Was wird? Kontroverse und Vorausschau
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Was wird? Kontroverse und Vorausschau

CASSIS

Beschreibung

Ein Podcast des CASSIS an der Universität Bonn mit Professor Dr. Andreas Heinemann-Grüder und dem Journalisten Michael Krons zu Kontroversen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Ausgewiesene Expertise und die Fähigkeit zu strategischer Vorausschau bilden die Grundlage. Der Podcast wagt den Blick nach: Ist die Wertegemeinschaft mit den USA am Ende? Warum sind Demokratien in der Krise und Autokratien auf dem Vormarsch? Gekaufte Politik: Wie mächtig sind die Multis? Härtetest für die EU: Selbständig oder am Katzentisch der Weltpolitik? Der Podcast erscheint regelmäßig alle drei Wochen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Folge 20: Warum Deutschland mehr Verantwortung übernehmen muss (Serap Güler, StM)

17.07.2026

Einleitung zur internationalen Lage

Der Podcast beleuchtet die chaotische und gefährliche internationale Lage, die durch Kriege in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten sowie im Sudan geprägt ist. Deutschland steht vor der Herausforderung, seine Rolle in diesem Kontext zu definieren.

Werte und Interessen in der Außenpolitik

Staatsministerin Sarah Bühler erklärt, dass Deutschland zur wertebasierten Außenpolitik steht, jedoch auch interessengeleitete Aspekte berücksichtigt. Dies führt zu einem Dilemma, insbesondere im Verhältnis zu den USA und Israel.

Erpressbarkeit Europas und NATO-Verantwortung

Die Diskussion über die Erpressbarkeit Europas wird angesprochen. Bühler hebt hervor, dass Europa in der Vergangenheit oft auf die Sicherheitsgarantien der USA gesetzt hat, jedoch nun mehr Verantwortung übernehmen muss.

Prioritäten der Außenpolitik

Bühler betont, dass Deutschland wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen gleichermaßen in der Außenpolitik berücksichtigen muss. Die Herausforderungen in Afrika, insbesondere im Sudan, erfordern humanitäres Engagement, um zukünftige Migrationsprobleme zu vermeiden.

Einflussverlust Deutschlands im globalen Süden

Die Staatsministerin diskutiert den Einflussverlust Deutschlands aufgrund der Unterstützung Israels und der verspäteten Kandidatur für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Notwendigkeit, die europäischen Interessen besser zu präsentieren, wird betont.

Multilateralismus und Rückgewinnung verlorenem Einfluss

Es wird die Bedeutung von Partnerschaften mit afrikanischen Staaten hervorgehoben. Deutschland sollte Angebote auf Augenhöhe machen, um verloren gegangenes politisches Kapital zurückzugewinnen.

Konfliktlösung im Nahen Osten

Bühler bekräftigt, dass die deutsche Position zur Zwei-Staaten-Lösung unverändert bleibt. Eine zielgerichtete Herangehensweise zur Lösung von Konflikten wird als notwendig erachtet.

Gestaltungsanspruch Deutschlands

Der Podcast thematisiert Deutschlands Gestaltungsanspruch in internationalen Konflikten, auch im Kontext des Sudan. Deutschland wird als aktiver Partner in der internationalen Diplomatie dargestellt.

Umgang mit syrischen Migranten

Die ambivalente Situation syrischer Migranten wird angesprochen. Es wird betont, dass Deutschland sowohl Rückkehrmöglichkeiten bieten als auch die Integration von Migranten unterstützen sollte.

Zukunft der EU und strategische Vorausschau

Bühler spricht über die Handlungsfähigkeit der EU angesichts populistischer Strömungen. Es wird betont, dass mehr Zusammenarbeit und eine gemeinsame Stimme innerhalb der EU notwendig sind, um globale Herausforderungen zu bewältigen.

Einleitung zur internationalen Lage

Der Podcast beleuchtet die chaotische und gefährliche internationale Lage, die durch Kriege in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten sowie im Sudan geprägt ist. Deutschland steht vor der Herausforderung, seine Rolle in diesem Kontext zu definieren.

