»Kadergespräche« Der konkret Podcast
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»Kadergespräche« Der konkret Podcast

Konkret Verlag

Beschreibung

Einmal Kader, immer Kader? Um auch in Zukunft die Position als
„einzige linke Publikumszeitschrift" verteidigen zu können, wird
konkret einen Podcast produzieren. Zweimal im Monat werden dort
Autorinnen und Autoren des jeweiligen Heftes zu Wort kommen, um
vertiefende Einblicke in die jeweiligen Themen zu geben, miteinander
zu diskutieren oder weiterführende Debatten anzustoßen.

Die „Kadergespräche" sind kein weiterer Laber-Podcast, sondern sollen das Anliegen der Druckausgabe auch in dieses Format überführen: seinen Leserinnen und Lesern beziehungsweise nun Hörerinnen und Hörern die herrschenden Verhältnisse samt der eingehegten Widersprüche gegen diese gründlich zu vermiesen. Um auch in Zukunft Sand ins Getriebe streuen zu können, wird konkret sich also den Herausforderungen der modernen Aufmerksamkeitsökonomie stellen, ohne sich ihnen zu ergeben. Die „Kadergespräche" sind der Versuch, neue 
Wege zu gehen. Kommen Sie mit?

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 10 - Ein „Husarenstück“ auf Kreta

25.08.2026

Ein Gedenkstein und seine Bedeutung

Die Künstlerkirche auf Kreta ist zweisprachig und erinnert an den Ort, an dem der entführte General Greipe 1944 auf ein britisches Schiff gebracht wurde. Der Gedenkstein nennt auch die lokalen Partisanen, was den Lokalstolz der Region widerspiegelt.

Die Entführung von General Greipe

Andreas Schäfler diskutiert die spektakuläre Entführung des Wehrmachtsgenerals Heinrich Greipe durch ein britisch-kretisches Kommando. Die Operation war minutiös geplant und sollte ursprünglich gegen Greipes Vorgänger, Friedrich Wilhelm Müller, gerichtet sein.

Der Widerstand der Kretaner

Der Widerstand auf Kreta war besonders stark, bedingt durch den Stolz und die Historie der Insel. Viele Einheimische, einschließlich Frauen, spielten wichtige Rollen in der Logistik und im Widerstand gegen die deutsche Besatzung.

Vergeltungsmaßnahmen und Massaker

Nach der Entführung Greipes kam es zu Vergeltungsmaßnahmen, darunter das Massaker von Kessariani, bei dem viele unschuldige Zivilisten ums Leben kamen. Diese Brutalität verdeutlicht die Grausamkeiten der Besatzung.

Erinnerungskultur

Die Erinnerung an den Widerstand und die Besatzung ist in Kreta komplex und oft umstritten. Während lokale Widerstandskämpfer geehrt werden, bleibt die Rolle der Frauen in der Erinnerungskultur oft unerwähnt.

Historische Reflexionen

In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung der deutschen Besatzung in Griechenland gewandelt, und es gibt eine wachsende Bereitschaft, sich mit dieser dunklen Geschichte auseinanderzusetzen. Die Reparationsfrage bleibt jedoch ein sensibles Thema.

Ein Gedenkstein und seine Bedeutung

Die Künstlerkirche auf Kreta ist zweisprachig und erinnert an den Ort, an dem der entführte General Greipe 1944 auf ein britisches Schiff gebracht wurde. Der Gedenkstein nennt auch die lokalen Partisanen, was den Lokalstolz der Region widerspiegelt.

Die Entführung von General Greipe

Andreas Schäfler diskutiert die spektakuläre Entführung des Wehrmachtsgenerals Heinrich Greipe durch ein britisch-kretisches Kommando. Die Operation war minutiös geplant und sollte ursprünglich gegen Greipes Vorgänger, Friedrich Wilhelm Müller, gerichtet sein.

Der Widerstand der Kretaner

Der Widerstand auf Kreta war besonders stark, bedingt durch den Stolz und die Historie der Insel. Viele Einheimische, einschließlich Frauen, spielten wichtige Rollen in der Logistik und im Widerstand gegen die deutsche Besatzung.

Vergeltungsmaßnahmen und Massaker

Nach der Entführung Greipes kam es zu Vergeltungsmaßnahmen, darunter das Massaker von Kessariani, bei dem viele unschuldige Zivilisten ums Leben kamen. Diese Brutalität verdeutlicht die Grausamkeiten der Besatzung.

