Was in uns leise ist – ein Gespräch mit Manja
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Was in uns leise ist – ein Gespräch mit Manja

Manja Neundorf

Beschreibung

„Was in uns leise ist“ ist ein Gespräch mit Manja Neundorf – psychologische Beraterin, systemische Coachin und Begleiterin für Menschen, die sich selbst wieder näherkommen wollen.

Keine Ratgeber-Folgen. Keine fünf Schritte zu einem besseren Leben.
Sondern echte Gespräche. Über das, was uns bewegt. Über Heilung, Veränderung, Beziehungen – und die leisen Momente dazwischen.
Für alle, die aufgehört haben, wegzuschauen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 10: Eine Diagnose erklärt gar nichts – über Krankheit, Trauma und Verantwortung

08.10.2026
Manja war in Berlin bei einem Vortrag von Gabor Maté und hat von dort eine Frage mitgebracht, die alles durchzieht: Was sagt eine Diagnose eigentlich aus? Und was sagt sie ausdrücklich nicht?Ausgangspunkt sind zwei Grundbedürfnisse, mit denen jeder Mensch auf die Welt kommt: Bindung und das eigene authentische Ich. Und der Konflikt daraus – ich muss unauthentisch werden, um verbunden zu bleiben – erzeugt Dauerstress. Weil Nervensystem und Immunsystem nach derselben Logik arbeiten, übernimmt irgendwann das eine, wenn wir uns um das andere nicht kümmern.Daraus wird ein Gespräch über Autoimmunerkrankungen und warum Frauen deutlich häufiger betroffen sind. Über die Geburt als erste prägende Erfahrung und darüber, dass Frauen währenddessen die eigene Intuition abgesprochen wird. Über Männer, Herzinfarkte und die Frage, wen das Patriarchat eigentlich bevorteilt.Im zweiten Teil wird es grundsätzlich: Depression erklärt nicht, warum es dir schlecht geht – sie beschreibt nur, was passiert. Für keine psychische Diagnose gibt es einen Bluttest. Und Matés Whisky-Beispiel macht in dreißig Sekunden klar, warum ein Serotoninmangel nicht die Ursache sein kann, auch wenn Medikamente wirklich helfen.Außerdem: warum Narzissmus ebenfalls nur eine Beschreibung ist, was es dir bringt, dein Gegenüber zu diagnostizieren (Spoiler: nichts), und wie sich Depression zwischen Mutter und Tochter weitergibt, ohne vererbt zu werden.Und dann der Satz, bei dem Manja selbst Stress bekommt, wenn sie ihn ausspricht: Eine Diagnose befreit dich nicht davon, Verantwortung für dein Verhalten zu übernehmen.Es geht in dieser Folge nie darum, Medizin oder Medikamente infrage zu stellen. Es geht um die zweite Frage, die danach kommt: Was steckt eigentlich dahinter?🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen. Mit Video im Blog auf manja-neundorf.de.

Manja war in Berlin bei einem Vortrag von Gabor Maté und hat von dort eine Frage mitgebracht, die alles durchzieht: Was sagt eine Diagnose eigentlich aus? Und was sagt sie ausdrücklich nicht?

Ausgangspunkt sind zwei Grundbedürfnisse, mit denen jeder Mensch auf die Welt kommt: Bindung und das eigene authentische Ich. Und der Konflikt daraus – ich muss unauthentisch werden, um verbunden zu bleiben – erzeugt Dauerstress. Weil Nervensystem und Immunsystem nach derselben Logik arbeiten, übernimmt irgendwann das eine, wenn wir uns um das andere nicht kümmern.

Daraus wird ein Gespräch über Autoimmunerkrankungen und warum Frauen deutlich häufiger betroffen sind. Über die Geburt als erste prägende Erfahrung und darüber, dass Frauen währenddessen die eigene Intuition abgesprochen wird. Über Männer, Herzinfarkte und die Frage, wen das Patriarchat eigentlich bevorteilt.

Im zweiten Teil wird es grundsätzlich: Depression erklärt nicht, warum es dir schlecht geht – sie beschreibt nur, was passiert. Für keine psychische Diagnose gibt es einen Bluttest. Und Matés Whisky-Beispiel macht in dreißig Sekunden klar, warum ein Serotoninmangel nicht die Ursache sein kann, auch wenn Medikamente wirklich helfen.

