
Familie verfahren? Ein Blick hinter die Kulissen des Familienrechts
Christian Bruns
Beschreibung
Christian Bruns ist seit fast zwanzig Jahren Richter am Familiengericht. Er entscheidet über Sorgerecht, Kindeswohl, Unterhalt und Scheidung. In diesem Podcast erklärt er, wie diese Entscheidungen wirklich entstehen. Nicht nur, was im Gesetz steht, sondern wie ein Richter denkt, wenn er urteilt.
Familienrecht, erklärt von jemandem, der entscheidet. Für alle, die verstehen wollen, was sie erwartet.
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Trennungsunterhalt: Was zwischen Trennung und Scheidung gilt
Einblick in das Familiengericht
Christian Bruhns, Richter am Familiengericht, erläutert die Herausforderungen, denen sich getrennte Eltern und ihre Kinder gegenübersehen. Er bietet einen ehrlichen Blick auf das Familienrecht und erklärt, wie Entscheidungen im Familiengericht entstehen und welche Bedeutung das Kindeswohl hat.
Trennungsunterhalt und rechtliche Grundlagen
Im Fokus des Podcasts steht der Trennungsunterhalt, der gemäß § 1361 BGB während des Trennungsjahres zwischen getrennten Ehepartnern gilt. Bruhns erklärt, wie der Anspruch auf Trennungsunterhalt berechnet wird, welche Faktoren ihn beeinflussen und unter welchen Umständen er entfällt.
Anspruchsvoraussetzungen und Berechnung
Die Berechnung des Trennungsunterhalts erfolgt anhand des Bruttoeinkommens, von dem verschiedene Abzüge wie Steuern, Sozialabgaben und Kindesunterhalt vorgenommen werden. Bruhns erläutert den Halbteilungsgrundsatz und gibt praktische Beispiele zur Veranschaulichung der finanziellen Auswirkungen auf die Beteiligten.
Besonderheiten und Herausforderungen bei der Unterhaltsberechnung
Der Podcast thematisiert auch den Wohnvorteil und die Erwerbsobliegenheit, die bei der Berechnung des Unterhalts eine Rolle spielen können. Bruhns geht auf verschiedene Szenarien ein, die die Unterhaltsansprüche beeinflussen und erklärt rechtliche Konzepte wie Verwirkung und die Bedeutung der ehelichen Solidarität.
Fazit und Ausblick
Abschließend fasst Bruhns zusammen, dass während der Trennungszeit der Halbteilungsgrundsatz als Basis für die Unterhaltsberechnung gilt. Er ermutigt die Zuhörer, den Podcast mit anderen zu teilen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, und bietet eine Plattform für Fragen und Rückmeldungen.

Kindesunterhalt: Wer zahlt was – und warum
Einblick in das Familienrecht
Christian Bruns, Richter am Familiengericht, gibt einen umfassenden Überblick über das Thema Kindesunterhalt. Er beleuchtet die Herausforderungen, die getrennte Eltern und Kinder in dieser schwierigen Situation erleben, und erklärt, wie Entscheidungen im Familienrecht getroffen werden.
Kindesunterhalt verstehen
Die Episode widmet sich der Berechnung des Kindesunterhalts, der oft zu Konflikten zwischen getrennten Eltern führt. Bruns erklärt, wer Anspruch auf Unterhalt hat und wie dieser berechnet wird, indem er das Einkommen des zahlenden Elternteils und das Alter des Kindes einbezieht.
Sechs Schritte zur Unterhaltsberechnung
Bruns beschreibt die sechs zentralen Fragen, die bei der Unterhaltsberechnung zu klären sind, einschließlich der Unterhaltspflicht, der Höhe des Bedarfs, Abzüge und die Durchsetzung des Anspruchs. Die Düsseldorfer Tabelle wird als wichtiges Hilfsmittel zur Festlegung des Unterhaltsbetrags vorgestellt.
Besonderheiten und Ausnahmen
Es werden verschiedene Szenarien erläutert, wie z.B. das Residenzmodell und das paritätische Wechselmodell, sowie die Auswirkungen von Schulden und Verbindlichkeiten auf die Unterhaltszahlungen. Bruns betont die Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt.
Praktische Tipps für Eltern
Eltern wird geraten, vor gerichtlichen Schritten eine Vereinbarung über den Unterhalt zu treffen und gegebenenfalls das Jugendamt zur Titulierung des Unterhalts zu konsultieren. Bruns warnt vor den häufigsten Fehlern, die bei Anträgen auf Kindesunterhalt gemacht werden können.
Schlussfolgerungen
Die Episode schließt mit dem Hinweis, dass die Unterhaltsberechnung oft komplex ist, aber das Grundprinzip einfach bleibt: einer betreut, einer zahlt. Bruns ermutigt die Zuhörer, informiert und proaktiv in Bezug auf den Kindesunterhalt zu handeln.

Wer beweist, gewinnt – Zugewinnausgleich und der Kampf um die Zahlen
Einblick in das Familiengericht
Christian Bruns, Richter am Familiengericht, gibt einen persönlichen Einblick in die oft gefürchtete Welt des Familienrechts. Er beschreibt die emotionalen Herausforderungen, denen sich getrennte Eltern und ihre Kinder gegenübersehen, und erklärt, wie Entscheidungen über das Kindeswohl und das Güterrecht entstehen.
Missverständnisse im Güterrecht
Ein zentraler Punkt ist die weit verbreitete Fehlvorstellung, dass alles Vermögen in einer Ehe beiden Ehepartnern gehört. Bruns erläutert, dass der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft an den Eigentumsverhältnissen nichts ändert. Vermögen, das jeder Ehegatte vor und während der Ehe besitzt, bleibt zunächst dessen eigenes.
Der Zugewinnausgleich im Detail
Der Zugewinnausgleich erfolgt bei Scheidung oder Tod und berücksichtigt die Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen beider Partner. Bruns erklärt die Berechnungsmethodik und betont, dass der Zugewinnausgleich eine Geldforderung darstellt, nicht den Anspruch auf bestimmte Vermögenswerte.
Beweisproblematik im Verfahren
Ein erhebliches Problem in der Praxis stellt die Beweisführung dar, insbesondere wenn es darum geht, Vermögenswerte und deren Wert zu belegen. Oftmals sind Unterlagen über Jahre hinweg nicht mehr verfügbar, was zu Schwierigkeiten führen kann.
Prävention durch Dokumentation
Bruns empfiehlt, bereits während der Ehe Vermögensverzeichnisse zu führen und besondere Anschaffungen zu dokumentieren. Eine frühzeitige Bestandsaufnahme und klare Vereinbarungen können spätere Streitigkeiten und hohe Kosten erheblich reduzieren.
Gestaltungsspielräume im Güterrecht
Das Güterrecht bietet Spielräume durch Eheverträge, die den Zugewinnausgleich modifizieren oder ausschließen können. Bruns mahnt an, dass solche Verträge vor der Unterzeichnung rechtlich überprüft werden sollten.