Erinnerungskultur

Die Erinnerung an den Widerstand und die Besatzung ist in Kreta komplex und oft umstritten. Während lokale Widerstandskämpfer geehrt werden, bleibt die Rolle der Frauen in der Erinnerungskultur oft unerwähnt.

Historische Reflexionen

In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung der deutschen Besatzung in Griechenland gewandelt, und es gibt eine wachsende Bereitschaft, sich mit dieser dunklen Geschichte auseinanderzusetzen. Die Reparationsfrage bleibt jedoch ein sensibles Thema.

Folge 9 - Woker Patriotismus?

10.08.2026

Nationalismus und Patriotismus im Fußball

Im Podcast wird die Verbindung zwischen dem gesellschaftlichen Patriotismus und dem völkischen Nationalismus diskutiert, insbesondere im Kontext der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Gast, Thorsten Menze, kritisiert den linksliberalen Umgang mit Nationalismus und beleuchtet, wie scheinbar harmlose patriotische Gefühle in der Gesellschaft Raum für extremere Ansichten schaffen können.

Kritik am linksliberalen Milieu

Menze äußert, dass das linksliberale Milieu oft nicht in der Lage ist, den tonusmäßigen Nationalismus während der WM zu erkennen und zu kritisieren. Viele Stimmen, die in der Vergangenheit diese Themen adressierten, scheinen in der Begeisterung für den Fußball unterzugehen.

Sommermärchen 2006 als Wendepunkt

Die WM 2006 wird als Katalysator für die Normalisierung des deutschen Nationalismus gesehen. Diese Normalisierung habe den Boden bereitet für den Aufstieg der AfD und ähnlicher Bewegungen, da sie ein Gefühl des Stolzes und der Identität förderte, das zuvor als problematisch galt.

Patriotismus vs. Nationalismus

Menze argumentiert, dass die Unterscheidung zwischen Patriotismus und Nationalismus künstlich ist, da beide Konzepte eng miteinander verknüpft sind. Der positive Bezug auf die Nation kann leicht in exklusive oder aggressive Haltungen umschlagen.

Gesellschaftskritik und Strategien der Linken

Im Gespräch wird die Schwäche der politischen Linken thematisiert, sich gegen den erstarkenden Nationalismus zu positionieren. Menze plädiert dafür, radikale Gesellschaftskritik aufrechtzuerhalten und sich nicht auf den Patriotismus einzulassen, um nicht zur Untermauerung rechter Ideologie beizutragen.

Nationalismus und Patriotismus im Fußball

Im Podcast wird die Verbindung zwischen dem gesellschaftlichen Patriotismus und dem völkischen Nationalismus diskutiert, insbesondere im Kontext der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Gast, Thorsten Menze, kritisiert den linksliberalen Umgang mit Nationalismus und beleuchtet, wie scheinbar harmlose patriotische Gefühle in der Gesellschaft Raum für extremere Ansichten schaffen können.

Kritik am linksliberalen Milieu

Menze äußert, dass das linksliberale Milieu oft nicht in der Lage ist, den tonusmäßigen Nationalismus während der WM zu erkennen und zu kritisieren. Viele Stimmen, die in der Vergangenheit diese Themen adressierten, scheinen in der Begeisterung für den Fußball unterzugehen.

Sommermärchen 2006 als Wendepunkt

Die WM 2006 wird als Katalysator für die Normalisierung des deutschen Nationalismus gesehen. Diese Normalisierung habe den Boden bereitet für den Aufstieg der AfD und ähnlicher Bewegungen, da sie ein Gefühl des Stolzes und der Identität förderte, das zuvor als problematisch galt.

Patriotismus vs. Nationalismus

Menze argumentiert, dass die Unterscheidung zwischen Patriotismus und Nationalismus künstlich ist, da beide Konzepte eng miteinander verknüpft sind. Der positive Bezug auf die Nation kann leicht in exklusive oder aggressive Haltungen umschlagen.

Gesellschaftskritik und Strategien der Linken

Im Gespräch wird die Schwäche der politischen Linken thematisiert, sich gegen den erstarkenden Nationalismus zu positionieren. Menze plädiert dafür, radikale Gesellschaftskritik aufrechtzuerhalten und sich nicht auf den Patriotismus einzulassen, um nicht zur Untermauerung rechter Ideologie beizutragen.

