
Auftrag: Digital.
CM Informatik AG
Beschreibung
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Gemeinden, Städte, Schulen, Archive und Kantone haben einen Auftrag: die Digitalisierung umsetzen – mit begrenzten Ressourcen, unter politischem Druck und ohne zweite Chance.
Wir sprechen monatlich mit jenen Personen, die diesen Auftrag täglich leben. Was funktioniert? Was scheitert? Was würden sie heute anders machen?
Viele reden über Digitalisierung. Unsere Gäste berichten, wie sie wirklich umgesetzt wird. Von der öffentlichen Hand, für die öffentliche Hand.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

«Digital nur, wo es besser ist als analog»
Digitalisierung als Werkzeug
Im Gespräch wird betont, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) nicht als Endziel, sondern als Unterstützung für die Entwicklung gesunder, verantwortungsbewusster Erwachsener dienen. Es wird die Notwendigkeit hervorgehoben, eine Balance zwischen digitaler und nicht-digitaler Welt zu finden.
Der Auftrag zur Digitalisierung in Schulen
Matthias Fontana, der Gastgeber des Podcasts, spricht mit Thomas Minder, Präsident des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH), über den Stand der Digitalisierung in Schulen. Minder betont, dass eine Schule kein IT-Unternehmen ist und dass der Fokus nicht allein auf der Verteilung von Geräten liegt, sondern auf der Entwicklung neuer Arbeitsmethoden.
Persönliche Erfahrungen mit Digitalisierung
Minder beschreibt seinen eigenen Werdegang von einem Flugbegleiter zu einem Schulleiter und wie sich seine IT-Affinität über die Jahre entwickelt hat. Er hebt hervor, dass die Einführung digitaler Technologien zunächst mit Herausforderungen verbunden war, aber letztendlich zu einer Reduzierung des Papierverbrauchs führte.
Veränderung der Schulmethoden
Die Diskussion umfasst auch die Veränderungen in der Unterrichtsmethodik, weg vom traditionellen Frontalunterricht hin zu mehr Interaktivität und individueller Förderung der Schüler. Minder sieht die Notwendigkeit, dass Schulleiter eine klare Vision entwickeln, um die Schule weiterzuentwickeln.
Rolle der KI in Schulen
Im Hinblick auf KI wird festgestellt, dass Schulen in diesem Bereich noch nicht weit genug sind. Minder fordert einen nationalen Rahmen für den Einsatz von KI, um sicherzustellen, dass die richtigen Tools genutzt werden und ethische Standards eingehalten werden.
Empfehlungen für Schulen
Abschließend gibt Minder Schulen den Rat, die digitalen Möglichkeiten als Werkzeuge zu nutzen und eine KI einzuführen, die ethischen Normen entspricht. Eine Analyse des aktuellen Standes der Digitalisierung in der eigenen Schule wird als erster Schritt empfohlen.

«Ich kann mich nicht hinter der KI verstecken»
Verantwortung des Menschen
Im Kontext der Digitalisierung und insbesondere bei der Nutzung von KI bleibt der Mensch verantwortlich für die Ergebnisse. Jedes Dokument und jede Entscheidung muss von einer Person getragen werden.
Digitalisierung in der öffentlichen Hand
Matthias Fontana, Leiter Marketing und Kommunikation bei CMI, diskutiert im Podcast über die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Gäste wie Mario Göldi, Einseitigeleiter der Stadt Rapperswil-Jona, teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen in der Umsetzung von KI.
KI in der Verwaltung
Ein zentrales Thema ist der Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung. Göldi betont, dass der Mensch trotz aller technologischen Fortschritte im Mittelpunkt stehen muss, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Verantwortlichkeit.
Lehren aus der Vergangenheit
Göldi vergleicht die Einführung von KI mit der Einführung des Internets und stellt fest, dass die Geschwindigkeit der Entwicklung von KI deutlich höher ist. Dies bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich.
Trial and Error
Ein wichtiger Ansatz zur Nutzung von KI in der Verwaltung ist das Ausprobieren und das Lernen aus Fehlern. Göldi ermutigt dazu, in geschützten Umgebungen zu experimentieren und Erfahrungen zu sammeln, um die Technologie effektiv zu nutzen.
Führung und Schulung
Die Schulung von Führungskräften ist entscheidend für den Erfolg von KI-Initiativen in der Verwaltung. Es ist wichtig, dass die oberen Führungsebenen verstehen, wie KI funktioniert und welche Erwartungen realistisch sind.
Ökosystem und Zusammenarbeit
Für eine erfolgreiche Implementierung von KI in der öffentlichen Hand ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Kantonen notwendig. Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um die Nutzung von KI zu unterstützen.

«Die Schweiz ist höchstens Mittelmass»
Stand der Digitalisierung und Kooperation
Der Kanton St. Gallen positioniert sich wie viele Gemeinden: Nicht als Vorreiter, aber mit fortschreitender Zusammenarbeit von Kantonen und Gemeinden. Eine gesetzliche Grundlage ermöglicht verbindliche Standards, während unterschiedliche Lösungen weiter bestehen. Der Aufbau einer gemeinsamen Basis erleichtert künftige Services, und die Autonomie wird durch verbindliche Rahmenwerke moderat eingeschränkt, um Einheitlichkeit in Login, Kommunikation und Datenflüssen zu gewährleisten.
Woraus sich konkrete Services ableiten
Wichtige Schritte sind ein einheitliches Login, elektronische Zustellung, Signaturlösungen, Payment, Erscheinungsbilder und gemeinsame Rechtsgrundlagen. Dieses Paket bildet den Kern eines einheitlichen Services für Kantone und Gemeinden, damit Bürgerinnen und Bürger am Ende konsistente digitale Kontakte vorfinden. Die Umsetzung erfolgt über gesetzliche Grundlagen, Gremien und parlamentarische Unterstützung, wodurch Klarheit und Stabilität geschaffen werden.
Pilotprojekte, Sicherheit und Lernkurven
Im Bereich E-Collecting/ elektronischer Abstimmung wurden lange Vorarbeiten geleistet. Die Architektur, Sicherheit und Rechtsfragen erfordern Zeit, sorgfältige Planung und externe Expertise. Das Projekt läuft als Pilotversuch, mit Fokus auf Transparenz von Fehlern und Lernprozessen. Ergebnisse sollen zeigen, wie Verwaltungsprozesse entlastet und politische Partizipation erweitert werden können, ohne Datenschutz oder Integrität zu kompromittieren.
Rolle von Menschen, Kultur und KI-Impetus
Der Gesprächspartner betont Organisationsentwicklung als Schlüssel: Mitarbeitende ins Boot holen, Widerstände aushalten, transparente Kommunikation und Veränderungen gemeinsam gestalten. KI wird als fundamentale Veränderung gesehen, deren Potenziale durch klare Rahmenbedingungen nutzbar gemacht werden sollen. Ein zukunftsfähiges Framework soll Rechtsgrundlagen, Datenschutz und Vertrauensschutz klären, damit flexibel auf neue Technologien reagiert werden kann.