
Sprechstunde Liebe - Hilfe bei Beziehungsproblemen und Liebeskummer
Sarah Beyer
Beschreibung
Ich bin Sarah Beyer, Paartherapeutin & Beziehungscoach und begleite seit über 10 Jahren Menschen in meiner Praxis "Die Beziehungsschmiede" in München bei Beziehungsproblemen, Trennungen und der Partnersuche. Hier im Podcast beantworte ich eure Fragen wie:
- Wie löse ich Konflikte in meiner Beziehung?
- Was sind Bindungsmuster und Bindungstypen und wie beeinflussen sie meine Partnerschaft und Partnerwahl?
- Wie gehe ich mit Liebeskummer um?
- Wie kann ich meinen Ex loslassen?
- Wie finde ich als Single endlich den richtigen Partner?
- Was mache ich, wenn mein Partner oder ich selbst eine Affaire habe?
- Wie kann ich meine Beziehung retten, wenn wir in der Krise stecken?
- Wie kann ich eine Trennung verhindern?
In jeder Folge bekommst du psychologisches Wissen zur Entstehung von Beziehungsproblemen und konkrete Werkzeuge aus meiner Praxis für dich zum Reflektieren und Ausprobieren.
Sprechstunde Liebe ist für alle, die genug vom Drama haben und sich inspirieren lassen möchten, endlich glückliche, erfüllende Verbindungen zu leben - mit anderen und sich selbst.
Dabei lege ich besonderen Wert auf den Perspektivwechsel: Dinge mal aus einer anderen Sicht zu sehen eröffnet Wege aus den sogenannten Beziehungs - Mindfucks. Lass dich überraschen!
Mehr Informationen:
Website: https://www.diebeziehungsschmiede.de/
Instagram: https://www.instagram.com/sprechstundeliebe
E-Mail: podcast@diebeziehungsschmiede.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

09 Wie zeigt sich Trauma in Beziehungen?
Einführung in das Thema Bindungstrauma
In dieser Episode wird das Thema Bindungstrauma in Beziehungen behandelt. Die Gastgeberin Sarah Beyer, zusammen mit ihrer Kollegin Julia Wiedemann, einer Traumatherapeutin, diskutieren die Auswirkungen von Trauma auf das Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie betonen die Bedeutung, über Trauma zu sprechen, um das Verständnis innerhalb der Gesellschaft zu fördern.
Was ist Trauma?
Julia beschreibt Trauma als eine seelische Wunde, die entsteht, wenn Menschen emotional überfordert werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Traumata, einschließlich Bindungstraumata, die aus zwischenmenschlichen Erfahrungen resultieren. Diese Traumata können das Verhalten und die Bindungsfähigkeit eines Menschen im Laufe seines Lebens prägen.
Bindungsstile und ihre Auswirkungen
Die beiden Therapeutinnen erläutern die verschiedenen Bindungsstile: sicher, ängstlich, vermeidend und desorganisiert. Besonders bei unsicheren Bindungsstilen zeigen sich oft Schwierigkeiten in Beziehungen, die auf vergangene Traumata zurückzuführen sind. Es wird diskutiert, wie sich diese Stile in Verhaltensweisen, wie Verlustangst oder Misstrauen, äußern.
Erkennen von Bindungstrauma
Die Episode bietet Einsichten, wie man Anzeichen eines Bindungstraumas erkennen kann, wie etwa unangemessene emotionale Reaktionen oder das ständige Bedürfnis nach Bestätigung. Sarah und Julia besprechen auch, dass Klienten oft nicht direkt mit dem Begriff „Bindungstrauma“ zu ihnen kommen, sondern ihre Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen schildern.
Regulierung des Nervensystems
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Regulierung des Nervensystems. Julia erklärt, dass ein reguliertes Nervensystem es Menschen ermöglicht, mit Stress umzugehen und sich schnell zu beruhigen. Die Therapeutinnen betonen die Wichtigkeit von therapeutischen Beziehungen zur Entwicklung dieser Fähigkeiten.
Neuroplastizität und Trauma
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Neuroplastizität, die es dem Gehirn ermöglicht, neue Netzwerke zu bilden und traumatische Erfahrungen neu zu verarbeiten. Julia erklärt, dass es nicht darum geht, Trauma zu löschen, sondern es zu integrieren, sodass es nicht mehr belastend wirkt.
Therapeutische Methoden
Die Episode stellt EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) vor, eine Methode zur Verarbeitung traumatischer Erinnerungen. Julia teilt, wie EMDR in der Therapie von Bindungstrauma angewendet werden kann, um emotionale Belastungen zu reduzieren und die Verarbeitung von negativen Erfahrungen zu erleichtern.
Schlussfolgerung
Abschließend betonen Sarah und Julia die Bedeutung der Auseinandersetzung mit eigenen traumatischen Erfahrungen, um gesunde Beziehungen zu ermöglichen. Sie ermutigen die Zuhörer, Verantwortung für ihre emotionale Gesundheit zu übernehmen und die Möglichkeit zur Heilung zu nutzen.

