Empirisch denken — damit wir wissen, was wir tun
Podcast
de-de

Empirisch denken — damit wir wissen, was wir tun

Der Methodenkompass

Beschreibung

Empirisch denken ist eine Podcast-Reihe über wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – verständlich, kritisch und anhand vieler Beispiele. Im Mittelpunkt stehen Forschungsfragen, Hypothesen, Daten, Modelle, Kausalität, Regression, Fragebögen, Textanalyse, Repräsentativität und typische Denkfehler.

Der Podcast richtet sich an alle, die empirische Forschung nicht nur anwenden, sondern wirklich verstehen wollen. Basierend auf meiner 15-jährigen Arbeit an der Universität Bayreuth und mit KI-Unterstützung verständlich aufbereitet.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Bonus-Folge: Juvenal — der schwarze Schwan als unmöglicher Vogel

15.09.2026

Der schwarze Schwan als rhetorische Figur

Der schwarze Schwan wurde ursprünglich von Juwenal als rhetorische Figur verwendet, bevor er später für Konzepte wie Falsifikation und radikale Unsicherheit bekannt wurde. In seiner sechsten Satire beschreibt Juwenal einen seltenen Vogel, der einem schwarzen Schwan ähnelt, und verwendet ihn als Metapher für die nahezu unmögliche Existenz einer perfekten Ehefrau.

Satirische Perspektive und empirische Grenzen

Juwenals Satire ist stark misogyn und stellt die Ehe und Frauen in einem überzeichneten Licht dar. Der schwarze Schwan symbolisiert etwas, das außerhalb der damaligen Erfahrungswelt lag. In Europa waren Schwäne traditionell weiß, was den schwarzen Schwan zu einem Sinnbild für das Unmögliche macht.

Erkenntnistheoretische Implikationen

Die Entdeckung schwarzer Schwäne durch europäische Reisende im 17. Jahrhundert stellt die Grenzen des Erfahrungsraums in Frage. Diese Erkenntnis zeigt, dass Dinge, die als unmöglich gelten, möglicherweise existieren, auch wenn sie noch nicht beobachtet wurden. Der schwarze Schwan bei Juwenal verdeutlicht die epistemischen Begrenzungen, die unser Verständnis der Realität beeinflussen.

Bedeutung für die Wissenschaft

Die zentrale Botschaft ist, dass das Unmögliche oft nicht wirklich unmöglich ist, sondern lediglich außerhalb unseres bisherigen Wissens liegt. Wissenschaft muss daher nicht nur nach Bestätigung streben, sondern auch offen für Überraschungen und das Unerwartete sein.

Der schwarze Schwan als rhetorische Figur

Der schwarze Schwan wurde ursprünglich von Juwenal als rhetorische Figur verwendet, bevor er später für Konzepte wie Falsifikation und radikale Unsicherheit bekannt wurde. In seiner sechsten Satire beschreibt Juwenal einen seltenen Vogel, der einem schwarzen Schwan ähnelt, und verwendet ihn als Metapher für die nahezu unmögliche Existenz einer perfekten Ehefrau.

Satirische Perspektive und empirische Grenzen

Juwenals Satire ist stark misogyn und stellt die Ehe und Frauen in einem überzeichneten Licht dar. Der schwarze Schwan symbolisiert etwas, das außerhalb der damaligen Erfahrungswelt lag. In Europa waren Schwäne traditionell weiß, was den schwarzen Schwan zu einem Sinnbild für das Unmögliche macht.

Erkenntnistheoretische Implikationen

Die Entdeckung schwarzer Schwäne durch europäische Reisende im 17. Jahrhundert stellt die Grenzen des Erfahrungsraums in Frage. Diese Erkenntnis zeigt, dass Dinge, die als unmöglich gelten, möglicherweise existieren, auch wenn sie noch nicht beobachtet wurden. Der schwarze Schwan bei Juwenal verdeutlicht die epistemischen Begrenzungen, die unser Verständnis der Realität beeinflussen.

Bedeutung für die Wissenschaft

Die zentrale Botschaft ist, dass das Unmögliche oft nicht wirklich unmöglich ist, sondern lediglich außerhalb unseres bisherigen Wissens liegt. Wissenschaft muss daher nicht nur nach Bestätigung streben, sondern auch offen für Überraschungen und das Unerwartete sein.

Warum Widerspruch produktiv ist

15.09.2026

Wissen und Gewissheit im Fokus

In dieser Folge wird die grundlegende Frage behandelt, wie wir mit Wissen und Gewissheit umgehen. Der schwarze Schwan warnt vor epistemischer Selbstüberschätzung, indem er darauf hinweist, dass frühere Beobachtungen keine endgültige Gewissheit bieten. Das graue Nashorn hebt hervor, dass selbst korrektes Wissen wirkungslos bleibt, wenn es nicht in Handeln umgesetzt wird.

Die Gefahren von Bestätigung und Hybris

Bestätigung ist nicht gleich Erkenntnis. Wenn Überzeugungen nicht kritisch hinterfragt werden, führt das zu Hybris. Dies gilt nicht nur für menschliches Verhalten, sondern auch für Systeme wie Large Language Models, die dazu neigen, vorherrschende Überzeugungen zu bestätigen, was die kritische Prüfung schwächt.

Die Rolle des Widerspruchs

Der Widerspruch spielt eine produktive Rolle, indem er uns zwingt, zwischen Wissen, Glauben und Handeln zu unterscheiden. Er stört die Gewissheit und schützt somit die Erkenntnis. Die zentrale Botschaft lautet, dass der schwarze Schwan und das graue Nashorn uns daran erinnern, sowohl die Grenzen unseres Wissens als auch die Verantwortung unseres Handelns ernst zu nehmen.

