Nachhaltig gedruckt! - Impulse aus der Medienproduktion
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Nachhaltig gedruckt! - Impulse aus der Medienproduktion

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

EUDR nach der Entlastung (07)

12.08.2026

Einführung in die EUDR

In dieser Episode diskutieren Carsten Schlumm und Andrea Weigert die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) und deren Auswirkungen auf die Medienproduktion. Obwohl die jüngsten Änderungen als Entlastung wahrgenommen werden, bleibt das Thema für Verlage und Medienhäuser wichtig.

Änderungen der EUDR und deren Bedeutung

Die EU hat die Anwendung der Verordnung überarbeitet, die nun ab Ende 2026 für größere Marktteilnehmer gilt. Bestimmte gedruckte Produkte, wie Bücher und Zeitschriften, wurden aus dem Anwendungsbereich entfernt, was für Verlage eine Erleichterung darstellt, jedoch keine vollständige Entwarnung bedeutet.

Relevanz von Papier und Lieferkette

Trotz der Entlastung müssen Verlage weiterhin die Herkunft und Dokumentation von Papier und anderen Materialien im Blick behalten. Fragen zur Faserherkunft, Zertifizierungen und Lieferantenkommunikation bleiben entscheidend für die nachhaltige Medienproduktion.

Strategische Anpassungen in der Beschaffung

Die EUDR-Entlastung sollte nicht als Signal für weniger Anforderungen gewertet werden, sondern als Chance, die Standards zu schärfen. Verlage sollten ihre Materialstrategien überdenken und sicherstellen, dass alle relevanten Informationen dokumentiert werden.

Schlussfolgerungen und Takeaways

Die EUDR-Entlastung ist positiv, aber die Lieferkette und die Verantwortung für nachhaltige Papierbeschaffung bleiben zentral. Verlage sollten pragmatische Dokumentationsstandards etablieren, um auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein.

Einführung in die EUDR

In dieser Episode diskutieren Carsten Schlumm und Andrea Weigert die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) und deren Auswirkungen auf die Medienproduktion. Obwohl die jüngsten Änderungen als Entlastung wahrgenommen werden, bleibt das Thema für Verlage und Medienhäuser wichtig.

Änderungen der EUDR und deren Bedeutung

Die EU hat die Anwendung der Verordnung überarbeitet, die nun ab Ende 2026 für größere Marktteilnehmer gilt. Bestimmte gedruckte Produkte, wie Bücher und Zeitschriften, wurden aus dem Anwendungsbereich entfernt, was für Verlage eine Erleichterung darstellt, jedoch keine vollständige Entwarnung bedeutet.

Relevanz von Papier und Lieferkette

Trotz der Entlastung müssen Verlage weiterhin die Herkunft und Dokumentation von Papier und anderen Materialien im Blick behalten. Fragen zur Faserherkunft, Zertifizierungen und Lieferantenkommunikation bleiben entscheidend für die nachhaltige Medienproduktion.

Strategische Anpassungen in der Beschaffung

Die EUDR-Entlastung sollte nicht als Signal für weniger Anforderungen gewertet werden, sondern als Chance, die Standards zu schärfen. Verlage sollten ihre Materialstrategien überdenken und sicherstellen, dass alle relevanten Informationen dokumentiert werden.

Schlussfolgerungen und Takeaways

Die EUDR-Entlastung ist positiv, aber die Lieferkette und die Verantwortung für nachhaltige Papierbeschaffung bleiben zentral. Verlage sollten pragmatische Dokumentationsstandards etablieren, um auf zukünftige Anforderungen vorbereitet zu sein.

Green Claims (06)

14.07.2026

Einführung in Green Claims

Der Podcast behandelt die zunehmende Bedeutung von Green Claims in der Medienproduktion. Carsten Schlumm und Andrea Weigert diskutieren, wie umweltbezogene Aussagen in der Kommunikation präziser und belegbarer gestaltet werden sollten, um Vertrauen zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden.

Die Herausforderung der Nachhaltigkeitskommunikation

Frühere einfache Aussagen wie "klimaneutral" oder "nachhaltig produziert" reichen nicht mehr aus. Stattdessen müssen Verlage konkretisieren, was sie mit diesen Begriffen meinen und entsprechende Nachweise erbringen.

Regulatorische Entwicklungen

Die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel erfordert eine genauere Formulierung von Green Claims. Ab September müssen neue Regeln bezüglich umweltbezogener Werbung angewendet werden.

Praktische Umsetzung für Verlage

Verlage sollten ihre kommunikativen Ansprüche an Green Claims überdenken und sicherstellen, dass Aussagen klar, verständlich und belegbar sind. Dies umfasst nicht nur Marketingmaterialien, sondern auch alltägliche Kommunikation wie Impressen und Social Media-Beiträge.

Die Rolle von Zertifikaten

Zertifikate wie der Blaue Engel bieten Orientierung, sind jedoch kein Freifahrtschein für allgemeine Nachhaltigkeitsbehauptungen. Es ist wichtig, spezifisch zu erklären, was ein Zertifikat bedeutet.

Fazit und Ausblick

Die Kommunikation über nachhaltige Medienproduktion muss professioneller und präziser werden. Verlage sollten konkrete Beispiele anführen, statt pauschale Aussagen zu treffen. Glaubwürdigkeit steht im Vordergrund, und es ist entscheidend, das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen.

