
INTERKULTURELL PODCAST
Arbeitsgemeinschaft interkulturell der SEA
Beschreibung
Vision: "Wir möchten, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen in der Schweiz Jesus Christus kennenlernen und ihm ähnlicher werden. Wir streben eine leidenschaftliche interkulturelle Gemeinschaft an, die Gottes Mission in der Schweiz vorantreibt".
Wer: «Interkulturell» ist eine Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Sie dient als Kompetenzzentrum für internationale Gemeinden, Migrationskirchen, interkulturelle Bildung, Gemeindebau, Leiterschaft, Flüchtlingsarbeit und Vernetzung.
https://interculturel.info/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Schuld oder Scham? Ein Schlüssel, um andere Kulturen wirklich zu verstehen | Müllers
Einführung in das Thema
Der Podcast behandelt die komplexen Themen von Ehre, Scham, Harmonie und rechtsschuldorientierten Kulturen. Die Gastgeber begrüßen die Gäste Johannes und Barbara Müller, die über ihre Erfahrungen in Westafrika und ihre interkulturelle Arbeit in der Schweiz berichten.
Vorstellung der Gäste
Johannes und Barbara Müller haben 14 Jahre in Guinea gelebt, wo sie in der Leiterförderung und Mobilisierung der Kirche für unerreichte Völker tätig waren. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz haben sie sich in der interkulturellen Arbeit engagiert, insbesondere mit afrikanisch geleiteten Kirchen.
Interkulturelle Herausforderungen
Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen, die bei der Interaktion zwischen verschiedenen Kulturen auftreten, insbesondere in der Schweiz, wo viele Migranten leben. Die Gäste betonen die Wichtigkeit des kulturellen Verständnisses und der Sensibilität im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen.
Ehre und Scham als zentrale Konzepte
Ein zentrales Thema ist der Unterschied zwischen Ehre und Scham in verschiedenen Kulturen. Während in kollektivistischen Kulturen Ehre eine zentrale Rolle spielt, sind in individualistischen Kulturen Schuld und Rechtmäßigkeit entscheidend. Es wird betont, dass die Erziehung und die kulturellen Hintergründe das Gewissen und das Verhalten von Menschen prägen.
Praktische Beispiele und Erfahrungen
Die Müller erzählen von persönlichen Erfahrungen, die die Unterschiede zwischen Kulturen verdeutlichen, und bieten Einblicke, wie Missverständnisse entstehen können. Sie geben Beispiele aus ihrem Leben in Guinea und der Schweiz, die die Herausforderungen und Missverständnisse zwischen Ehre und Scham illustrieren.
Die Rolle der Kirche
Die Gäste diskutieren die Rolle der Kirche im interkulturellen Dialog und betonen, dass die Gemeinschaft eine zentrale Rolle spielt. Die Kirche sollte ein Ort sein, an dem Menschen aus verschiedenen Kulturen sich willkommen und akzeptiert fühlen.
Empfehlungen für interkulturelle Kontakte
Um interkulturelle Kontakte zu fördern, empfehlen die Müller, zuzuhören, zu beobachten und keine voreiligen Urteile zu fällen. Die Wertschätzung der kulturellen Unterschiede und die gegenseitige Anerkennung sind entscheidend für eine harmonische Integration.
Literaturempfehlungen
Der Podcast schließt mit Empfehlungen für weiterführende Literatur, darunter Bücher über Ehre, Scham und interkulturelle Kommunikation, die helfen können, das Verständnis für verschiedene Kulturen zu vertiefen.
Schlussfolgerung
Die Müller ermutigen dazu, die Vielfalt der Kulturen zu schätzen und Gottes Liebe in den Mittelpunkt zu stellen. Es wird darauf hingewiesen, dass sowohl Wahrnehmung als auch Wertschätzung die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben bilden.

Von Syrien in die Schweiz – Wie Jesus Annas Leben veränderte | Anna Shammas
Einführung und interkulturelle Themen
Im Podcast wird ein Kurs zum Thema interkultureller Gemeindebau vorgestellt, der lokalen Gemeinden helfen soll, verschiedene Kulturen besser zu verstehen. Anna Shammas, die Gäste des Podcasts, teilt ihre persönliche Geschichte und Erfahrungen aus ihrer Kindheit in Aleppo, Syrien.
