Sprache & Gender(n)
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Sprache & Gender(n)

Dr. Jens Fleischhauer, Dr. Stefan Hartmann, Dr. Dominic Schmitz

Beschreibung

Was haben Sprache und Gender miteinander zu tun? Worum geht es beim Gendern? In unserem Podcast greifen wir diese Fragen aus wissenschaftlicher Sicht auf. Der Podcast ist im Wintersemester 2025/2026 im Rahmen eines interdisziplinären Lehrprojekts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden und wurde von der Bürgeruniversität der HHU unterstützt. https://spracheundgendern.phil.hhu.de/

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

10. Sprachvereine

26.08.2026

Einführung in Sprachvereine

In dieser Episode wird die Rolle von Sprachvereinen in der Diskussion um gendergerechte Sprache behandelt. Sprachvereine sind Organisationen, die sich mit der Pflege und dem Schutz der deutschen Sprache beschäftigen und haben ihre Wurzeln im Barock.

Wichtige Sprachvereine in Deutschland

Es werden mehrere bedeutende Sprachvereine vorgestellt, darunter die Gesellschaft für deutsche Sprache (GFDS), die staatliche Unterstützung erhält, und der Verein Deutsche Sprache (VDS), der privat agiert. Beide haben unterschiedliche Ansätze zur Sprachpflege und zur Behandlung von Themen wie Anglizismen und gendergerechte Sprache.

Aktuelle Themen der Sprachvereine

Die Diskussion um gendergerechte Sprache hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Während die GFDS für einige Formen des Genderns offen ist, lehnen andere Sprachvereine wie der VDS und VFS diese ab und kritisieren sie als übertrieben oder gefährlich.

Argumente gegen gendergerechte Sprache

Gegen gendergerechte Sprache werden verschiedene Argumente vorgebracht, die oft ideologisch gefärbt sind. Kritiker verwenden eine starke und emotionale Sprache, um ihre Position zu untermauern, und sehen in gendergerechter Sprache eine Bedrohung für das Deutsche.

Einfluss der Sprachvereine

Die Sprachvereine sind im öffentlichen Diskurs sehr präsent und aktiv, was ihren Einfluss auf die gesellschaftliche Diskussion über Sprache und Gender betrifft. Ihre Sichtweisen werden häufig in den Medien aufgegriffen, was zu einer verstärkten Wahrnehmung ihrer Argumente führt.

Einführung in Sprachvereine

In dieser Episode wird die Rolle von Sprachvereinen in der Diskussion um gendergerechte Sprache behandelt. Sprachvereine sind Organisationen, die sich mit der Pflege und dem Schutz der deutschen Sprache beschäftigen und haben ihre Wurzeln im Barock.

Wichtige Sprachvereine in Deutschland

Es werden mehrere bedeutende Sprachvereine vorgestellt, darunter die Gesellschaft für deutsche Sprache (GFDS), die staatliche Unterstützung erhält, und der Verein Deutsche Sprache (VDS), der privat agiert. Beide haben unterschiedliche Ansätze zur Sprachpflege und zur Behandlung von Themen wie Anglizismen und gendergerechte Sprache.

Aktuelle Themen der Sprachvereine

Die Diskussion um gendergerechte Sprache hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Während die GFDS für einige Formen des Genderns offen ist, lehnen andere Sprachvereine wie der VDS und VFS diese ab und kritisieren sie als übertrieben oder gefährlich.

Argumente gegen gendergerechte Sprache

Gegen gendergerechte Sprache werden verschiedene Argumente vorgebracht, die oft ideologisch gefärbt sind. Kritiker verwenden eine starke und emotionale Sprache, um ihre Position zu untermauern, und sehen in gendergerechter Sprache eine Bedrohung für das Deutsche.

Einfluss der Sprachvereine

Die Sprachvereine sind im öffentlichen Diskurs sehr präsent und aktiv, was ihren Einfluss auf die gesellschaftliche Diskussion über Sprache und Gender betrifft. Ihre Sichtweisen werden häufig in den Medien aufgegriffen, was zu einer verstärkten Wahrnehmung ihrer Argumente führt.