Einführung in Green Claims

Der Podcast behandelt die zunehmende Bedeutung von Green Claims in der Medienproduktion. Carsten Schlumm und Andrea Weigert diskutieren, wie umweltbezogene Aussagen in der Kommunikation präziser und belegbarer gestaltet werden sollten, um Vertrauen zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden.

Die Herausforderung der Nachhaltigkeitskommunikation

Frühere einfache Aussagen wie "klimaneutral" oder "nachhaltig produziert" reichen nicht mehr aus. Stattdessen müssen Verlage konkretisieren, was sie mit diesen Begriffen meinen und entsprechende Nachweise erbringen.

Regulatorische Entwicklungen

Die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel erfordert eine genauere Formulierung von Green Claims. Ab September müssen neue Regeln bezüglich umweltbezogener Werbung angewendet werden.

Praktische Umsetzung für Verlage

Verlage sollten ihre kommunikativen Ansprüche an Green Claims überdenken und sicherstellen, dass Aussagen klar, verständlich und belegbar sind. Dies umfasst nicht nur Marketingmaterialien, sondern auch alltägliche Kommunikation wie Impressen und Social Media-Beiträge.

Die Rolle von Zertifikaten

Zertifikate wie der Blaue Engel bieten Orientierung, sind jedoch kein Freifahrtschein für allgemeine Nachhaltigkeitsbehauptungen. Es ist wichtig, spezifisch zu erklären, was ein Zertifikat bedeutet.

Fazit und Ausblick

Die Kommunikation über nachhaltige Medienproduktion muss professioneller und präziser werden. Verlage sollten konkrete Beispiele anführen, statt pauschale Aussagen zu treffen. Glaubwürdigkeit steht im Vordergrund, und es ist entscheidend, das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen.

EmpCo (05)

02.06.2026

Was die EMCO-Richtlinie bedeutet

Die EMCO-Richtlinie zielt darauf ab, Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zu schützen. Im Kern geht es um Klarheit und Nachweisbarkeit bei Begriffen wie nachhaltig, klimaneutral oder umweltfreundlich. Staaten setzen das Recht in nationales Recht um, wodurch belastbare Kriterien und konkrete Belege notwendig werden.

Kritische Aussagen und konkrete Bezugspunkte

Pauschale Formulierungen werden angreifbar, wenn Kriterien, Bilanzierung oder Bezugsgrößen fehlen. Statt pauschal zu behaupten, dass ein Produkt nachhaltig sei, sind differenzierte Aussagen sinnvoll, zum Beispiel über Material, Prozesse, Logistik oder spezifische Nachweise. So wird Transparenz geschaffen, worauf sich Aussagen beziehen und wie sie geprüft wurden.

Praktische Auswirkungen auf Verlage und Medienhäuser

Verlage müssen ihre Kommunikation prüfen: Was bedeutet ein Anspruch wie umweltfreundlich oder grün tatsächlich? Es braucht konkrete Produktionsdaten, systematische Analysen und nachvollziehbare Referenzen in Druck, Papier, Auflagenplanung, Lagerung und Transport. Eigenlabels und pauschale Siegel sollten kritisch bewertet werden, um ja keine falschen oder unzureichend belegten Behauptungen zu verwenden.

Veranstaltungs- und Umsetzungsfazit: Schritte zur Umsetzung

Wichtig sind fünf Schritte: Inventur der Claims, Klassifizierung nach Bezug und Risiko, Priorisierung hochriskanter Aussagen, Festlegung von Nachweismethoden und Freigabeprozessen. Marketing, Produktion, Nachhaltigkeit und Recht arbeiten zusammen, um Daten, Methodik und Grenzen transparent zu kommunizieren und belastbare Verbesserungen zu realisieren.

Was die EMCO-Richtlinie bedeutet

Die EMCO-Richtlinie zielt darauf ab, Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zu schützen. Im Kern geht es um Klarheit und Nachweisbarkeit bei Begriffen wie nachhaltig, klimaneutral oder umweltfreundlich. Staaten setzen das Recht in nationales Recht um, wodurch belastbare Kriterien und konkrete Belege notwendig werden.

Kritische Aussagen und konkrete Bezugspunkte

Pauschale Formulierungen werden angreifbar, wenn Kriterien, Bilanzierung oder Bezugsgrößen fehlen. Statt pauschal zu behaupten, dass ein Produkt nachhaltig sei, sind differenzierte Aussagen sinnvoll, zum Beispiel über Material, Prozesse, Logistik oder spezifische Nachweise. So wird Transparenz geschaffen, worauf sich Aussagen beziehen und wie sie geprüft wurden.

Praktische Auswirkungen auf Verlage und Medienhäuser

Verlage müssen ihre Kommunikation prüfen: Was bedeutet ein Anspruch wie umweltfreundlich oder grün tatsächlich? Es braucht konkrete Produktionsdaten, systematische Analysen und nachvollziehbare Referenzen in Druck, Papier, Auflagenplanung, Lagerung und Transport. Eigenlabels und pauschale Siegel sollten kritisch bewertet werden, um ja keine falschen oder unzureichend belegten Behauptungen zu verwenden.

Veranstaltungs- und Umsetzungsfazit: Schritte zur Umsetzung

Wichtig sind fünf Schritte: Inventur der Claims, Klassifizierung nach Bezug und Risiko, Priorisierung hochriskanter Aussagen, Festlegung von Nachweismethoden und Freigabeprozessen. Marketing, Produktion, Nachhaltigkeit und Recht arbeiten zusammen, um Daten, Methodik und Grenzen transparent zu kommunizieren und belastbare Verbesserungen zu realisieren.