08 Polyamore Beziehung - Wie ist es, zwei Männer zu lieben? Mit Anika Mehlis
Einführung in die Paartherapie
In der Paartherapie begegnet Paartherapeutin Sarah Bayer häufig unzufriedenen Paaren, die das Gefühl haben, dass etwas in ihrer Beziehung fehlt. Diese Unzufriedenheit kann zu Trennungen oder Affären führen, während andere Paare alternative Beziehungsmodelle, wie Polyamorie, in Betracht ziehen.
Polyamorie erklärt
Polyamorie bedeutet, in einer Beziehung mit mehreren Partnern zu leben und unterscheidet sich von Monogamie und Polygamie. In der Gesellschaft ist Polyamorie oft unsichtbar und wird selten offen gelebt. Sarah spricht mit Annika, einer Frau, die in einer polyamoren Beziehung lebt, über ihre Erfahrungen.
Annikas Weg zur Polyamorie
Annika hat viele Jahre in einer monogamen Ehe gelebt, bevor sie und ihr Mann begannen, ihre Beziehung zu öffnen. Dies geschah schrittweise und basierte auf ehrlicher Kommunikation über ihre Bedürfnisse und Wünsche. Annika hat heute zwei feste Partner, während ihr Ehemann andere Menschen datet.
Beziehungsstrukturen und Zeitmanagement
In polyamoren Beziehungen ist es wichtig, Zeit und Aufmerksamkeit für alle Partner zu managen. Annika und ihre Partner nutzen gemeinsame Kalender und regelmäßige Gespräche, um Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren und sicherzustellen, dass sich niemand vernachlässigt fühlt.
Eifersucht und persönliche Entwicklung
Eifersucht ist ein häufiges Thema in Beziehungen, unabhängig von der Beziehungsform. Annika betont, dass jeder Mensch Phasen der Eifersucht durchlebt, und dass die Arbeit an der eigenen Sicherheit und Selbstwertgefühl entscheidend ist, um mit Eifersucht umzugehen.
Gesellschaftliche Akzeptanz von Polyamorie
Annika berichtet von überwiegend positiven Erfahrungen mit ihrem Lebensstil, sieht jedoch auch, dass viele Menschen Berührungsängste haben. Sie wünscht sich mehr Toleranz und Offenheit für nicht-monogame Beziehungsformen und glaubt an die Möglichkeit, dass mehr Liebe in der Gesellschaft gelebt werden kann.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Das Gespräch endet mit der Überlegung, dass eine offenere Haltung gegenüber verschiedenen Beziehungsformen zu mehr Liebe und Verständnis führen könnte. Annika und Sarah betonen die Wichtigkeit von Kommunikation, Reflexion und dem Mut, neue Wege in Beziehungen zu gehen.

07 Einsamkeit in der Ehe: Soll ich gehen oder bleiben?
Einsamkeit in der Beziehung
In langjährigen Beziehungen kann eine besondere Form der Einsamkeit entstehen, in der man trotz Partnerschaft das Gefühl hat, allein zu sein. Dies führt oft zu Scham und der Frage, ob man gehen oder bleiben soll.
Die Geschichte von Maria
Maria, eine Klientin, erlebte Einsamkeit in ihrer Ehe. Trotz einer aktiven Rolle in der Familie fühlte sie sich von ihrem Ehemann emotional entfremdet. Nach der Abreise ihrer Tochter ins Ausland wurde ihre Einsamkeit besonders deutlich, was sie dazu brachte, über eine Trennung nachzudenken.
Forschung zu Einsamkeit in Beziehungen
Studien zeigen, dass viele Menschen in Partnerschaften einsam sind, ähnlich wie Singles. Einsamkeit entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen den gewünschten und realen Beziehungen. In langjährigen Beziehungen nimmt die Intimität ab, was oft zu Entfremdung führt.
Folgen von unglücklichen Beziehungen
Eine unglückliche Beziehung kann sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken. Studien belegen, dass Menschen in unglücklichen Partnerschaften oft gesundheitliche Probleme erleben. Trennungen sind ebenfalls schmerzhaft, führen jedoch oft zu einer Erholung und persönlichem Wachstum.
Coaching-Tool: Das Tetralemma
Ein hilfreiches Tool zur Entscheidungsfindung ist das Tetralemma, das fünf Optionen statt nur zwei bietet: die Ist-Situation beizubehalten, sie zu ändern, eine Kombination aus beidem, weder noch oder etwas ganz anderes. Dieses Tool hilft, Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Optionen zu gewinnen.
Marias Entscheidung
Maria wählte schließlich die Option, sich von ihrem Ehemann zu trennen und ein neues Leben für sich zu beginnen. Heute ist sie glücklich und fühlt sich frei, was zeigt, dass Veränderungen möglich sind und zur persönlichen Erfüllung führen können.
Der Weg zur Entscheidung
Ähnlich wie die polynesischen Seefahrer sollten Menschen bereit sein, in Unsicherheit zu navigieren und ihren Kurs basierend auf inneren Bedürfnissen und äußeren Signalen anzupassen. Es ist wichtig, eine Richtung zu wählen und sich nicht von der Angst vor dem Unbekannten leiten zu lassen.