Wissen und Gewissheit im Fokus

In dieser Folge wird die grundlegende Frage behandelt, wie wir mit Wissen und Gewissheit umgehen. Der schwarze Schwan warnt vor epistemischer Selbstüberschätzung, indem er darauf hinweist, dass frühere Beobachtungen keine endgültige Gewissheit bieten. Das graue Nashorn hebt hervor, dass selbst korrektes Wissen wirkungslos bleibt, wenn es nicht in Handeln umgesetzt wird.

Die Gefahren von Bestätigung und Hybris

Bestätigung ist nicht gleich Erkenntnis. Wenn Überzeugungen nicht kritisch hinterfragt werden, führt das zu Hybris. Dies gilt nicht nur für menschliches Verhalten, sondern auch für Systeme wie Large Language Models, die dazu neigen, vorherrschende Überzeugungen zu bestätigen, was die kritische Prüfung schwächt.

Die Rolle des Widerspruchs

Der Widerspruch spielt eine produktive Rolle, indem er uns zwingt, zwischen Wissen, Glauben und Handeln zu unterscheiden. Er stört die Gewissheit und schützt somit die Erkenntnis. Die zentrale Botschaft lautet, dass der schwarze Schwan und das graue Nashorn uns daran erinnern, sowohl die Grenzen unseres Wissens als auch die Verantwortung unseres Handelns ernst zu nehmen.

Von Prediction zu Preparedness

15.09.2026

Managementfragen in Krisenzeiten

In der Diskussion über Krisenmanagement wird der Fokus von der Vorhersage (Prediction) zur Vorbereitung (Preparedness) verschoben. Anstatt zu versuchen, schwarze Schwäne, also unvorhersehbare Krisen, zuverlässig zu prognostizieren, liegt der Schwerpunkt darauf, wie Organisationen handlungsfähig bleiben können, wenn sie mit unbekannten Störungen konfrontiert sind.

Strategien zur Resilienz

Resilienz, Flexibilität und die Fähigkeit zur schnellen Rekonfiguration sind entscheidend. Organisationen sollten nicht versuchen, jede Störung vorherzusehen, sondern ihre Reaktionsfähigkeit auf Störungen verbessern. Dies bedeutet auch, dass Technologie nicht um jeden Preis eingesetzt werden sollte; stattdessen sind bessere Urteilsfähigkeit und Governance gefragt.

Graue Nashörner und sichtbare Risiken

Im Gegensatz zu schwarzen Schwänen gibt es bei grauen Nashörnern, also sichtbaren Risiken wie Klimawandel oder soziale Ungleichheit, die Notwendigkeit, rechtzeitig Ressourcen zu mobilisieren. Obwohl viele dieser Risiken bekannt sind, sind sie oft nicht ausreichend adressiert, was eine Herausforderung für Organisationen darstellt.

Umgang mit Unsicherheiten

Organisationen müssen zwischen radikal unvorhersehbaren Störungen und bekannten, aber nicht beherrschten Risiken unterscheiden. Strategische Anpassungsfähigkeit erfordert die Fähigkeit, auch unter begrenztem Wissen handlungsfähig zu bleiben und vorhandenes Wissen in praktisches Handeln umzusetzen.

Ausblick auf die nächste Episode

In der letzten Folge der Staffel wird das Thema Hybris, Bestätigung und die produktive Funktion des Widerspruchs behandelt.

Managementfragen in Krisenzeiten

In der Diskussion über Krisenmanagement wird der Fokus von der Vorhersage (Prediction) zur Vorbereitung (Preparedness) verschoben. Anstatt zu versuchen, schwarze Schwäne, also unvorhersehbare Krisen, zuverlässig zu prognostizieren, liegt der Schwerpunkt darauf, wie Organisationen handlungsfähig bleiben können, wenn sie mit unbekannten Störungen konfrontiert sind.

Strategien zur Resilienz

Resilienz, Flexibilität und die Fähigkeit zur schnellen Rekonfiguration sind entscheidend. Organisationen sollten nicht versuchen, jede Störung vorherzusehen, sondern ihre Reaktionsfähigkeit auf Störungen verbessern. Dies bedeutet auch, dass Technologie nicht um jeden Preis eingesetzt werden sollte; stattdessen sind bessere Urteilsfähigkeit und Governance gefragt.

Graue Nashörner und sichtbare Risiken

Im Gegensatz zu schwarzen Schwänen gibt es bei grauen Nashörnern, also sichtbaren Risiken wie Klimawandel oder soziale Ungleichheit, die Notwendigkeit, rechtzeitig Ressourcen zu mobilisieren. Obwohl viele dieser Risiken bekannt sind, sind sie oft nicht ausreichend adressiert, was eine Herausforderung für Organisationen darstellt.

Umgang mit Unsicherheiten

Organisationen müssen zwischen radikal unvorhersehbaren Störungen und bekannten, aber nicht beherrschten Risiken unterscheiden. Strategische Anpassungsfähigkeit erfordert die Fähigkeit, auch unter begrenztem Wissen handlungsfähig zu bleiben und vorhandenes Wissen in praktisches Handeln umzusetzen.

Ausblick auf die nächste Episode

In der letzten Folge der Staffel wird das Thema Hybris, Bestätigung und die produktive Funktion des Widerspruchs behandelt.