
Warm, wärmer, am wärmsten - Klimawandelanpassung in der Praxis
Klimaregion Graz-Umgebung Nord
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Klimafittes Bauen mit Blick auf Klimawandelanpassung
Einführung in die Klimawandelanpassung
Im Podcast spricht Michaela Ziegler mit Architekt Gerhard Kopeinig über klimafittes Bauen und Sanieren. Kopeinig beschreibt sich als umfassend denkenden, nachhaltigen Architekten, der sich mit Bestandsanalysen und der Erhaltung von Lebensqualität beschäftigt.
Die Bedeutung des Klimafitten Bauens
Kopeinig betont, dass klimafittes Bauen wichtig ist, um sommerliche Überhitzung zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhalten. Dabei spielt die Gestaltung der Gebäude in Bezug auf den Sonnenverlauf und die Umgebung eine zentrale Rolle.
Das Projekt Volksschule Semriach
Die Volksschule Semriach wurde nach dem Klimaaktiv Goldstandard saniert. Kopeinig erläutert den Ansatz, den historischen Bestand wertzuschätzen und moderne Materialien wie Lärchenholz und Zellulose zu verwenden, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Herausforderungen und Tipps für Bauherren
Kopeinig gibt Tipps für private Bauherren, wie die Nutzung von Freiflächen und die Integration von ökologischen Lösungen. Er ermutigt, in bestehenden Gebäuden Potenziale zu erkennen und diese für die nächste Generation aufzubereiten.
Zukunftsperspektiven
Ein zentrales Anliegen ist es, Leerstände zu aktivieren und ein Bewusstsein für gemeinschaftliches Bauen zu schaffen. Kopeinig sieht die Verantwortung, die Errungenschaften vergangener Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Ressourcen zur Weiterbildung
Kopeinig empfiehlt verschiedene Online-Ressourcen, darunter klimaaktiv.at und die Mustersanierungsseite des Klimafonds, um sich über klimafitte Bauprojekte zu informieren und den Austausch mit Nutzern zu suchen.

Der Einfluss des Klimawandels auf unsere Gesundheit
Gesundheit, Klima und Hitze
Der Gesprächspartner betont den großen Einfluss des Klimas auf Gesundheit, wobei Hitze als zentrales Thema hervorsticht. Hitze verursacht Trockenheit, Nahrungs- und Wasserunsicherheit, beeinflusst Arbeit und Psyche und begünstigt die Ausbreitung von Pflanzen sowie neuen Pollenbelastungen. Das Thema betrifft Körper, Geist und Alltag gleichermaßen und erfordert ein umfassendes Verständnis der Zusammenhänge.
Betroffene Gruppen und Alltagsstrategien
Besonders gefährdet sind Kinder, Babys sowie Menschen mit Vorerkrankungen; auch gesunde Erwachsene in Berufen im Freien. Praktische Maßnahmen betreffen Verhalten bei Hitzewellen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, geeignete Kleidung, richtige Lüftung und Schattenplätze. Langfristig geht es um bauliche Anpassungen, Begrünung und eine Anpassung der Arbeits- und Lebensgewohnheiten an heiße Perioden.
Neophyten, Allergien und gesundheitliche Folgen
Neu eingewanderte Pflanzen wie Ragweed und Beifußblättriges Traubenkraut erhöhen Pollensaisonslänge und lösen Allergien aus. Zudem treten Kreuzreaktionen bei Lebensmitteln auf, wodurch Betroffene auch auf Kürbisgewächse, Melonen, Zucchini, Bananen oder Karotten reagieren können. Diese Entwicklungen stellen wachsende Herausforderungen für das Gesundheitssystem dar.
Gesundheitsbereich, Anpassung und Informationen
Im Gesundheitssektor gilt es, Ressourcen zu schonen, schädliche Gase zu reduzieren und Abfall sinnvoll zu trennen. Individuelle Entscheidungen wie Fuß-, Rad- oder ÖV-Nutzung unterstützen Anpassung und Gesundheit. Wichtig sind Hitzeschutzplanung, Bewusstsein für risikogruppen und gemeinschaftliche Maßnahmen. Informationsquellen umfassen regionale Pläne, spezialisierte Webangebote und Klimaberichte zur Orientierung.

Streuobstkartierung in der Region
Hintergrund und Beteiligte
Im Gespräch geht es um Streuobstbestände in der Klimaregion Graz-Umgebung Nord. Wolfgang Weingal erläutert seine Rolle als Geschäftsführer und Redakteur sowie die Motivation, Bestände zu erfassen, zu beschreiben und klimataugliche Sorten zu verjüngen. Eine zentrale Partnerschaft bildet die Zusammenarbeit mit Experten, Gemeinden und regionalen Obst- und Gartenbauvereinen, um alte Obstarten zu erhalten und deren Potenziale sichtbar zu machen.
Vorgehen der Streuobstkartierung
Geplant ist eine Bestandsaufnahme alter Bäume ab etwa 35 Jahren. Die Kartierung erfolgt mit fachlicher Unterstützung, etwa durch Diplom-Schneider-Katharina Varaditirna. Ziel ist, Bäume, Koordinaten und Sorten zu dokumentieren, um genetische Vielfalt zu sichern und Vermehrung zu ermöglichen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Veredelung, Saatgutgewinnung und regionale Verwertung.
Klimawandel, Sortenwahl und Nutzen
Robuste Sorten und regionale Anpassung spielen eine zentrale Rolle. Alte Muttersorten zeigen bessere Widerstandskraft gegenüber Klimaextremen und Krankheitsdruck. Streuobst wird als Teil nachhaltiger Kreisläufe gesehen, der lokale Logistik, Ernte, Verarbeitung und Verteilung stärkt. Durch kurze Wege profitieren Landwirte, Verbraucher und Ökosysteme gleichermaßen.
Beteiligung, Tipps und Ressourcen
Jeder kann beitragen, etwa durch sinnvolle Baumpflanzungen im Garten, Kombinationen von Obstbäumen mit Nussbäumen oder Weinstöcken. Kooperationen mit Nachbarn und lokalen Akteuren werden gefördert. Informationen und Unterstützung finden sich über regionale Obstvereine, Streuobst Österreich und regionale Bildungsprojekte in Schulen.