Werte und Interessen in der Außenpolitik

Staatsministerin Sarah Bühler erklärt, dass Deutschland zur wertebasierten Außenpolitik steht, jedoch auch interessengeleitete Aspekte berücksichtigt. Dies führt zu einem Dilemma, insbesondere im Verhältnis zu den USA und Israel.

Erpressbarkeit Europas und NATO-Verantwortung

Die Diskussion über die Erpressbarkeit Europas wird angesprochen. Bühler hebt hervor, dass Europa in der Vergangenheit oft auf die Sicherheitsgarantien der USA gesetzt hat, jedoch nun mehr Verantwortung übernehmen muss.

Prioritäten der Außenpolitik

Bühler betont, dass Deutschland wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen gleichermaßen in der Außenpolitik berücksichtigen muss. Die Herausforderungen in Afrika, insbesondere im Sudan, erfordern humanitäres Engagement, um zukünftige Migrationsprobleme zu vermeiden.

Einflussverlust Deutschlands im globalen Süden

Die Staatsministerin diskutiert den Einflussverlust Deutschlands aufgrund der Unterstützung Israels und der verspäteten Kandidatur für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Die Notwendigkeit, die europäischen Interessen besser zu präsentieren, wird betont.

Multilateralismus und Rückgewinnung verlorenem Einfluss

Es wird die Bedeutung von Partnerschaften mit afrikanischen Staaten hervorgehoben. Deutschland sollte Angebote auf Augenhöhe machen, um verloren gegangenes politisches Kapital zurückzugewinnen.

Konfliktlösung im Nahen Osten

Bühler bekräftigt, dass die deutsche Position zur Zwei-Staaten-Lösung unverändert bleibt. Eine zielgerichtete Herangehensweise zur Lösung von Konflikten wird als notwendig erachtet.

Gestaltungsanspruch Deutschlands

Der Podcast thematisiert Deutschlands Gestaltungsanspruch in internationalen Konflikten, auch im Kontext des Sudan. Deutschland wird als aktiver Partner in der internationalen Diplomatie dargestellt.

Umgang mit syrischen Migranten

Die ambivalente Situation syrischer Migranten wird angesprochen. Es wird betont, dass Deutschland sowohl Rückkehrmöglichkeiten bieten als auch die Integration von Migranten unterstützen sollte.

Zukunft der EU und strategische Vorausschau

Bühler spricht über die Handlungsfähigkeit der EU angesichts populistischer Strömungen. Es wird betont, dass mehr Zusammenarbeit und eine gemeinsame Stimme innerhalb der EU notwendig sind, um globale Herausforderungen zu bewältigen.

Folge 19: Russland: Traumatisiert? (Irina Scherbakowa)

09.06.2026

Aktuelle Lage in Russland und der Ukraine

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert an, doch die Ukraine behauptet sich weiterhin durch den effektiven Einsatz von Drohnen. Russische Verluste und ukrainische Angriffe bis nach Moskau und St. Petersburg führen zu Unruhe in der russischen Bevölkerung. Der Podcast diskutiert die Stimmung in Russland und die Möglichkeiten für Verhandlungen.

Stimmung in der russischen Bevölkerung

Irina Scherbakova schildert, dass es unter den Menschen in Russland Unmut und Müdigkeit gibt. Viele fühlen sich in einer Sackgasse und verlieren die Hoffnung auf Frieden. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich, und die Drohnenangriffe verstärken das Bewusstsein für den Krieg.

Propaganda und öffentliche Meinung

Die Unterstützung für den Krieg in der Bevölkerung ist schwer zu interpretieren, da Umfragen unter Druck durchgeführt werden. Viele Menschen glauben nicht wirklich an die propagandistischen Narrative. Die Wahrnehmung von Putin als Symbol der Macht führt dazu, dass es kaum alternative Vorstellungen gibt.

