Ordnungsruf! - Ordnung im Chaos der Politik
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Ordnungsruf! - Ordnung im Chaos der Politik

Florian Götze und Linus Rieger

Beschreibung

Ein zweiwöchentlicher Podcast über internationale Politik, Sicherheit und Geopolitik.
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren wir aktuelle Entwicklungen der Weltpolitik.
Im Fokus stehen europäische Sicherheit, NATO, Russland und globale Machtverschiebungen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

25 Jahre 9/11 – Wie hat sich der Terrorismus verändert und wie groß ist die Gefahr heute? | Mit Dr. Hans-Jakob Schindler"

01.09.2026

Einführung in den Terrorismus

Der 11. September 2001 markiert einen Wendepunkt in der globalen Sicherheitspolitik, als zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers und ein weiteres in das Pentagon stürzen. Dieses schreckliche Ereignis führte zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wahrnehmung und Bekämpfung des Terrorismus weltweit.

Persönliche Erfahrungen des Experten

Dr. Hans-Jakob Schindler, Terrorismusexperte und ehemaliger Koordinator des UN-Sicherheitsrats, beschreibt die Anschläge als Wendepunkt in seiner Karriere. Er betont die Verantwortung Deutschlands, da einige Attentäter in Deutschland lebten und sich auf die Angriffe vorbereiteten.

Definition von Terrorismus

Terrorismus wird als Gewalt definiert, die von nichtstaatlichen Akteuren ausgeübt wird, um die Bevölkerung einzuschüchtern oder staatliche Institutionen unter Druck zu setzen. Dies unterscheidet sich von anderen Formen der Gewalt durch das ideologische Ziel hinter den Anschlägen.

Bilanz nach 25 Jahren Terrorismusbekämpfung

Schindler äußert, dass der „Krieg gegen den Terror“ von Anfang an ein Missverständnis war, da Terrorismus ein dauerhafter Bestandteil der menschlichen Gesellschaft ist. Die Veränderungen in der Welt seit 2001, insbesondere durch soziale Medien, haben die Taktiken terroristischer Gruppen stark beeinflusst.

Neue Taktiken und Strategien

Moderne Terrorakte sind oft weniger spektakulär, aber kostengünstiger und einfacher durchzuführen. Der Fokus hat sich von großen Anschlägen hin zu Einzelpersonen verlagert, die durch das Internet radikalisiert werden.

Rolle der sozialen Medien

Soziale Medien spielen eine zentrale Rolle bei der Radikalisierung und Organisation terroristischer Aktivitäten. Schindler kritisiert die mangelnde Regulierung dieser Plattformen und die Notwendigkeit für eine bessere Überwachung durch staatliche Stellen.

Aktuelle Bedrohungen und Entwicklungen

Rechtsextremismus und Linksextremismus stellen ebenfalls wachsende Bedrohungen dar. Schindler betont die Notwendigkeit, sich auf alle Formen des Terrorismus zu konzentrieren und nicht nur auf den islamistischen Terror.

Finanzierung von Terrorismus

Die Finanzierung von Terrorismus ist komplex und umfasst sowohl zentrale als auch dezentrale Modelle. Einzeltäter benötigen oft nur minimale Mittel, sind jedoch nicht isoliert, sondern Teil eines größeren Netzwerks.

Schlussfolgerungen und Lehren

Die Lehren aus 25 Jahren Terrorismusbekämpfung sind, dass Terrorismus nie vollständig eliminiert werden kann, dass der Kampf gegen Terrorismus sowohl lokal als auch international geführt werden muss und dass der Cyberraum entscheidend für die Terrorismusabwehr ist.

Einführung in den Terrorismus

Der 11. September 2001 markiert einen Wendepunkt in der globalen Sicherheitspolitik, als zwei Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers und ein weiteres in das Pentagon stürzen. Dieses schreckliche Ereignis führte zu tiefgreifenden Veränderungen in der Wahrnehmung und Bekämpfung des Terrorismus weltweit.

Persönliche Erfahrungen des Experten

Dr. Hans-Jakob Schindler, Terrorismusexperte und ehemaliger Koordinator des UN-Sicherheitsrats, beschreibt die Anschläge als Wendepunkt in seiner Karriere. Er betont die Verantwortung Deutschlands, da einige Attentäter in Deutschland lebten und sich auf die Angriffe vorbereiteten.

