzeptieren, dass dies nicht gelang, und nun fokussiert er sich auf die Herausforderungen, die vor ihm liegen.
Zusammenarbeit und Herausforderungen im Stadtrat
Die Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen im Stadtrat ist entscheidend, um eine zersplitterte politische Landschaft zu navigieren. Glüsenkamp betont, dass Vertrauen und Kommunikation unerlässlich sind, um effektiv zusammenzuarbeiten und die Herausforderungen der Stadt zu bewältigen.
Verwaltungsreform und Digitalisierung
Ein zentrales Anliegen von Glüsenkamp ist die Notwendigkeit einer Verwaltungsreform, um die Digitalisierung voranzutreiben und die Bürgernähe zu erhöhen. Er spricht von der Wichtigkeit interdisziplinärer Projektteams, um die Effizienz der Stadtverwaltung zu verbessern.
Soziale Themen und Projekte
Glüsenkamp nennt konkrete soziale Projekte, die er anstoßen möchte, darunter die Verbesserung der Unterbringung von wohnungslosen Frauen und die Optimierung pädagogischer Angebote in Kitas. Er sieht Transparenz als Schlüssel zur Bürgernähe und möchte den Podcast nutzen, um Einblicke in die kommunale Politik zu geben.
Medienlandschaft und deren Herausforderungen
Ein weiteres Thema ist die Entwicklung der Medienlandschaft. Glüsenkamp äußert Bedenken über die Kommerzialisierung von Nachrichten und die Gefahr von Clickbaiting. Er betont die Bedeutung von qualitativ hochwertigem Journalismus für die Demokratie und ermutigt die jüngere Generation, sich für lokale Medien zu engagieren.
Kulturelle Veranstaltungen und Stadtentwicklung
Das Kontaktfestival wird als ein wichtiges kulturelles Ereignis hervorgehoben, das die Stadt bereichert. Glüsenkamp betont die Notwendigkeit, solche Veranstaltungen langfristig zu sichern und sieht sie als Teil der Identität Bambergs. Zudem spricht er über die Herausforderungen im Stadtmarketing und die Notwendigkeit einer klaren Zieldefinition.
Zukunftsausblick und persönliche Ziele
Glüsenkamp äußert den Wunsch, eine Verwaltung zu schaffen, die den Bürgern dient und nicht gegen sie arbeitet. Er sieht die Notwendigkeit, soziale Ungleichheiten abzubauen und gleichzeitig die Umwelt- und Klimapolitik voranzutreiben, um auch zukünftigen Generationen eine lebenswerte Stadt zu hinterlassen.

Listenplatz 19 - Birgit Bücker
Biografie und pädagogischer Hintergrund
Birgit Bücker ist Biologie- und Deutschlehrerin mit langjähriger Schulerfahrung in verschiedenen Schulformen. Sie beschreibt ihren Werdegang als Weg von Nordrhein-Westfalen nach Bayern, arbeitet in Bamberg an einer Mädchenschule und schätzt die kreative Unterrichtsgestaltung, die Vielfalt und Praxisnähe der Fächer. Die Perspektive auf Lehrerdeutsch- und Naturwissenschaften betont sie als Verbindung von Fachwissen, pädagogischer Praxis und offener Lernkultur.
Erinnerungen und Projekte in der Schule
In einer fünften Klasse initiierte sie ein Wettbewerbsexperiment namens Germany's Next Top Apple, das den Anbau einheimischer Obstsorten, Verkostung und Abstimmung kombinierte. Ziel war eine Wertschätzung von Lebensmitteln und ein praxisnaher Zugang zu Biologie. Schülerinnen erhielten Einblick in Sortenvielfalt, Geschmack und Ernährungsbeziehungen, wodurch Neugier und Lernmotivation gestärkt wurden.
Globaler Blick und Umweltengagement
Durch Auslandserfahrungen in Frankreich sowie Deutschunterricht für Geflüchtete entwickelte sie eine globale Perspektive. Engagement zeigte sich im Eine-Welt-Kreis, in Bildungsangeboten und im Weltacker-Projekt, das globale Ernährungsdynamiken zeigt und deren ökologische Folgen sichtbar macht. Diese Erfahrungen prägen ihr Verständnis von Bildung als Brücke zur Umwelt- und Ressourcenschutzarbeit.
Motivation, Klima und künftige Schritte
Klimaanpassung, Schutz von Natur und Stadtökologie stehen im Zentrum ihres politischen Interesses. Inspiriert von lokalen Klimaexperten, plädiert sie für Schwammstadt, Entsiegelung und Naturschutzgebiete. Sie betont positive Energie durch Bewegung in der Natur, Familie und gemeinschaftliches Engagement, mit dem Ziel, jungen Menschen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Listenplatz 18 - Wolfgang Grader
Hintergrund und Weg nach Bamberg
Wolfgang Grader kommt ursprünglich aus Wien. Er ist Theologe und Lehrer, zog aus Liebe nach Bamberg und absolvierte erneut das Lehramt. Seine Karriere führte ihn in verschiedene Schulen, zuletzt als Schulleiter. In Bamberg schätze er die hohe Lebensqualität, das kulturelle Angebot und den offenen Austausch mit der Bevölkerung. Er betont die Bedeutung von internationaler Perspektive und lokaler Verantwortung als Motivationen für sein Engagement.
Politische Aktivitäten, Tibet und Grüne
Grader engagiert sich seit jeher für Menschenrechte und Frieden. Über tibetische Initiativen kam er zu den Grünen, um von innen politische Veränderungen anzustoßen. Er erinnert an Begegnungen mit dem Dalai Lama in Bamberg und Nürnberg und hebt die Arbeit als NGO hervor, die auf nachhaltige Einflussnahme zielt. Sein politischer Weg verbindet Friedensbewegung, Umwelt- und Menschenrechtsfragen mit praktischer Lokalpolitik.
Wahlkampf, Stadtrats- und Bezirksarbeit
Als Oberbürgermeisterkandidat der Grünen erfuhr er Anerkennung in Bamberg, obwohl er kein Einheimischer war. Er spricht über veränderte politische Landschaften, die Rolle von Werten wie Umwelt, Freiheit und Gerechtigkeit sowie die Notwendigkeit, Politik an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Er ist seit Jahren Schulleiter und Bezirksrat, strebt eine erneute Stadtratskandidatur an und betont Zusammenarbeit mit erfahrenen und neuen Grünen.
Persönliches, Reisen, Kultur und Zukunftsblicke
Zu persönlichen Interessen gehören Lesen, kulturelles Engagement und der Blick über Grenzen hinweg. Reisen nach Tibet und China prägen seine Sicht auf Freiheit und Menschenrechte; Auslandsaufenthalte bereichern seine Perspektive auf Bildung und Gesellschaft. Er reflektiert kritisch politische Entwicklungen, auch international, und betont die Bedeutung einer Schule, die soziale Vielfalt, Inklusion und Gesundheitsversorgung stärkt. Die Zukunft sieht er in einer aktiven Mitgestaltung der lokalen Politik.