
Keimzelle der Demokratie – Kommunalrecht mit Dombert & Lück
Maximilian Dombert und Dominik Lück
Beschreibung
Als Partner der Kanzlei Dombert Rechtsanwälte beraten sie seit vielen Jahren Kommunen an den Schnittstellen von Recht, Politik und Verwaltung. In ihren Gesprächen nehmen sie mit in ihren beruflichen Alltag, diskutieren aktuelle Entwicklungen im Kommunalrecht und erklären komplexe Themen so, dass sie auch ohne juristischen Hintergrund verständlich bleiben.
Denn viele der großen gesellschaftlichen Fragen werden vor Ort entschieden: Bau- und Infrastrukturprojekte, Gesundheitsversorgung, Umwelt, Schulen, Wohnen oder kommunale Unternehmen. Genau hier – in den Städten und Gemeinden – liegt die Keimzelle der Demokratie.
Der Podcast richtet sich an Kommunalverwaltungen, kommunale Unternehmen, Politik und alle, die verstehen wollen, wie Recht auf kommunaler Ebene funktioniert.
Ein Podcast über Recht, Verwaltung und Politik vor Ort – verständlich, praxisnah und mit einem Blick hinter die Kulissen der kommunalen Entscheidungsprozesse.
Hier gibt es mehr Infos zu uns:
- Dombert im Netz: www.dombert.de
- Dombert bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/dombert-rechtsanwaelte/
- Dominik bei LinkedIn:https://www.linkedin.com/in/dominik-l%C3%BCck-561388175/
- Maximilian bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-maximilian-dombert-26ab42161/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 5 – In Zeiten der politischen Vertrauenskrise – Luca Piwodda über Bürgernähe und kommunale Kommunikation
Einführung des Gastes
In dieser Episode wird Luca Pivoda, der jüngste Bürgermeister Brandenburgs und Gründer der Partei des Fortschritts, als erster Gast des Podcasts vorgestellt. Pivoda teilt seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik und spricht über die Herausforderungen, die Kommunen in Deutschland gegenüberstehen.
Thema der Episode: Kommunale Kommunikation
Die Diskussion fokussiert sich auf die missverständliche Kommunikation zwischen Kommunen, Landes- und Bundesebene. Pivoda betont die Notwendigkeit einer ernsthaften Einbeziehung der Kommunen in Reformen und Gesetzgebungsverfahren, da viele Entscheidungen vor Ort getroffen werden.
Problematik der Beteiligung
Es wird angesprochen, dass die Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände in Gesetzgebungsverfahren oft nicht ausreichend ist. Pivoda kritisiert, dass Stellungnahmen innerhalb kurzer Fristen eingeholt werden und die Expertise der Kommunen häufig ignoriert wird.
Der Garzer Weg
Pivoda erklärt den "Garzer Weg", eine Initiative, die auf Sachpolitik anstelle von Parteipolitik setzt. Bürgerbeteiligung und Transparenz stehen im Mittelpunkt, um das Vertrauen in die kommunale Verwaltung zu stärken.
Demografische Herausforderungen und Engagement
Die demografischen Herausforderungen in Garz, einer kleinen Stadt mit einer älteren Bevölkerung, erfordern ein aktives Engagement der Bürger. Pivoda ermutigt die Menschen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinde zu beteiligen und erklärt, wie er bereits viele Formate für die Bürgerkommunikation etabliert hat.
Kritik an der Landes- und Bundespolitik
Pivoda äußert seine Frustration über die mangelnde Wahrnehmung und das Verständnis der kommunalen Bedürfnisse durch die Landes- und Bundespolitik. Er schlägt vor, dass Kommunen mehr Mitspracherechte bei der Gesetzgebung erhalten sollten, um die Realität vor Ort besser reflektieren zu können.
Schlussfolgerung
Abschließend wird die Bedeutung einer aktiven, transparenten und inklusiven kommunalen Politik betont. Pivoda fordert dazu auf, den Dialog zwischen den Ebenen zu verbessern und die Bürgerbeteiligung zu fördern.

