
INSIDE CumEx – Jagd auf die Steuer-Mafia
WDR
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Podcast-Empfehlung: Die Schill Show
Einleitung zur zweiten Staffel
In der zweiten Staffel von Hate Land erzählt Louis Klamroth die Geschichte von Ronald Barnabas Schill, einer der außergewöhnlichsten Figuren in der deutschen Politik. Schill, einst Strafrichter und später ein populäres Medienphänomen, gilt als der erste ernstzunehmende Rechtspopulist der Bundesrepublik.
Themen der Staffel
Die Staffel behandelt zentrale Themen wie Macht, Medien, sowie Skandale und Kontroversen rund um Schills politische Karriere, darunter auch Vorwürfe von Erpressung im Hamburger Rathaus. Diese Erzählung ist von der Realität geprägt und bietet einen tiefen Einblick in die deutsche Politikgeschichte.
Aufruf zum Abonnieren
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INSIDE CumEx – Kein Gandhi (7/7)
Peter Biesenbach und Cum-Ex-Thematik
Peter Biesenbach, ehemaliger Justizminister von NRW, reflektiert über die Herausforderungen und Entscheidungen während seiner Amtszeit im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal. Er äußert Bedauern über die mangelnde Nutzung eines eigens für Cum-Ex-Prozesse errichteten Gerichtsgebäudes, welches kaum für die vorgesehenen Fälle genutzt wird.
Die Dimensionen des Skandals
Der Cum-Ex-Skandal hat dem deutschen Staat immense finanzielle Schäden zugefügt, mit geschätzten 10 Milliarden Euro an Steuergeldern, die durch illegale Finanztransaktionen erlangt wurden. Dies wird als schwerwiegender Betrug angesehen, der das Vertrauen in die Finanzsysteme untergräbt.
Hanno Berger und seine Einschätzung
Hanno Berger, eine zentrale Figur im Cum-Ex-Skandal, zeigt sich uneinsichtig und betrachtet seine Verurteilung als ungerecht. Trotz seiner Inhaftierung plant er, nach seiner Entlassung in die Schweiz zu ziehen und betont, dass er keine Mittel hat, um die dem Staat geschuldeten Summen zurückzuzahlen.
Die Rolle von Anne Bräuhöcker
Anne Bräuhöcker, die Chefermittlerin im Cum-Ex-Skandal, gibt ihren Rücktritt bekannt und kritisiert die Ineffizienz der deutschen Justiz bei der Verfolgung von Wirtschaftskriminalität. Sie betont, dass reiche Täter oft ungestraft davonkommen, während kleinere Delikte härter verfolgt werden.
Die Ermittlungen und ihre Herausforderungen
Die Staatsanwaltschaft hat mit einer enormen Anzahl an Fällen zu kämpfen, wobei viele Beschuldigte noch nicht verurteilt wurden. Es gibt Bedenken, dass die Ermittlungen ins Stocken geraten sind, insbesondere nach dem Weggang von Bräuhöcker.
Forderungen nach Reformen
Es wird gefordert, dass der Staat aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und effektive Maßnahmen ergreift, um Finanzkriminalität zu bekämpfen. Im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA und der Schweiz wird Deutschlands Umgang mit dem Skandal als unzureichend angesehen. Es besteht die Hoffnung, dass durch verstärkte Anstrengungen und Reformen Gerechtigkeit hergestellt werden kann.

INSIDE CumEx – Schäferhund (6/7)
Schäfers Enthüllungen und der Anfang einer Finanzbetriebsprüfung
Ein Ermittler erkennt Ungereimtheiten in Bilanzen der Börsenmakler und stößt auf wiederkehrende Steuererstattungen durch deren Geschäfte. Das Muster deutet auf Systematik hin, bei der Steuern erstatten werden, die nie gezahlt wurden. Die Entdeckung führt zu einem eskalierenden Konflikt zwischen den Marktteilnehmern und dem zuständigen Ministerium, während sich das Bild eines riskanten Netzes aus Dividendenstripping und verdeckten Verbindungen abzeichnet.
Arbeitsweise an der Börse und öffentliche Deutung
In den Handelsräumen beobachten Ermittler aggressive Abläufe, enge Kontakte zu Händlern und rennende Makler mit wechselnden Bilanzen. Schäfer sammelt Belege, stellt Fragen und deckt Unregelmäßigkeiten auf, wobei die Handelsverstrickungen zunehmend sichtbar werden. Die Öffentlichkeit erfährt von ausländischen Beteiligten, die anverliehene Papiere nutzen, um Steuern zu sparen, während der Staat Verluste erleidet und Widerstände in Politik und Verwaltung wachsen.
Whistleblower-Tempo und Rechtsrahmen
Ein Insider aus Berger-Umfeld wird zum Informanten, verweigert jedoch endgültig die Rechtmäßigkeit der Praxis. Ein brisantes BMF-Schreiben markiert eine Wende, doch Lücken bleiben, und Staatenwege werden weiter ausgenutzt. Die Warnungen von Banken, Aufsichtsbehörden und Zeugen reichen, doch konkrete Gegenmaßnahmen treten nur verzögert in Kraft, während die Cum-Ex-Operationen fortbestehen und neue Ermittlungslinien suchen.
Gesamtperspektive und das Spiegelbild staatlichen Handelns
Die Geschichte zeigt ein wiederkehrendes Muster staatlicher Zuwendung an Täter statt frühzeitiger Aufklärung. Whistleblower, Ermittler und Insider zeichnen ein Bild von systemischem Versagen, an dessen Ende unbeantwortete Fragen zu Gerechtigkeit bleiben. Ein Justizgebäude als Symbol steht im Raum, während die Verantwortungsvollen nach Wegen suchen, Missstände endgültig aufzuarbeiten und rechtlich zu beurteilen.