Außerdem: warum Narzissmus ebenfalls nur eine Beschreibung ist, was es dir bringt, dein Gegenüber zu diagnostizieren (Spoiler: nichts), und wie sich Depression zwischen Mutter und Tochter weitergibt, ohne vererbt zu werden.

Und dann der Satz, bei dem Manja selbst Stress bekommt, wenn sie ihn ausspricht: Eine Diagnose befreit dich nicht davon, Verantwortung für dein Verhalten zu übernehmen.

Es geht in dieser Folge nie darum, Medizin oder Medikamente infrage zu stellen. Es geht um die zweite Frage, die danach kommt: Was steckt eigentlich dahinter?

🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen. Mit Video im Blog auf manja-neundorf.de.


Folge 9: Was mache ich jetzt mit meinen Erkenntnissen? Warum Selbstfürsorge allein nicht reicht

24.09.2026
Nach den beiden Folgen über die Beziehung zu unseren Eltern kam in den Kommentaren immer wieder dieselbe Frage: Okay, ist mir jetzt klar. Aber was mache ich denn jetzt damit?Diese Folge ist die Antwort.Manja und Sally sprechen darüber, was du ganz für dich allein tun kannst – wieder sortiert nach den vier Ebenen. Physisch: warum das Handy aus dem Schlafzimmer gehört und was die halbe Stunde zwischen Feierabend und Kita mit deinem Nervensystem macht. Mental: warum unser Gehirn stinkfaul ist und Irritation braucht. Emotional: wie du vom „mir geht's schlecht" über das benannte Gefühl zu einem konkreten Bedürfnis kommst – durchgespielt am ganz normalen verkorksten Sonntagabend. Und energetisch: womit und mit wem du dich eigentlich umgibst.Vorab klärt Manja noch einen Satz aus Folge 7, der für viel Wirbel gesorgt hat: Das Verhalten deiner Eltern abzulehnen und den Menschen anzunehmen, von dem du kommst, sind zwei verschiedene Dinge.Und dann kommt der eigentliche Kern: Selbstfürsorge trägt weit, aber sie hat eine Grenze. Wunden, die in Bindung entstanden sind, heilen auch nur in Bindung. Wer sich nach einer schmerzhaften Erfahrung vornimmt, erst mal allein zu heilen, dem fehlt der Spiegel – und wer zehn Jahre ohne Spiegel an sich arbeitet, landet irgendwann bei narzisstischen Tendenzen statt bei Heilung.Zum Schluss ein Überblick über die Methoden: Gesprächstherapie, innere Kindarbeit, EMDR und Familienaufstellung. Inklusive dem tapferen Versuch, Aufstellungsarbeit zu erklären, ohne sie kaputtzureden.Außerdem: warum dir der Stuhl beim Coaching auch dann zusteht, wenn andere „Schlimmeres" haben. Und die gute Nachricht, dass kein Gefühl für immer bleibt.🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen.

Nach den beiden Folgen über die Beziehung zu unseren Eltern kam in den Kommentaren immer wieder dieselbe Frage: Okay, ist mir jetzt klar. Aber was mache ich denn jetzt damit?

Diese Folge ist die Antwort.

Manja und Sally sprechen darüber, was du ganz für dich allein tun kannst – wieder sortiert nach den vier Ebenen. Physisch: warum das Handy aus dem Schlafzimmer gehört und was die halbe Stunde zwischen Feierabend und Kita mit deinem Nervensystem macht. Mental: warum unser Gehirn stinkfaul ist und Irritation braucht. Emotional: wie du vom „mir geht's schlecht" über das benannte Gefühl zu einem konkreten Bedürfnis kommst – durchgespielt am ganz normalen verkorksten Sonntagabend. Und energetisch: womit und mit wem du dich eigentlich umgibst.

Vorab klärt Manja noch einen Satz aus Folge 7, der für viel Wirbel gesorgt hat: Das Verhalten deiner Eltern abzulehnen und den Menschen anzunehmen, von dem du kommst, sind zwei verschiedene Dinge.

Und dann kommt der eigentliche Kern: Selbstfürsorge trägt weit, aber sie hat eine Grenze. Wunden, die in Bindung entstanden sind, heilen auch nur in Bindung. Wer sich nach einer schmerzhaften Erfahrung vornimmt, erst mal allein zu heilen, dem fehlt der Spiegel – und wer zehn Jahre ohne Spiegel an sich arbeitet, landet irgendwann bei narzisstischen Tendenzen statt bei Heilung.