Folge 4 – Retten um jeden Preis? Kommunale Unternehmen in der Insolvenzgefahr
Einleitung und persönliche Vorlieben
Die Podcaster beginnen die Episode mit einer Diskussion über ihre Lesegewohnheiten, insbesondere über die Bild-Zeitung und einen Artikel über die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist.
Insolvenz kommunaler Unternehmen
Das zentrale Thema der Episode ist der Umgang mit der Insolvenz von kommunalen Unternehmen. Es wird die Frage aufgeworfen, ob es eine Insolvenzvermeidungspflicht für kommunale Gesellschafter gibt und wie man mit der Insolvenzgefahr umgehen sollte.
Rechtsformen kommunaler Unternehmen
Es wird zwischen verschiedenen Rechtsformen kommunaler Unternehmen unterschieden, insbesondere zwischen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Formen. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Frage der Insolvenzfähigkeit.
Finanzielle Herausforderungen
Die Podcaster diskutieren die finanziellen Herausforderungen, mit denen Kommunen konfrontiert sind, und wie gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, wie steigende Energiepreise, die Situation kommunaler Unternehmen beeinflussen.
Pflicht- und freiwillige Aufgaben
Ein weiterer Punkt ist die Differenzierung zwischen Pflichtaufgaben und freiwilligen Aufgaben der Kommunen. Während Pflichtaufgaben nicht vernachlässigt werden können, haben Kommunen bei freiwilligen Aufgaben mehr Entscheidungsspielraum.
Haushaltsgrundsätze und Beihilfenrecht
Die Episode behandelt auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für kommunale Unternehmen, einschließlich Haushaltsgrundsätzen und dem europäischen Beihilfenrecht. Diese Aspekte müssen bei der finanziellen Unterstützung von kommunalen Unternehmen berücksichtigt werden.
Politische Entscheidungen und Kooperationen
Abschließend wird auf die politischen Entscheidungen eingegangen, die Kommunen treffen müssen, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Unternehmen zu sichern, sowie auf die Möglichkeit interkommunaler Kooperationen zur Risikominderung.

Folge 3 – Bürgerbegehren: Wenn das Volk selbst entscheidet – und doch der Rat das letzte Wort hat
Einführung: Bürgerbegehren als Instrument der direkten Beteiligung
Der Podcast verbindet private Interessen mit kommunalrechtlichen Mechanismen. Im Mittelpunkt steht das Bürgerbegehren als Instrument, das eine verbindliche Entscheidung des Rats durch den Bürgerentscheid ersetzen kann. Unterschiedliche Beteiligungsformen wie Einwohnerfragestunde, Einwohnerversammlung und Einwohnerbefragung dienen der Transparenz, liefern aber oft keine rechtsverbindliche Folge. Das Begehren zielt darauf ab, politische Entscheidungen direkt durch die Bevölkerung zu legitimieren oder zu verändern.
Form und Zulässigkeit: Frage, Begründung und Kosten
Zentrale Zulässigkeitsvoraussetzungen umfassen eine eindeutig mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage, eine klare Abgrenzung des Sachbereichs der Kommune und eine nachvollziehbare Begründung. Die Begründung muss sachlich bleiben und wesentliche Tatsachen korrekt wiedergeben. Zudem ist eine Kostenschätzung erforderlich, die Aufwendungen und potenzielle Einnahmenverluste erläutert. Vorabentscheidungen durch die Verwaltungsbehörden können helfen, unzulässige Begehren früh zu erkennen und Ressourcen zu sparen.
Gegenstände, Rechtsrahmen und Praxisfragen
Bestimmte Gegenstände, wie Bauleitplanung oder Haushaltssatzungen, sind üblicherweise ausgeschlossen, da sie Abwägungs- und Ermessensentscheidungen betreffen. Einvernehmen oder Einzelfallprüfungen gelten oft nicht als taugliche Bürgerbegehren. Unterschiedliche Landesregelungen geben vor, wer Zulässigkeit prüft; in einigen Ländern gibt es Vorabentscheidungen oder kommunale Aufsichtsprüfungen. Praxis zeigt, dass Kooperation, klare Informationen und rechtliche Absicherung Frustration vermeiden helfen und Gerichtswege eine neutrale Klärung bieten.