
Strange Brains - Der LOS-Podcast
Lernen ohne Schmerz - Annika Franzke & Benjamin Ott
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Trust the Process - In der Schule
Einführung in das Thema Schule
In dieser Folge von Strange Brains diskutieren Benjamin und Annika über das Thema Schule, wobei Annika als neurodivergente Lehrerin ihre Erlebnisse und Perspektiven teilt. Annika ist unvorbereitet, was die Dynamik der Diskussion belebt.
Erinnerungen an die Schulzeit
Annika erinnert sich an ihren Klassenraum in der Grundschule und an eine prägende Lehrerin, die versuchte, Mädchen zu fördern. Obwohl Annika später spät auf ADHS diagnostiziert wurde, reflektiert sie, wie diese Lehrerin ihre Stärken und Schwächen wahrnahm und dokumentierte.
Herausforderungen in der Schule
Besonders schwierig waren für Annika Situationen, die sie nicht interessierten, wie ein Bauprojekt im Erdkundeunterricht. Ihre Schwierigkeiten mit praktischen Arbeiten wie Basteln und Handarbeiten verdeutlichen ihre neurodivergente Perspektive und die Herausforderungen, die mit der Schulzeit verbunden waren.
Impfungen gegen Impulsivität
Die Diskussion geht auf Annikas Impulsivität und Gerechtigkeitssinn in der Schule ein. Sie schildert, wie sie oft impulsiv handelte, ohne die sozialen Normen zu beachten, was zu Problemen führte. Benjamin und Annika reflektieren, wie wichtig es ist, zu lernen, Entscheidungen zu hinterfragen und nicht impulsiv zu handeln.
Entwicklung als Lehrerin
Annika spricht über ihre Entwicklung als Lehrerin und wie sich ihre Sichtweise auf Schule und neurodivergente Schüler verändert hat. Sie betont die Bedeutung von Wissen über Neurodivergenz und die Notwendigkeit, ein Umfeld zu schaffen, das für alle Schüler förderlich ist.
Abschluss und Ausblick
Die Folge schließt mit dem Aufruf zur Reflexion über die eigene Haltung und das Handeln als Lehrkraft. Annika und Benjamin betonen, dass es keine einfachen Lösungen gibt und kontinuierliches Lernen und Anpassen notwendig sind, um neurodivergente Schüler effektiv zu unterstützen.

Der hat doch nur keinen Bock!? - Pathological Demand Avoidance
Einführung in PDA
In dieser Episode von Strange Brains diskutieren die Gastgeber Benjamin, Katrin und Annika mit der Heilpraktikerin Rebecca das Phänomen der Pathological Demand Avoidance (PDA), das häufig mit dem Autismus-Spektrum assoziiert wird. Rebecca beschreibt PDA als ein sehr sensibles Nervensystem, das auf alltägliche Anforderungen extrem reagiert, was zu Wutanfällen oder anderen unverhältnismäßigen Reaktionen führen kann.
Nervensystem und Erziehung
Der Podcast beleuchtet die Herausforderungen, die betroffene Kinder und ihre Familien erleben. Es wird betont, dass es nicht an der Erziehung liegt, sondern dass das Nervensystem der Kinder oft nicht ausreichend auf die Anforderungen der modernen Welt vorbereitet ist. Eine falsche Interpretation von Verhaltensweisen als „kein Bock“ wird als problematisch angesehen, da es sich häufig um ein „Nicht-Können“ handelt.
Diagnostik und Neurodiversität
Rebecca erläutert die aktuelle Diagnostik, die PDA oft als Teil des Autismus-Spektrums betrachtet, jedoch nicht ausreichend erforscht ist. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Doppeldiagnosen zuzulassen und die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen in den Fokus zu stellen. Die Diskussion über die ICD-10 und ICD-11 zeigt, dass es noch Verbesserungsbedarf im Umgang mit Diagnosen gibt.
Schulische Herausforderungen
Ein zentraler Punkt ist die Schulpflicht und wie diese für Kinder mit PDA angepasst werden könnte. Es wird darüber diskutiert, dass Kinder, die unter PDA leiden, oft Schwierigkeiten in der Schule haben, was zu Schulabsentismus führen kann. Die Rolle der Lehrer und die Notwendigkeit, ein sicheres Umfeld zu schaffen, werden hervorgehoben.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Abschließend wird betont, dass Verständnis, Flexibilität und die Sicht auf die Bedürfnisse der Kinder entscheidend sind, um eine positive Entwicklung zu ermöglichen. Das Gespräch schließt mit der Hoffnung auf mehr Akzeptanz und Anpassung im Bildungssystem für neurodivergente Kinder.

Kommunikation mit und ohne ADHS
Kommunikation zwischen Neurodivergenten und Neurotypischen
In der Episode wird die unterschiedliche Kommunikationsweise zwischen neurodivergenten und neurotypischen Menschen thematisiert. Neurodivergente können tiefgründige und schnelle Gespräche führen, während neurotypische Menschen oft oberflächliche Gespräche bevorzugen, die als "Zwiebelschalenkommunikation" bezeichnet werden. Konflikte entstehen häufig, wenn diese beiden Kommunikationsstile aufeinandertreffen.
Reflexion über die Schulzeit
Eine der Sprecherinnen teilt ihre Erfahrungen von ihrem Abitreffen, bei dem sie alte Schulfreunde traf. Sie reflektiert über die Rollen, die ihre Mitschüler während der Schulzeit einnahmen, und erkennt, wie sich ihre eigenen Wahrnehmungen und Beziehungen im Laufe der Jahre verändert haben.
Die Bedeutung von Kommunikation
In der Diskussion wird betont, wie wichtig es ist, die Kommunikationsstile und -bedürfnisse zu verstehen. Neurodivergente Menschen neigen dazu, direkt zu sein, was für andere als unangemessen oder direkt empfunden werden kann. Es wird auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, einen Raum für offene und ehrliche Kommunikation zu schaffen.
Strategien für bessere Kommunikation
Die Sprecherinnen diskutieren verschiedene Strategien, um die Kommunikation zu verbessern, wie z.B. radikale Ehrlichkeit und das Anpassen von sprachlichen Mustern, um Missverständnisse zu vermeiden. Zudem wird die Bedeutung von Bedienungsanleitungen hervorgehoben, um anderen zu helfen, den eigenen Kommunikationsstil besser zu verstehen.