Definition von Terrorismus

Terrorismus wird als Gewalt definiert, die von nichtstaatlichen Akteuren ausgeübt wird, um die Bevölkerung einzuschüchtern oder staatliche Institutionen unter Druck zu setzen. Dies unterscheidet sich von anderen Formen der Gewalt durch das ideologische Ziel hinter den Anschlägen.

Bilanz nach 25 Jahren Terrorismusbekämpfung

Schindler äußert, dass der „Krieg gegen den Terror“ von Anfang an ein Missverständnis war, da Terrorismus ein dauerhafter Bestandteil der menschlichen Gesellschaft ist. Die Veränderungen in der Welt seit 2001, insbesondere durch soziale Medien, haben die Taktiken terroristischer Gruppen stark beeinflusst.

Neue Taktiken und Strategien

Moderne Terrorakte sind oft weniger spektakulär, aber kostengünstiger und einfacher durchzuführen. Der Fokus hat sich von großen Anschlägen hin zu Einzelpersonen verlagert, die durch das Internet radikalisiert werden.

Rolle der sozialen Medien

Soziale Medien spielen eine zentrale Rolle bei der Radikalisierung und Organisation terroristischer Aktivitäten. Schindler kritisiert die mangelnde Regulierung dieser Plattformen und die Notwendigkeit für eine bessere Überwachung durch staatliche Stellen.

Aktuelle Bedrohungen und Entwicklungen

Rechtsextremismus und Linksextremismus stellen ebenfalls wachsende Bedrohungen dar. Schindler betont die Notwendigkeit, sich auf alle Formen des Terrorismus zu konzentrieren und nicht nur auf den islamistischen Terror.

Finanzierung von Terrorismus

Die Finanzierung von Terrorismus ist komplex und umfasst sowohl zentrale als auch dezentrale Modelle. Einzeltäter benötigen oft nur minimale Mittel, sind jedoch nicht isoliert, sondern Teil eines größeren Netzwerks.

Schlussfolgerungen und Lehren

Die Lehren aus 25 Jahren Terrorismusbekämpfung sind, dass Terrorismus nie vollständig eliminiert werden kann, dass der Kampf gegen Terrorismus sowohl lokal als auch international geführt werden muss und dass der Cyberraum entscheidend für die Terrorismusabwehr ist.

Deutschland als sicherheitspolitischer Anker Europas – Anspruch oder Illusion? | Mit Roderich Kiesewetter MdB

18.08.2026

Zeitenwende in der deutschen Sicherheitspolitik

Olaf Scholz' Zeitenwenderede markiert eine Wende in der deutschen Sicherheitspolitik, die die Bundeswehr wieder ins öffentliche Bewusstsein rückt und neue finanzielle Perspektiven eröffnet. Die zentrale Frage ist, ob Deutschland als sicherheitspolitischer Anker Europas fungieren kann und welche realpolitischen Grenzen dabei bestehen.

Rolle Deutschlands in der Sicherheitspolitik

Roderich Kiesewetter diskutiert die sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands und die unterschiedlichen Ansätze innerhalb der politischen Landschaft. Er hebt hervor, dass die Praxiserfahrungen in sicherheitspolitischen Fragen nicht immer entscheidend sind, da ein stabiler Beamtenapparat existiert, der auch in Krisenzeiten zuverlässig funktioniert.

Sicherheitsbildung und historische Verantwortung

Kiesewetter betont die Notwendigkeit einer sicherheitspolitischen Bildung, um die historische Verantwortung Deutschlands zu verstehen. Diese Bildung ist entscheidend, um die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und die aktuelle sicherheitspolitische Debatte zu gestalten.

Modernisierung der Bundeswehr

Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, sich technologisch weiterzuentwickeln. Kiesewetter fordert eine Beschleunigung der Modernisierungsprozesse und eine effizientere Beschaffung von Rüstungsmaterial, um mit den neuen Bedrohungen Schritt zu halten.

Strategische Kultur und europäische Zusammenarbeit

Die strategische Kultur Deutschlands muss sich verändern, hin zu einer stärkeren militärischen Bereitschaft und einem klaren Bekenntnis zur europäischen Verteidigung. Kiesewetter spricht sich für eine aktive Rolle Deutschlands in der europäischen Sicherheitspolitik aus.