Aufwachsen in Aleppo
Anna beschreibt Aleppo als eine große Handelsstadt mit einer vielfältigen Bevölkerung, in der Muslime und Christen in getrennten Vierteln lebten. Ihre Kindheit war geprägt von einer normalen christlichen Erziehung, in der sie regelmäßig zur Kirche ging, aber auch die kulturellen Spannungen zwischen den Religionen erlebte.
Migration in die Schweiz
Anna und ihre Familie verließen Syrien im Jahr 2001, als sie 19 Jahre alt war. Sie schildert die Herausforderungen des Asylprozesses in der Schweiz, der von Unsicherheit und Angst geprägt war. Nach einer langen Wartezeit erlebte sie eine tiefgreifende spirituelle Veränderung.
Spirituelle Entwicklung
Nach zwei Jahren in der Schweiz begegnete Anna Jesus auf eine persönliche Weise, was ihr half, aus der Angst und Depression auszubrechen. Sie beschreibt, wie ihre Beziehung zu Gott sich vertiefte und sie einen neuen Sinn und eine Berufung in ihrem Leben fand.
Berufung und Engagement
Anna ist heute in der EMK Schweiz tätig und setzt sich für die Integration und Unterstützung von Migranten und Flüchtlingen ein, insbesondere durch Projekte wie "Grace in Greece", bei dem sie Teams nach Griechenland führt, um Bedürftigen zu helfen.
Abschließende Gedanken
Anna ermutigt die Zuhörer, ihren eigenen Wert zu erkennen und aktiv an Gottes Mission teilzunehmen, da jeder Mensch einen einzigartigen Schatz in sich trägt, der zur Veränderung in der Welt beitragen kann.

Radikalisiert, frustriert – und heute Experte gegen Islamismus: Ahmad Mansours Geschichte
Lebensweg und Prägung
Ahmad Mansour beschreibt eine Herkunft aus einer arabisch-palästinensischen Familie in Israel, geprägt von Armut und dem Streben nach Bildung als Ausweg. Ein in der Nachbarschaft gefundener Imam wurde Vaterfigur, öffnete Zugang zu Koranunterricht und einer Gemeinschaft, die Zugehörigkeit versprach. Die Jugend war von Außenseitergefühlen, Mobbing und dem Wunsch nach Identität geprägt, was seine spätere Auseinandersetzung mit Religion und Texten beeinflusste.
Ausstieg aus der Radikalisierung
In seiner Teenagerzeit erlebte er die intensive Radikalisierungserfahrung, rebellierte gegen seine Eltern, schloss sich Gruppen an und engagierte sich politisch. Der Wendepunkt kam durch persönliche Beziehungen, Bildung und kritisches Denken; das Lesen von Philosophie, Psychologie und andere Perspektiven führte zur Zweifel. Eine Liebesbeziehung jenseits der eskalierten Ideologie verstärkte seinen Wandel, gefolgt von schmerzhaften Kontakten zu früheren Gleichgesinnten.
Wissenschaftliche Arbeit und Reflexion
Nach dem Umzug nach Deutschland dedizierte er sich der Prävention von Radikalisierung, arbeitete in Schulen, kooperierte mit Behörden und verfasste Artikel. Seine Bücher thematisieren Islamismus, Integration und Gegenmaßnahmen. Er betont die Unterscheidung zwischen Muslime als Individuen und politisch-religiösen Ideologien, plädiert für eine Reform des Islams, kritisch-reflektiertes Lesen religiöser Texte und besondere Unterstützung bei der Bildung breiter Gesellschaften.
Schweiz, Deutschland und Perspektiven
Bezüglich Deutschland sieht er strukturelle Fehlentwicklungen im Umgang mit Radikalisierung, Migration und Parallelgesellschaften. In der Schweiz betont er direkte Demokratie, klare Wertevermittlung und die Notwendigkeit, Extremismus rechtzeitig zu erkennen und zu begrenzen. Wichtige Themen sind Bildung in Schulen, Unterstützung durch Fachkräfte, präventive Programme und der Schutz demokratischer Grundwerte, ohne Muslime pauschal zu stigmatisieren.