Folge 8 - Der hässliche Deutsche. Eine virtuelle Bilderschau

20.07.2026

Der historische Kontext von Guernica

In der Folge wird das Bild Guernica von Pablo Picasso thematisiert, das als Symbol für die Gräuel des Krieges steht. Ein deutscher Besatzungsoffizier stellt Picasso die provokante Frage, ob er das Bild geschaffen habe. Picasso kontert, dass die Zerstörung von Guernica durch die Legion Condor, eine Einheit der Wehrmacht, die während des Spanischen Bürgerkriegs agierte, geschah.

Die Galerie der Machteliten

Barbara Eder führt durch eine metaphorische Ausstellung, die die Verstrickungen und Vergehen deutscher Machteliten zwischen NS-Zeit und Nachkriegsdeutschland beleuchtet. Die Exponate sind Porträts von Persönlichkeiten, die bedeutende Rollen in der Geschichte Deutschlands spielten, darunter NS-Verbrecher und Industrielle, die von ihren Verbindungen in der Nachkriegszeit profitierten.

Otto Köhler und die Kolumne "Der hässliche Deutsche"

Die Kolumne von Otto Köhler wird als kritisches Werkzeug genutzt, um die Kontinuitäten zwischen der NS-Zeit und der Bundesrepublik zu hinterfragen. Die Diskussion über diese Personen und ihre Verstrickungen in Kriegsverbrechen sowie deren Rückkehr in die Gesellschaft wird thematisiert.

Der Fall Friedrich Flick

Friedrich Flick, ein bedeutender Industrieller des 20. Jahrhunderts, wird als Beispiel für die Verquickung von Wirtschaft und Nationalsozialismus dargestellt. Sein Konzern profitierte von Zwangsarbeit und wurde trotz seiner Vergehen nach dem Krieg rehabilitiert. Flicks geschickte Steuertricks und seine politischen Verbindungen werden als Teil des Systems entlarvt, das die Kontinuität der Macht sicherte.

Der Wandel in der deutschen Gesellschaft

Die Folge schließt mit der Betrachtung der heutigen gesellschaftlichen Strömungen und der Frage, wie sich die Ideologien und Machtverhältnisse von damals in der modernen Gesellschaft widerspiegeln. Es wird eine Verbindung gezogen zu aktuellen politischen Diskursen und dem Umgang mit Identität und Migration.

Der historische Kontext von Guernica

In der Folge wird das Bild Guernica von Pablo Picasso thematisiert, das als Symbol für die Gräuel des Krieges steht. Ein deutscher Besatzungsoffizier stellt Picasso die provokante Frage, ob er das Bild geschaffen habe. Picasso kontert, dass die Zerstörung von Guernica durch die Legion Condor, eine Einheit der Wehrmacht, die während des Spanischen Bürgerkriegs agierte, geschah.

Die Galerie der Machteliten

Barbara Eder führt durch eine metaphorische Ausstellung, die die Verstrickungen und Vergehen deutscher Machteliten zwischen NS-Zeit und Nachkriegsdeutschland beleuchtet. Die Exponate sind Porträts von Persönlichkeiten, die bedeutende Rollen in der Geschichte Deutschlands spielten, darunter NS-Verbrecher und Industrielle, die von ihren Verbindungen in der Nachkriegszeit profitierten.

Otto Köhler und die Kolumne "Der hässliche Deutsche"

Die Kolumne von Otto Köhler wird als kritisches Werkzeug genutzt, um die Kontinuitäten zwischen der NS-Zeit und der Bundesrepublik zu hinterfragen. Die Diskussion über diese Personen und ihre Verstrickungen in Kriegsverbrechen sowie deren Rückkehr in die Gesellschaft wird thematisiert.

Der Fall Friedrich Flick

Friedrich Flick, ein bedeutender Industrieller des 20. Jahrhunderts, wird als Beispiel für die Verquickung von Wirtschaft und Nationalsozialismus dargestellt. Sein Konzern profitierte von Zwangsarbeit und wurde trotz seiner Vergehen nach dem Krieg rehabilitiert. Flicks geschickte Steuertricks und seine politischen Verbindungen werden als Teil des Systems entlarvt, das die Kontinuität der Macht sicherte.

Der Wandel in der deutschen Gesellschaft

Die Folge schließt mit der Betrachtung der heutigen gesellschaftlichen Strömungen und der Frage, wie sich die Ideologien und Machtverhältnisse von damals in der modernen Gesellschaft widerspiegeln. Es wird eine Verbindung gezogen zu aktuellen politischen Diskursen und dem Umgang mit Identität und Migration.