Hybride Bedrohungen und Logistik

Die Herausforderungen hybrider Bedrohungen, wie z.B. Drohnenangriffe, erfordern eine enge Zusammenarbeit von Innenministerien und Sicherheitsdiensten. Kiesewetter sieht die Notwendigkeit, die logistische Infrastruktur zu verbessern und die Bevölkerung auf die Risiken vorzubereiten.

Ausblick auf die Zukunft

Abschließend stellt Kiesewetter die Frage, wie Deutschland seine sicherheitspolitischen Fähigkeiten ausbauen kann, um als stabiler Partner in Europa wahrgenommen zu werden, und betont die Verantwortung, die die deutsche Politik in diesem Kontext hat.

Zeitenwende in der deutschen Sicherheitspolitik

Olaf Scholz' Zeitenwenderede markiert eine Wende in der deutschen Sicherheitspolitik, die die Bundeswehr wieder ins öffentliche Bewusstsein rückt und neue finanzielle Perspektiven eröffnet. Die zentrale Frage ist, ob Deutschland als sicherheitspolitischer Anker Europas fungieren kann und welche realpolitischen Grenzen dabei bestehen.

Rolle Deutschlands in der Sicherheitspolitik

Roderich Kiesewetter diskutiert die sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands und die unterschiedlichen Ansätze innerhalb der politischen Landschaft. Er hebt hervor, dass die Praxiserfahrungen in sicherheitspolitischen Fragen nicht immer entscheidend sind, da ein stabiler Beamtenapparat existiert, der auch in Krisenzeiten zuverlässig funktioniert.

Sicherheitsbildung und historische Verantwortung

Kiesewetter betont die Notwendigkeit einer sicherheitspolitischen Bildung, um die historische Verantwortung Deutschlands zu verstehen. Diese Bildung ist entscheidend, um die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und die aktuelle sicherheitspolitische Debatte zu gestalten.

Modernisierung der Bundeswehr

Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, sich technologisch weiterzuentwickeln. Kiesewetter fordert eine Beschleunigung der Modernisierungsprozesse und eine effizientere Beschaffung von Rüstungsmaterial, um mit den neuen Bedrohungen Schritt zu halten.

Strategische Kultur und europäische Zusammenarbeit

Die strategische Kultur Deutschlands muss sich verändern, hin zu einer stärkeren militärischen Bereitschaft und einem klaren Bekenntnis zur europäischen Verteidigung. Kiesewetter spricht sich für eine aktive Rolle Deutschlands in der europäischen Sicherheitspolitik aus.

Hybride Bedrohungen und Logistik

Die Herausforderungen hybrider Bedrohungen, wie z.B. Drohnenangriffe, erfordern eine enge Zusammenarbeit von Innenministerien und Sicherheitsdiensten. Kiesewetter sieht die Notwendigkeit, die logistische Infrastruktur zu verbessern und die Bevölkerung auf die Risiken vorzubereiten.

Ausblick auf die Zukunft

Abschließend stellt Kiesewetter die Frage, wie Deutschland seine sicherheitspolitischen Fähigkeiten ausbauen kann, um als stabiler Partner in Europa wahrgenommen zu werden, und betont die Verantwortung, die die deutsche Politik in diesem Kontext hat.

Satelliten, Souveränität und Sicherheit – Wird der Weltraum zum nächsten Schauplatz geopolitischer Rivalität? | Mit Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogl (ESA)

21.07.2026

Die geopolitische Dimension der Raumfahrt

Die Raumfahrt ist seit jeher nicht nur wissenschaftlich, sondern auch ein Instrument politischer Strategien. Der Weltraum hat sich zu einem Schauplatz geopolitischer Rivalitäten entwickelt, in dem Satellitentechnologien entscheidend für Sicherheit und moderne Kriegsführung sind.

Rolle von Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogel

Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogel, Special Advisor for Political Affairs bei der ESA, erläutert seine Aufgaben und die Bedeutung der europäischen Weltraumpolitik. Er betont die Notwendigkeit von Beziehungen zu Parlamenten und die Organisation von wichtigen Ereignissen, um die Zustimmung der Mitgliedstaaten zu den Aktivitäten der ESA zu sichern.