9. Mitgemeint = Mitgedacht? Wie Gendern mentale Repräsentationen beeinflusst

13.08.2026

Einführung in das Thema Gendern

In dieser Podcastfolge wird die Wirkung gendersensibler Sprache auf mentale Repräsentationen und die Sichtbarkeit verschiedener Geschlechter diskutiert. Die Sprecher*innen stellen die Frage, ob gendersensible Formulierungen, wie Polizist*innen, Frauen und nicht-binäre Personen mehr mitdenken und sichtbar machen.

Formen des Genderns

Es werden verschiedene Genderformen vorgestellt, darunter Binnen-I, Genderstern, Doppelnennung und Neutralisierung. Jede Variante hat ihre eigene Funktion und wird unterschiedlich in gesprochener und geschriebener Sprache verwendet. Die Verwendung dieser Formen hat Einfluss auf die mentale Repräsentation der Geschlechter.

Studien zur mentalen Repräsentation

Die Diskussion bezieht sich auf mehrere Studien, die zeigen, dass gendersensible Sprache die Vorstellung von Geschlechterverhältnissen beeinflusst. Insbesondere der Genderstern zeigt signifikante Effekte auf die Wahrnehmung von Frauen in traditionell männlich dominierten Berufen.

Wirkung gendersensibler Ansprachen

Eine spezifische Studie untersucht die Wirkung verschiedener gendersensibler Ansprachen auf Erwachsene und Kinder. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache die mentale Repräsentation von Frauen in Berufen verbessert, auch wenn die Verständlichkeit in manchen Fällen leidet.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Gendern nicht nur mentale Repräsentationen beeinflusst, sondern auch die Sichtbarkeit und Wahrnehmung von Gender in der Gesellschaft erhöht. Diese Erkenntnisse sind bedeutend für die Diskussion über Sprache und Gender.

Einführung in das Thema Gendern

In dieser Podcastfolge wird die Wirkung gendersensibler Sprache auf mentale Repräsentationen und die Sichtbarkeit verschiedener Geschlechter diskutiert. Die Sprecher*innen stellen die Frage, ob gendersensible Formulierungen, wie Polizist*innen, Frauen und nicht-binäre Personen mehr mitdenken und sichtbar machen.

Formen des Genderns

Es werden verschiedene Genderformen vorgestellt, darunter Binnen-I, Genderstern, Doppelnennung und Neutralisierung. Jede Variante hat ihre eigene Funktion und wird unterschiedlich in gesprochener und geschriebener Sprache verwendet. Die Verwendung dieser Formen hat Einfluss auf die mentale Repräsentation der Geschlechter.

Studien zur mentalen Repräsentation

Die Diskussion bezieht sich auf mehrere Studien, die zeigen, dass gendersensible Sprache die Vorstellung von Geschlechterverhältnissen beeinflusst. Insbesondere der Genderstern zeigt signifikante Effekte auf die Wahrnehmung von Frauen in traditionell männlich dominierten Berufen.

Wirkung gendersensibler Ansprachen

Eine spezifische Studie untersucht die Wirkung verschiedener gendersensibler Ansprachen auf Erwachsene und Kinder. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache die mentale Repräsentation von Frauen in Berufen verbessert, auch wenn die Verständlichkeit in manchen Fällen leidet.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Gendern nicht nur mentale Repräsentationen beeinflusst, sondern auch die Sichtbarkeit und Wahrnehmung von Gender in der Gesellschaft erhöht. Diese Erkenntnisse sind bedeutend für die Diskussion über Sprache und Gender.

8. Gendern und Textverständnis

30.07.2026

Einführung in die Thematik

Die Diskussion über gendergerechte Sprache und deren Einfluss auf den Lesefluss ist emotional aufgeladen, wird jedoch selten empirisch untersucht. Diese Episode widmet sich der Frage, ob gendergerechte Sprache Texte schwer verständlich macht.