Potenzielle Szenarien für den Krieg

Es gibt unterschiedliche Strömungen innerhalb der russischen Elite, von denen einige eine Eskalation des Krieges fordern. Scherbakova warnt vor den Gefahren, die aus diesen aggressiven Tendenzen entstehen können, und sieht die Möglichkeit, dass Putin versuchen könnte, eine Friedenslösung propagandistisch zu verkaufen.

Die Rolle von Memorial und der Opposition

Memorial, eine Organisation zur Aufarbeitung des Stalinismus, ist ein Symbol für freien Umgang mit Geschichte. Die Opposition in der Diaspora ist fragmentiert, und es gibt Bestrebungen, politische Ideen und Zukunftsvorstellungen für Russland zu entwickeln.

Deutsche Russland-Politik

Die deutsche Russland-Politik ist stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Scherbakova kritisiert die Kurzsichtigkeit und Gier, die hinter dem Streben nach Normalisierung der Beziehungen zu Russland stehen.

Zukunftsausblick

Die Wahrscheinlichkeit eines offenen Krieges zwischen Russland und der NATO wird als gering eingeschätzt. Allerdings wird erwartet, dass Russland weiterhin versuchen wird, die politischen Situationen in anderen Ländern zu destabilisieren.

Aktuelle Lage in Russland und der Ukraine

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert an, doch die Ukraine behauptet sich weiterhin durch den effektiven Einsatz von Drohnen. Russische Verluste und ukrainische Angriffe bis nach Moskau und St. Petersburg führen zu Unruhe in der russischen Bevölkerung. Der Podcast diskutiert die Stimmung in Russland und die Möglichkeiten für Verhandlungen.

Stimmung in der russischen Bevölkerung

Irina Scherbakova schildert, dass es unter den Menschen in Russland Unmut und Müdigkeit gibt. Viele fühlen sich in einer Sackgasse und verlieren die Hoffnung auf Frieden. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich, und die Drohnenangriffe verstärken das Bewusstsein für den Krieg.

Propaganda und öffentliche Meinung

Die Unterstützung für den Krieg in der Bevölkerung ist schwer zu interpretieren, da Umfragen unter Druck durchgeführt werden. Viele Menschen glauben nicht wirklich an die propagandistischen Narrative. Die Wahrnehmung von Putin als Symbol der Macht führt dazu, dass es kaum alternative Vorstellungen gibt.

Potenzielle Szenarien für den Krieg

Es gibt unterschiedliche Strömungen innerhalb der russischen Elite, von denen einige eine Eskalation des Krieges fordern. Scherbakova warnt vor den Gefahren, die aus diesen aggressiven Tendenzen entstehen können, und sieht die Möglichkeit, dass Putin versuchen könnte, eine Friedenslösung propagandistisch zu verkaufen.

Die Rolle von Memorial und der Opposition

Memorial, eine Organisation zur Aufarbeitung des Stalinismus, ist ein Symbol für freien Umgang mit Geschichte. Die Opposition in der Diaspora ist fragmentiert, und es gibt Bestrebungen, politische Ideen und Zukunftsvorstellungen für Russland zu entwickeln.

Deutsche Russland-Politik

Die deutsche Russland-Politik ist stark von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Scherbakova kritisiert die Kurzsichtigkeit und Gier, die hinter dem Streben nach Normalisierung der Beziehungen zu Russland stehen.

Zukunftsausblick

Die Wahrscheinlichkeit eines offenen Krieges zwischen Russland und der NATO wird als gering eingeschätzt. Allerdings wird erwartet, dass Russland weiterhin versuchen wird, die politischen Situationen in anderen Ländern zu destabilisieren.

Folge 18: Demokratie in Bedrängnis (Prof. Dr. Ursula Münch)

28.05.2026

Die Bedrohung der Demokratie

Die Demokratie steht weltweit unter Druck, bedroht durch Populismus und autoritäre Tendenzen. In einem offenen Gespräch diskutieren Professor Heinemann Grüder, Michael Krohn und Professor Ursula Münch die Herausforderungen, mit denen die Demokratie konfrontiert ist, und die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, um diese Bedrohungen zu bekämpfen.