Abhängigkeit von Satellitentechnologien

Die Gesellschaft ist zunehmend von Satelliten abhängig, sowohl für zivile als auch militärische Zwecke. Diese Abhängigkeit führt zu geopolitischen Spannungen, da Staaten um Ressourcen und Frequenzen kämpfen.

Sicherheitsherausforderungen im Weltraum

Die Risiken für Satelliten sind hoch, insbesondere durch kinetische Angriffe oder Cyberattacken. Der Schutz der Satelliteninfrastruktur ist unzureichend, was zu potenziellen Konflikten führen kann.

Europas Autonomie in der Raumfahrt

Europa arbeitet daran, eine unabhängige Raumfahrtkapazität zu entwickeln, um nicht von den USA abhängig zu sein. Erfolgreiche Projekte wie Galileo zeigen, dass Europa in bestimmten Bereichen technologisch führend ist.

Entscheidungsfindung in der ESA

Die Entscheidungsprozesse in der ESA sind oft langwierig, aber darauf ausgerichtet, verlässliche Ergebnisse zu liefern. Diese Struktur ermöglicht es, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen und nachhaltige Programme zu entwickeln.

Die Rolle privater Akteure

Die Macht von Privatunternehmen im Weltraum stellt eine Herausforderung dar. Es ist wichtig, dass Staaten ihre Verantwortung wahrnehmen und regulierende Maßnahmen ergreifen, um die Nutzung des Weltraums zu steuern.

Zukünftige Herausforderungen und Kooperationen

Die geopolitischen Rivalitäten im Weltraum könnten zu ernsten Konflikten führen, einschließlich der Zerstörung von Satelliteninfrastrukturen. Gleichzeitig gibt es Ansätze zur regionalen Zusammenarbeit, die den zivilen und sozialen Nutzen der Raumfahrt fördern.

Die geopolitische Dimension der Raumfahrt

Die Raumfahrt ist seit jeher nicht nur wissenschaftlich, sondern auch ein Instrument politischer Strategien. Der Weltraum hat sich zu einem Schauplatz geopolitischer Rivalitäten entwickelt, in dem Satellitentechnologien entscheidend für Sicherheit und moderne Kriegsführung sind.

Rolle von Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogel

Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogel, Special Advisor for Political Affairs bei der ESA, erläutert seine Aufgaben und die Bedeutung der europäischen Weltraumpolitik. Er betont die Notwendigkeit von Beziehungen zu Parlamenten und die Organisation von wichtigen Ereignissen, um die Zustimmung der Mitgliedstaaten zu den Aktivitäten der ESA zu sichern.

Abhängigkeit von Satellitentechnologien

Die Gesellschaft ist zunehmend von Satelliten abhängig, sowohl für zivile als auch militärische Zwecke. Diese Abhängigkeit führt zu geopolitischen Spannungen, da Staaten um Ressourcen und Frequenzen kämpfen.

Sicherheitsherausforderungen im Weltraum

Die Risiken für Satelliten sind hoch, insbesondere durch kinetische Angriffe oder Cyberattacken. Der Schutz der Satelliteninfrastruktur ist unzureichend, was zu potenziellen Konflikten führen kann.

Europas Autonomie in der Raumfahrt

Europa arbeitet daran, eine unabhängige Raumfahrtkapazität zu entwickeln, um nicht von den USA abhängig zu sein. Erfolgreiche Projekte wie Galileo zeigen, dass Europa in bestimmten Bereichen technologisch führend ist.

Entscheidungsfindung in der ESA

Die Entscheidungsprozesse in der ESA sind oft langwierig, aber darauf ausgerichtet, verlässliche Ergebnisse zu liefern. Diese Struktur ermöglicht es, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen und nachhaltige Programme zu entwickeln.

Die Rolle privater Akteure

Die Macht von Privatunternehmen im Weltraum stellt eine Herausforderung dar. Es ist wichtig, dass Staaten ihre Verantwortung wahrnehmen und regulierende Maßnahmen ergreifen, um die Nutzung des Weltraums zu steuern.

Zukünftige Herausforderungen und Kooperationen

Die geopolitischen Rivalitäten im Weltraum könnten zu ernsten Konflikten führen, einschließlich der Zerstörung von Satelliteninfrastrukturen. Gleichzeitig gibt es Ansätze zur regionalen Zusammenarbeit, die den zivilen und sozialen Nutzen der Raumfahrt fördern.