Zum Schluss ein Überblick über die Methoden: Gesprächstherapie, innere Kindarbeit, EMDR und Familienaufstellung. Inklusive dem tapferen Versuch, Aufstellungsarbeit zu erklären, ohne sie kaputtzureden.

Außerdem: warum dir der Stuhl beim Coaching auch dann zusteht, wenn andere „Schlimmeres" haben. Und die gute Nachricht, dass kein Gefühl für immer bleibt.

🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen.

Folge 8: Kontaktabbruch ist nicht das Ende – über Distanz zwischen Eltern und Kindern

10.09.2026
Kontaktabbruch klingt nach einem Endpunkt. Nach einer Tür, die zufällt. In dieser Folge wird daraus etwas anderes.Manja und Sally sprechen darüber, was passiert, wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen – oder Eltern den zu ihren Kindern. Und darüber, dass es nicht den einen Kontaktabbruch gibt: Manche Distanz ist ein gesunder Prozess, manche eine notwendige Abgrenzung, manche das Ende eines Fasses, das sich über Jahre gefüllt hat.Im Zentrum steht ein Modell, das viel sortiert: die vier Ebenen von Nähe und Distanz. Physisch, mental, emotional und energetisch. Warum es wenig bringt, nur über die erste zu streiten – und wie sich ein einziger Satz wie „Mensch, du hättest auch mal anrufen können" durch alle vier Ebenen zieht.Es geht um die zwei Geschichten, die bei einem Bruch immer aufeinandertreffen: „Ich werde nicht gehört" und „Ich habe alles gemacht, was ich konnte". Beide stimmen. Beide werden zu selten erzählt.Außerdem: vier Mantras für die Zeit der Distanz. Warum der Sack mit allem, was in der Kindheit gefehlt hat, nie an der Tür klopfen wird. Was passiert, wenn Eltern den Kontakt abbrechen – und warum das manchmal ein Geschenk sein kann. Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortungsübernahme. Und die vielleicht größte Lebenslüge von Eltern: alles richtig gemacht zu haben.Zum Schluss zwei Bitten. An die Kinder: Sagt ihnen, woran sie arbeiten sollen. Und an die Eltern: Hört einfach zu.Diese Folge baut auf Folge 7 auf – wer beide hört, versteht mehr.🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen.

Kontaktabbruch klingt nach einem Endpunkt. Nach einer Tür, die zufällt. In dieser Folge wird daraus etwas anderes.

Manja und Sally sprechen darüber, was passiert, wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen – oder Eltern den zu ihren Kindern. Und darüber, dass es nicht den einen Kontaktabbruch gibt: Manche Distanz ist ein gesunder Prozess, manche eine notwendige Abgrenzung, manche das Ende eines Fasses, das sich über Jahre gefüllt hat.

Im Zentrum steht ein Modell, das viel sortiert: die vier Ebenen von Nähe und Distanz. Physisch, mental, emotional und energetisch. Warum es wenig bringt, nur über die erste zu streiten – und wie sich ein einziger Satz wie „Mensch, du hättest auch mal anrufen können" durch alle vier Ebenen zieht.

Es geht um die zwei Geschichten, die bei einem Bruch immer aufeinandertreffen: „Ich werde nicht gehört" und „Ich habe alles gemacht, was ich konnte". Beide stimmen. Beide werden zu selten erzählt.

Außerdem: vier Mantras für die Zeit der Distanz. Warum der Sack mit allem, was in der Kindheit gefehlt hat, nie an der Tür klopfen wird. Was passiert, wenn Eltern den Kontakt abbrechen – und warum das manchmal ein Geschenk sein kann. Der Unterschied zwischen Schuld und Verantwortungsübernahme. Und die vielleicht größte Lebenslüge von Eltern: alles richtig gemacht zu haben.

Zum Schluss zwei Bitten. An die Kinder: Sagt ihnen, woran sie arbeiten sollen. Und an die Eltern: Hört einfach zu.

Diese Folge baut auf Folge 7 auf – wer beide hört, versteht mehr.

🎧 Jetzt reinhören. Neue Folgen alle zwei Wochen.