Subjektive vs. objektive Verständlichkeit

Es wird zwischen subjektiver Verständlichkeit, also dem persönlichen Empfinden beim Lesen, und objektiver Verarbeitung, der tatsächlichen Lesegeschwindigkeit und dem Erinnerungsvermögen, unterschieden. Studien zeigen, dass diese beiden Dimensionen nicht immer übereinstimmen.

Forschungsergebnisse

Wichtige Studien belegen, dass gendergerechte Sprache die Informationsaufnahme nicht signifikant beeinträchtigt, auch wenn subjektive Bewertungen variieren. Gendersternformen sind nicht grundsätzlich langsamer zu lesen als generische Maskulina.

Einfluss von Gewöhnung und Bildung

Die Forschung zeigt, dass mit zunehmender Exposition gegenüber gendergerechten Formen die Verarbeitung effizienter wird. Unterschiede in der Verarbeitung sind eher kontextabhängig und nicht ausschließlich auf Bildungsgrad zurückzuführen.

Methodische Überlegungen

Die Ergebnisse stammen aus einem Online-Experiment mit 123 Teilnehmenden, wobei die Lesezeiten auf Wortebene gemessen wurden. Es wird betont, dass solche Ergebnisse nicht als absolute Wahrheit, sondern als Teil des Forschungsstandes zu verstehen sind.

Gesellschaftliche Relevanz

Die starke gesellschaftliche Reaktion auf gendergerechte Sprache kann nicht nur auf kognitive Effekte zurückgeführt werden, sondern auch auf ideologische Einstellungen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass es keine belastbare Evidenz für massive Verständnisschwierigkeiten durch gendergerechte Sprache gibt.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend zeigen die Daten, dass gendergerechte Sprache Texte nicht grundsätzlich unlesbar macht. Stattdessen sind die Effekte klein, kontextabhängig und im Rahmen normaler Sprachverarbeitung.

Einführung in die Thematik

Die Diskussion über gendergerechte Sprache und deren Einfluss auf den Lesefluss ist emotional aufgeladen, wird jedoch selten empirisch untersucht. Diese Episode widmet sich der Frage, ob gendergerechte Sprache Texte schwer verständlich macht.

Subjektive vs. objektive Verständlichkeit

Es wird zwischen subjektiver Verständlichkeit, also dem persönlichen Empfinden beim Lesen, und objektiver Verarbeitung, der tatsächlichen Lesegeschwindigkeit und dem Erinnerungsvermögen, unterschieden. Studien zeigen, dass diese beiden Dimensionen nicht immer übereinstimmen.

Forschungsergebnisse

Wichtige Studien belegen, dass gendergerechte Sprache die Informationsaufnahme nicht signifikant beeinträchtigt, auch wenn subjektive Bewertungen variieren. Gendersternformen sind nicht grundsätzlich langsamer zu lesen als generische Maskulina.

Einfluss von Gewöhnung und Bildung

Die Forschung zeigt, dass mit zunehmender Exposition gegenüber gendergerechten Formen die Verarbeitung effizienter wird. Unterschiede in der Verarbeitung sind eher kontextabhängig und nicht ausschließlich auf Bildungsgrad zurückzuführen.

Methodische Überlegungen

Die Ergebnisse stammen aus einem Online-Experiment mit 123 Teilnehmenden, wobei die Lesezeiten auf Wortebene gemessen wurden. Es wird betont, dass solche Ergebnisse nicht als absolute Wahrheit, sondern als Teil des Forschungsstandes zu verstehen sind.

Gesellschaftliche Relevanz

Die starke gesellschaftliche Reaktion auf gendergerechte Sprache kann nicht nur auf kognitive Effekte zurückgeführt werden, sondern auch auf ideologische Einstellungen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass es keine belastbare Evidenz für massive Verständnisschwierigkeiten durch gendergerechte Sprache gibt.

Schlussfolgerung

Zusammenfassend zeigen die Daten, dass gendergerechte Sprache Texte nicht grundsätzlich unlesbar macht. Stattdessen sind die Effekte klein, kontextabhängig und im Rahmen normaler Sprachverarbeitung.