
Bibliothekarin läuft durch Berlin
Renate Zimmermann
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

07. September 2026 | Spandau (Wilhelmstadt) | Siedlung am Weinmeisterhornweg, Amalienhof, Laurentiuskirche und Rieselfelder
Entdeckung von Wilhelmstadt
Renate Zimmermann begibt sich auf einen Streifzug durch Wilhelmstadt, überschreitet dabei geografische und verwaltungstechnische Grenzen. Die Tour beginnt in Wilhelmstadt und führt durch Starken, Brandenburg und Gartow, wobei sie sich nicht an vorgegebene Routen hält, sondern die Lücken auf ihrer Karte erforscht.
Laurentiuskirche
Ein erster Halt ist die Laurentiuskirche, die zwischen 1956 und 1958 erbaut wurde. Sie bietet Platz für rund 150 Personen und ist mit einer Glocke von 1926 ausgestattet. Die Kirche ist innen bemerkenswert ausgestattet, hat jedoch von außen einen verlassenen Eindruck.
Amalienhof
Der Amalienhof hat eine bewegte Geschichte, die 1836 beginnt. Er wurde im Laufe der Jahre für verschiedene Zwecke genutzt, darunter als Altenheim und britische Schule. Heute beherbergt er die Swiss International School und wird kontinuierlich erneuert.
Rieselfelder
Die Rieselfelder am Ende der Tour bieten eine weitläufige und ruhige Landschaft. Sie sind ein Ort der Kulturlandschaft ohne die Komplexität einer langen Geschichte.
Geometrisch angelegte Siedlungsgebiete
Die Tour endet in einem geometrisch angelegten Siedlungsgebiet aus den späten 1920er Jahren. Hier stehen unscheinbare, aber interessante Details im Mittelpunkt, die zur Erkundung einladen. Die Erlebnisse in Wilhelmstadt sind Teil von Zimmermanns Ziel, ihre Karte zu vervollständigen und verborgene Ecken zu entdecken.

03. September 2026 | Spandau (Wilhelmstadt) | Pichelsdorf, Pichelswerder, Tiefwerder Wiesen, Stößenseebrücke und Guitar Lounge
Entdeckung der Stößenseebrücke
Renate Zimmermann erkundet die Stößenseebrücke in Spandau, die eine komplexe Baugeschichte hat und als Gedenkort für sowjetische Piloten dient. Die Brücke wurde während des Zweiten Weltkriegs gesprengt und später wieder aufgebaut, hat jedoch seit 18 Jahren einen Bauzaun wegen Sicherheitsproblemen.
Die Halbinsel Pichelswerder
Pichelswerder, eine echte Insel, bietet eine Vielzahl von Segelvereinen und Bootshäusern. Historische Gebäude wie das unter Denkmalschutz stehende Clubhaus und das Siegfried-John-Haus, das heute als Wasserrettungsstation dient, prägen das Bild der Halbinsel. Die Umgebung ist geprägt von Natur und historischer Bedeutung, einschließlich der ersten Dampfschiff-Baugeschichte Preußens.
Der Uferpark und die Gitarrlounge
Der Uferpark verbindet Kleingärten mit Wasser und Pichelsdorf und bietet eine ruhige Atmosphäre. In der Gitarrlounge findet Renate eine 50 Jahre alte Gitarre und lernt viel über die verschiedenen Gitarrensaiten. Der Laden ist ein kultureller Treffpunkt, der Reparaturen und persönliche Beratung anbietet.
Das Naturschutzgebiet Tiefwerder Wiesen
Ein unerwarteter Höhepunkt ist das Naturschutzgebiet Tiefwerder Wiesen, das wie der Spreewald wirkt und eine wichtige Ökoregion darstellt. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Fischbrötchen, was das Erlebnis abrundet und die Schönheit Spandaus unterstreicht.

31.08.2026 | Spandau (Kladow) | Groß-Glienicke, Schwerbeschädigtensiedlung, Schilfdachkapelle, Wochenend West und Kaffee an der Haltestelle
Einleitung und Themenübersicht
Der Beitrag behandelt den Ortsteil Clado, der durch historische Ereignisse wie Besatzungspolitik und Siedlungsplanung geprägt wurde. Es wird erörtert, wie Verwaltungsentscheidungen die Zugehörigkeit der Dorfbewohner zu unterschiedlichen politischen Systemen beeinflussten.
Geschichte und Grenzverläufe
Die Geschichte beginnt 1375 mit der Erwähnung eines Guts am Glienicker See. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte ein Gebietstausch dazu, dass die Grenze mitten durch den See und den Gutshof verlief, was die Zugehörigkeit der Bewohner veränderte. Eine Gedenkstätte erinnert an diesen Grenzverlauf.
Wochenendsiedlung West und Volkskundlerviertel
Die Wochenendsiedlung West entstand in den 1920er Jahren und entwickelte sich von einfachen Wochenendhäusern zu einer Villenkolonie. Das benachbarte Volkskundlerviertel wurde in den 1960er Jahren erschlossen und ist nach Persönlichkeiten der Sprach- und Volkskunde benannt.
Schwerbeschädigtensiedlung und Schilfdachkapelle
Die schwerbeschädigten Siedlungen wurden für Kriegs- und Arbeitsgeschädigte errichtet. Im Gegensatz dazu wurde die Schilfdachkapelle in den 1950er Jahren aus Trümmern erbaut, um den Bewohnern den Weg zur Kirche zu erleichtern.
Gespräch und Ausblick
Ein Gespräch mit Oliver Schmidt, dem Host des Podcasts Generation Clado, thematisiert Geschichtsvermittlung und Generationenaustausch. Der Podcast soll fortgesetzt werden, um auch jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Fazit
Der Beitrag zeigt, dass der Ortsteil Clado durch seine Geschichte und Gemeinschaftsstrukturen geprägt ist und oft von Berlinern unbeachtet bleibt. Abschließend wird betont, wie wichtig es ist, lokale Geschichte zu verstehen und weiterzugeben.