Krisen und Misstrauen

Die Gesprächspartner erörtern, dass verschiedene Krisen, wie die Bankenkrise, die Migrationskrise und die Corona-Pandemie, das Vertrauen der Bürger in politische Institutionen untergraben haben. Dieses zunehmende Misstrauen führt dazu, dass viele Menschen die Handlungsfähigkeit des Staates und der politischen Parteien in Frage stellen.

Wirtschaftliche Faktoren und Demokratie

Das wirtschaftliche Wohlergehen hat einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie. Enttäuschungen über die wirtschaftliche Entwicklung können das Vertrauen in demokratische Institutionen weiter erodieren und die Demokratie gefährden.

Populismus und Parteiensystem

Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Bürger und den Angeboten der bestehenden Parteien führt zu einem Anstieg populistischer Bewegungen. Die Gesprächspartner diskutieren die Herausforderungen, die diese Entwicklungen für die politische Landschaft und die Integration der Bürger darstellen.

Die Rolle der Medien und gesellschaftliche Diskurse

Ein zentrales Thema ist auch die Wahrnehmung von Medien und die Art und Weise, wie Informationen vermittelt werden. Die Diskussion über Sprachregulierung und die Angst vor Cancel Culture zeigt, wie wichtig es ist, einen offenen Dialog zu fördern, um das Vertrauen in die Demokratie zu stärken.

Schlussfolgerung und Ausblick

Abschließend wird betont, dass trotz der Herausforderungen die Demokratie durch Einbindung und aktives Mitwirken der Bürger gestärkt werden kann. Es liegt an den politischen Akteuren, den Dialog zu suchen und Brücken zu bauen, um die Demokratie zukunftsfähig zu machen.

Die Bedrohung der Demokratie

Die Demokratie steht weltweit unter Druck, bedroht durch Populismus und autoritäre Tendenzen. In einem offenen Gespräch diskutieren Professor Heinemann Grüder, Michael Krohn und Professor Ursula Münch die Herausforderungen, mit denen die Demokratie konfrontiert ist, und die Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, um diese Bedrohungen zu bekämpfen.

Krisen und Misstrauen

Die Gesprächspartner erörtern, dass verschiedene Krisen, wie die Bankenkrise, die Migrationskrise und die Corona-Pandemie, das Vertrauen der Bürger in politische Institutionen untergraben haben. Dieses zunehmende Misstrauen führt dazu, dass viele Menschen die Handlungsfähigkeit des Staates und der politischen Parteien in Frage stellen.

Wirtschaftliche Faktoren und Demokratie

Das wirtschaftliche Wohlergehen hat einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit der Bürger mit der Demokratie. Enttäuschungen über die wirtschaftliche Entwicklung können das Vertrauen in demokratische Institutionen weiter erodieren und die Demokratie gefährden.

Populismus und Parteiensystem

Die Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Bürger und den Angeboten der bestehenden Parteien führt zu einem Anstieg populistischer Bewegungen. Die Gesprächspartner diskutieren die Herausforderungen, die diese Entwicklungen für die politische Landschaft und die Integration der Bürger darstellen.

Die Rolle der Medien und gesellschaftliche Diskurse

Ein zentrales Thema ist auch die Wahrnehmung von Medien und die Art und Weise, wie Informationen vermittelt werden. Die Diskussion über Sprachregulierung und die Angst vor Cancel Culture zeigt, wie wichtig es ist, einen offenen Dialog zu fördern, um das Vertrauen in die Demokratie zu stärken.

Schlussfolgerung und Ausblick

Abschließend wird betont, dass trotz der Herausforderungen die Demokratie durch Einbindung und aktives Mitwirken der Bürger gestärkt werden kann. Es liegt an den politischen Akteuren, den Dialog zu suchen und Brücken zu bauen, um die Demokratie zukunftsfähig zu machen.