
Himmel & Hier
Evangelischer Presseverband für Bayern e.V.
Beschreibung
In der ersten Staffel widmet sich Host Matthias Naebers dem Seelsorge-Thema "Zuhören". Im Gespräch mit Experten aus der Praxis – von der Krisenseelsorge bis zum Pilgerweg – verbinden wir psychologische Tiefe mit einer offenen, christlichen Grundhaltung.
Statt einfacher Antworten gibt es hier echtes Interesse am Menschen, faszinierende Lebensgeschichten und ganz konkrete Werkzeuge für Ihr eigenes Leben. Manchmal scheint der Himmel ziemlich weit weg zu sein – besonders im lauten, stressigen Alltag. Genau da setzt „Himmel & Hier“ an: Wir holen die großen Fragen des Lebens auf den Boden der Tatsachen.
Sie haben Fragen, Feedback oder möchten Ihre eigenen Gedanken mit uns teilen? Schreiben Sie uns jederzeit gerne an: himmelundhier@epv.de
Hören Sie rein und machen Sie Ihren Alltag ein bisschen himmlischer – direkt hier und heute.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Einfach mal zuhören: Warum Caro Fellhauer wildfremden Menschen ihre Zeit schenkt
Einführung in das Zuhörprojekt
Im Podcast spricht Caro Fellhauer über ihr Engagement im Projekt "Zeit zum Zuhören", das darauf abzielt, Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken und Gefühle ohne Bewertungen oder Ratschläge zu teilen. Caro setzt sich mit einem Wimpel auf eine Bank in Augsburg und wartet darauf, dass Menschen sich zu ihr setzen.
Die Bedeutung des Zuhörens
Caro betont, dass Zuhören ein Geschenk ist und dass selbst kleine Interaktionen im Stadtalltag wichtig sind. Das Projekt sendet ein Zeichen der Verbundenheit und zeigt, dass Menschen bereit sind, Zeit für andere zu investieren.
Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen
Caro teilt ihre persönlichen Erfahrungen, einschließlich einer schweren Krankheit, die ihren Blick auf Zeit und zwischenmenschliche Beziehungen verändert hat. Sie erkennt, wie wertvoll es ist, einfach da zu sein und zuzuhören.
Gesellschaftliche Relevanz
Das Projekt soll gegen Einsamkeit und Radikalisierung wirken. Caro beobachtet, dass viele Menschen im Alltag wütend sind, weil sie sich übersehen fühlen. Durch echtes Interesse und Zuhören kann diese Wut abgebaut werden.
Tipps für den Alltag
Caro ermutigt die Zuhörer, das Zuhören auch ohne Wimpel in den Alltag zu integrieren, indem sie einfach andere anlächeln und kleine Gespräche initiieren. Diese kleinen Gesten können bereits einen positiven Unterschied machen.

Wie man zwischen Likes und Kommentaren wirklich hinhört... mit Anna Bamberger
Die Kunst des Zuhörens im digitalen Zeitalter
In dieser Episode wird das Thema Zuhören im Kontext der digitalen Welt erörtert. Der Podcast untersucht, wie echtes Interesse zwischen den flüchtigen Inhalten von Social Media wie Reels und Likes gezeigt werden kann.
Gast: Anna Bamberger
Die Pfarrerin Anna Bamberger, bekannt als "Pfarrerin Anna" auf Instagram, teilt ihre Erfahrungen und Einsichten über digitale Seelsorge und die Herausforderungen des Zuhörens im Internet.
Der Spagat zwischen digitaler und analoger Seelsorge
Anna berichtet von ihrem Einstieg in die sozialen Medien als Neujahrsvorsatz und der Bedeutung von Emojis zur Kommunikation in der digitalen Welt. Sie betont, dass die Bereitschaft, zuzuhören, entscheidend ist.
Erkennen von Hilferufen
Menschen zeigen oft subtile Anzeichen von Bedürfnis nach Hilfe, die durch wiederholte Interaktionen in sozialen Medien zu erkennen sind. Anna erklärt, dass seelsorgerliches Zuhören auch online möglich ist, erfordert aber eine bewusste Haltung.
Umgang mit Negativität und Ohnmacht
Der Podcast thematisiert den Umgang mit negativen Kommentaren und der Ohnmacht, die Seelsorger manchmal empfinden. Anna beschreibt, wie wichtig ein Unterstützungsnetzwerk ist, um sich vor toxischen Einflüssen zu schützen.
Praktische Tipps für empathisches Zuhören
Der Schlüssel zu effektivem Zuhören im digitalen Raum ist Langsamkeit. Anna ermutigt dazu, einen Moment innezuhalten und nachzufragen, um Missverständnisse zu vermeiden und tiefere Gespräche zu fördern.

Wie wir Menschen auf der Straße richtig zuhören... mit Lisa Hillenbrand
Zuhören als zentrale Haltung
Zuhören wird als Ausgangspunkt der Arbeit beschrieben: aufmerksam, unvoreingenommen und ohne sofortige Hilfsangebote zu platzieren. Die Streetworkerin erklärt, wie sich Vertrauen durch Verlässlichkeit, wiederholte Begegnungen und geduldiges Zuhören entwickelt, statt Druck auszuüben. Gespräche werden als Weg gesehen, dem Menschen Raum zu geben und ihn in seiner Privatsphäre zu respektieren, ohne sich hinter Büroregularien zu verstecken.
Alltagsherausforderungen der Straßenarbeit
Der Arbeitsalltag umfasst direkte Kontakte zu Obdachlosen auf der Straße, mit unklaren Rahmenbedingungen und oft eingeschränkten Schutzmechanismen. Vertrauen entsteht durch Beständigkeit und Bereitwilligkeit, wiederzukommen. Konflikte, Drohungen oder Abweisung gehören zum Bild, doch professionelle Grundhaltung und klare Auftragserfüllung helfen, Distanz zu wahren und dem Gegenüber zuzuhören.
Glaube, Begegnungen und Menschliche Nähe
Religion und Spiritualität treten in Gesprächen auf, besonders wenn Grundbedürfnisse wie Sicherheit oder Gesundheit nicht erfüllt sind. In stabileren Phasen finden sich oft religiöse Überzeugungen oder Zugehörigkeiten der Menschen. Das Gesprächsritual ermöglicht Perspektiven jenseits der Straße, wobei Vielfalt der Glaubensrichtungen respektiert wird.
Alltagstaugliche Orientierung zum Zuhören
Als pragmatischer Rat wird empfohlen, bewusst ohne Ablenkungen zu gehen, mobiler Abstand zu vermeiden und Zeit zu nehmen, die Umgebung wahrzunehmen. Dabei wird betont, dass echtes Zuhören eine Haltung des Offenlassens ist, die den Menschen Raum gibt und Begegnungen menschlich macht, unabhängig von schnellen Lösungsangeboten.